Die SUV-Kanone: Was kann der Porsche Macan?

Wer meint, der Macan sei nur ein kleiner Bruder des Cayenne auf Audis Q5-Plattform, sollte eine Runde im Porsche-SUV fahren. Das erklärt vieles!

Der Porsche Macan Turbo im Jahr 2014 - Cover
Der Porsche Macan Turbo im Jahr 2014 Foto: Porsche

Das sonore Blubbern des 3,6-Liter-Sechszylinders erinnert ein bisschen an das Gurgeln einer größeren Jacht im Hafen von Monaco, und der Fahrer sitzt am Steuer ohnehin wie am Oberdeck derselben. Eigentlich sieht man dem Deutschen die hohe Sitzposition gar nicht an, denn er wirkt geduckt. Dafür ist alles andere unmissverständlich – der Macan ist kein braves SUV, sondern ein böses Teil! Rote Bremssättel, übergroße Bremsscheiben höllisch quetschen und den Macan sportlich abbremsen, treffen auf 550 Newtonmeter Drehmoment, die in die andere Richtung ziehen.

400 Pferde im Voll-Galopp

Nach dem Drücken des Sport-Buttons, der sich auf der "fetten" Mittelkonsole versteckt, werden die 400 Pferde losgelassen. Dabei turnt der Drehzahlmesser durch die Gegend, als wäre die Feder des Instruments gerissen. In 4,8 Sekunden beschleunigt der Sportler auf 100 km/h, und wer eine deutsche Autobahn im Garten hat, kann bis 266 km/h weiter aufs Gaspedal treten. Damit steht fest, dass der Macan kein normales SUV ist – er fährt sich eben wie ein Sportwagen. Tolles Fahrwerk, bissiger Sound – ein echter Porsche!

Der Porsche Macan Turbo im Jahr 2014
Der Porsche Macan Turbo im Jahr 2014 Foto: Porsche

Oder doch den Diesel?

Natürlich geht es auch vernünftiger. Der Diesel mit 258 PS verursacht sicher auch Fahrspaß und ist in der Erhaltung sowie beim Verbrauch eindeutig die bessere Wahl. Ein Macan Turbo verbraucht laut Werk neun Liter, der Diesel gibt sich mit 6,3 Litern zufrieden. Der Innenraum wird durch eine übergroße Mittelkonsole geprägt, die so allerhand Knöpfchen beherbergt. Unter anderem für Spurhalteassistent, Sitzkühlung, Sport-Knopf, Dämpferregelung, und einen Offroad-Knopf gibt es auch. Wobei man sich mit dem Macan zwar ins Gelände wagen könnte, aber irgendwie passt das nicht zu einem Porsche. Vor allem wer putzt dann den Deutschen?

Ausstattung vom Feinsten

Ansonsten im Cockpit nur edelste Materialien: die Ledersitze vom Feinsten, sogar an der A-Säule wird Alcantara eingesetzt. An jeder erdenklichen Ecke finden sich weiche und hochwertig wirkende Bezüge und Applikationen. Trotzdem wirkt der SUV-Porsche immer noch sportlich. Die Platzverhältnisse sind vorne gut, und auch hinten gibt es wenig zu nörgeln. Bei umgelegten Sitzen lässt sich unser Macan glatt als Transportesel missbrauchen – wirklich sehr ordentlich! Bis zu 1.500 Liter Ladegut schluckt der Stuttgarter maximal.

Der Porsche Macan Turbo im Jahr 2014
Der Porsche Macan Turbo im Jahr 2014 Foto: Porsche

Keine Schwächen

Das kompakte SUV aus dem Hause Porsche gibt sich eigentlich keine Schwächen. Wer allerdings nicht gerade den Weihnachtsmann oder Osterhasen in der Verwandtschaft sitzen hat, muss selbst die 66.200 Euro (Diesel) oder 98.170 Euro für den Turbo aufbringen. Und mit einer dreiseitigen Sonderausstattungsliste wie beim Testfahrzeug sind es sogar stolze 130.000 Euro. Auf dieser Liste finden sich dann auch Dinge, die man nicht überall sieht: Garagentoröffner-HomeLink, automatisch abblendbare Außenspiegel, Laderaummanagement, Dynamic Light System, Heckblende Edelstahl, Panorama Dachsystem, Bugblende – was es nicht alles gibt!

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