Der Golf als SUV?

Golfspieler. Seine Verwandtschaft zum Golf will der neue VW T-Roc nicht leugnen. Unterm Strich stapft das SUV aber eigenständig durch die Gegend.

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Der 150-PS-Zweiliter-Turbo-Diesel mit 340 Newtonmetern Drehmoment sorgt für Fahrspaß. Foto: Weekend Magazin
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Wenn man so wie der T-Roc in die Fußstapfen eines VW Golf tritt, braucht man große Füße, um die Abdrücke auszufüllen. VWs kompaktes SUV packt sozusagen den Wanderschuh aus, um ordentlich den Fuß in die Tür stellen zu können. Rein optisch wirkt der T-Roc sicher, um einiges sportlicher und auffallender als der „normale“ Golf. Wobei generell ein direkter Vergleich wohl der falsche Weg ist, da das SUV ziemlich eigenständig daher kommt. Der T-Roc ist eben kein Golf auf Stelzen. Er ist eine Spur kürzer als der Golf, 25 Zentimeter kürzer als ein Tiguan, bietet aber ein wesentlich höheres Kofferraumvolumen als jenes des VW Golf. Maximal 445 bis 1.290 Liter schafft das kleine SUV. Ein toller Wert! Auch sonst gehen die Platzverhältnisse im T-Roc schwer in Ordnung. Die Sitzposition ist erhöht, aber nicht hochsitzartig.

Das Cockpit

Typisch Volkswagen – sehr aufgeräumt, alles dort, wo man es vermutet. Allerdings ist weicher Kunststoff Mangelware. Eine gewisse Härte von Armaturenbrett bis zur Mittelkonsole ist ein Faktum. Wobei man es verstanden hat, diesen Umstand gekonnt zu kaschieren. Wer ­etwas tiefer in die Tasche greift, bekommt spannende Applikationen in verschiedenen Farben, die gemeinsam mit einem optional erhältlichen Active Info-Display ein schönes Innendesign hinzaubern. Und wie fährt er sich? Der 150-PS-Zweiliter-Turbo-Diesel mit 340 Newtonmetern Drehmoment lässt guten Fahrspaß zu. In nur 8,4 Sekunden ist der 100er erreicht. Dazu kommen ein 7-Gang-DSG und Allrad. Trotz eines ­etwas höheren Schwerpunkts schluckt der Deutsche brav jede Kurve. Das Fahrwerk hat eine ganz leichte Härte, was eben auch sportliches Fahren zulässt. Je nach Ausstattung kann man aber auch mittels einstellbarem Fahrprofil „weicher“ fahren. Insgesamt sind zwei Benziner- und drei Diesel-Varianten im ­Angebot. Auch sicherheitstechnisch ist alles zu haben, was so am Markt ist. ­Serie sind beispielsweise Multikolli­sionsbremse, Spurhalteassistent oder Front-Assist mit City-Notbremsfunk­tion. Überhaupt lässt sich der T-Roc ­gewaltig hochrüsten, was sich auf den Preis niederschlägt. So kostet der günstigste T-Roc EUR 21.490,–. Der hochgerüstete Test-T-Roc kostet EUR 40.890,–. Beinahe doppelt so viel! Allrad, Assistenten, DSG und diverse Zusatzpakete kosten eben auch eine Stange Geld.

 

VW T-Roc Sport TDI 4MOTION DSG

Leistung: 150 PS
Testverbrauch: 6,5 Liter (laut Werk 5,2)
Motor: TDI 2.0
Kofferraum: 445 Liter
0 – 100 km/h: 8,4 Sekunden

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