Werners Auto-Blog: Was Autos über Fahrer aussagen

Autos sind wie Menschen. Ein Beispiel: Wenn hinten schlechte Luft rauskommt, wird man schief angesehen. Egal ob es sich um Flatulenzen eines Diesel oder die einer Person handelt. Vielleicht heißt es deshalb "einen fahren lassen". Aber im Ernst: Auch optisch sind da vorne zwei Augen bzw. Scheinwerfer, die viel über den "Charakter" aussagen.

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Schaut das Auto aber freundlich ... Foto: phaisarn2517/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Manche LED-Tagfahrlichter grinsen einen deppert an, und einige Scheinwerfer schauen aggressiver drein als so mancher Hitzkopf im Stau. Die Seitenspiegel? Die erinnern extrem an Ohrwaschln, und der Kühlergrill sieht nicht nur wie ein Mund aus – dort atmet das Auto sogar.

Wo wir Füße haben, befinden sich beim Auto Reifen. Manche laufen übrigens das ganze Jahr mit den gleichen Tretern durch die Gegend – das nennt sich Ganzjahresreifen.

Seit einiger Zeit haben Autos sogar ein Hirn. Etwas, was uns Menschen im Verkehr oft abhanden gekommen ist. Die elektronischen Autohirne arbeiten jedoch nur auf einzelne Bereiche beschränkt (auch hier gibt es Parallelen ...): automatische Notbremsung, Aufmerksamkeitsassistent oder Verkehrszeichenerkennung. In Zukunft denkt dann das Auto eben autonom. Es übernimmt sozusagen "selbstfahrend" mein Gehirn!

Wie ich auf so eine Geschichte komme? Die hier in Schrift verewigten Mensch-Auto-Parallelen sind mir im Stau eingefallen, als ich mich im Rückspiegel betrachtet habe und mir ein alter Schrottkübel entgegengekommen ist ...

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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