Mercedes CLS Coupé: Nobel-Viertürer bekommt Sonderbehandlung!

Neues Gesicht, neue Motoren, Neungang-Automatik, neue Farben, Technik und Zierteile: Das umfassende Lifting des Mercedes CLS nach zehn Jahren hat sich ausgezahlt. Und fahren kann der Wagen auch noch.

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Das geliftete Kombicoupé CLS Shooting Brake freut sich über die gleichen Neuerungen Foto: Mercedes

Während Mercedes mit dem S-Coupé und CLA fröhlich sein Coupé-Angebot erweitert, kann man leicht vergessen, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist, dass der Autobauer in seiner Modellpalette ein neues Kapitel eröffnete und ein viertüriges Coupé auf den Markt brachte.

Gründlich renoviert

Die Fassade des CLS ist gründlich renoviert. Am Heck wurden die Rückleuchten leicht abgedunkelt. Größere Lufteinlässe in der kantigeren Frontschürze und der schon aus anderen Mercedes-Modellen bekannte Diamantgrill halten Einzug in den CLS. Dazu gesellt sich eine Lichtanlage, die nicht nur facelift-typisch im neuen Design daher kommt, auch technisch reifen die LED-Scheinwerfer weiter aus. Dabei arbeiten vier Steuergeräte pro Fahrzeug, die 100-mal pro Sekunde die Lichtverteilung berechnen, alle 24 LEDs individuell ansteuern und daraufhin diese auf eine von 255 Stufen dimmen. Damit nicht genug. Ein aktives Kurvenlicht erkennt eine Kurve, bevor der Fahrer einlenkt und das als Tagfahrlicht bekannte Band aus LEDs übernimmt das Blinken und die Begrüßung des Fahrers beim Öffnen der Türen. Neu ist auch die Ausstattungsvariante AMG Line Plus. Diese ergänzt die bisherigen Linien um eine sehr sportlich ausgelegte Variante. Zum Jahresende soll dann noch die Linie "Night" die Auswahl vergrößern.

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Der Innenraum gestaltet sich bei Mercedes gewohnt luxuriös. Neu ist unter anderem das Drei-Speichen-Lenkrad Foto: Mercedes

Überarbeitete Motoren

Mercedes spendiert dem CLS im Zuge der Modellpflege zum Teil neue Motoren. Was auffällt ist, dass selbst in einer sportlichen Fahrzeugkategorie die Schwaben nicht drum herum kommen, dem Downsizing-Trend zu folgen. So ist das Modell CLS 220 BlueTEC mit seinem Vierzylinder-Dieselmotor und 170 PS der neue kleinste Diesel, der in den CLS verpflanzt wird. Wem das zu langweilig klingt, der hat die Qual der Wahl zwischen zwei weiteren Selbstzündern mit 204 respektive 258 PS aus einem Vier- beziehungsweise einem Sechszylinder-Motor. Benziner gibt es mit 333 oder 408 PS.

Die Platzhirsche von AMG

Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann natürlich noch einen Schritt weiter gehen. Der 5,5-Liter-V8-Biturbo markiert das Ende der Fahnenstange. Hier aber mehr Power zu erwarten, führt zu Enttäuschungen. Es bleibt in den AMG-Modellen bei 557 beziehungsweise 585 PS. Die Euro-6-Norm gibt es bei allen Motoren übrigens gratis dazu und sparsam sollen sie auch noch sein. Bei dem Spitzenmodell CLS 63 AMG gibt Mercedes einen Verbrauch von knapp unter zehn Litern auf 100 Kilometern an.

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Beide Modelle sind auch als AMG-Versionen erhältlich Foto: Mercedes

Neue neun Gänge

Mit neun Fahrstufen soll es ab jetzt im CLS vorwärtsgehen. Die Stuttgarter erhöhen um zwei und machen aus ihrer Sieben- eine Neungang-Automatik. Was das bringt? Laut Hersteller einen geringeren Verbrauch und gleichzeitig mehr Schaltkomfort und Agilität. Zum Einsatz kommen die neuen Gänge in allen Modellen mit dem Zusatz BlueTEC und im CLS 500.

Jede Menge Fahr- und Parkassistenz

Vollgepackt mit Assistenzsystemen sind die Topmodelle der deutschen Autohersteller ja schon seit Längerem. Der neue CLS macht da keine Ausnahme. Die Palette beginnt bei dem serienmäßigen Schutz vor Auffahrunfällen mit einem autonomen Bremsassistenten. Der Rest der Sicherheitstechnik sickert langsam von oben aus der S-Klasse durch. Auf Wunsch und gegen Aufpreis gibt es alles, was aus dem Auto eine sich selbst überwachende Festung macht. Dazu zählen unter anderem ein Lenk- und Stop&Go-Assistent, der ein entspanntes Mitschwimmen im Stau ermöglicht, Totwinkel-, Spurhalte- und Verkehrszeichen-Assistenten oder eine 360-Grad-Kamera zum Vermessen von Parklücken.

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Intelligentes Fernlicht neu verpackt: 24 LEDs, Kurvenlicht und ein Multifunktions-LED-Band stecken in dem neuen Scheinwerfer Foto: Mercedes

Entspanntes surfen auf dem Parkplatz

Hat man sich zwischen fünf Interieurfarben und sechs Zierteilausführungen entschieden, kann man in der Kommandozentrale des CLS Platz nehmen. Neu sind hier das Drei-Speichen-Sportlenkrad und die Erhöhung von zwei auf vier Tasten bei der zentralen Bedieneinheit in der Mittelkonsole. Am auffälligsten gestaltet sich das neue, frei stehende Farbdisplay mit einer Bildschirmdiagonale von 20,3 Zentimeter. Hier beginnt die heute selbstverständliche Vernetzung von Fahrer, Auto und dem Internet. Über einen im Fahrzeug serienmäßigen Steckplatz für eine SIM-Karte können Kunden über das Auto selbst den Notruf, Pannen-, Unfall- oder Wartungsdienst rufen. Und wenn man sich vor dem zu Bett gehen noch fragt, wie voll der Tank des CLS ist, der blöderweise in der Garage steht, reichen dank dieses Systems wenige Klicks im Internet, um Bescheid zu wissen, dass man am Morgen einen Umweg zur nächsten Tankstelle einplanen sollte. Beim Preis hüllt sich Mercedes noch in Schweigen.