"Light Cocoon": So sieht der Sportwagen der Zukunft aus

Leicht, schnell und dennoch stabil: Das soll die rasanten Flitzer von morgen ausmachen. Ein cooles Beispiel gefällig? Hier der "Light Cocoon" von EDAG, der Anfang März den Genfer Autosalon unsicher machen soll.

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EDAG Light Cocoon: Das Concept Car ist wie ein Pflanzenblatt mit zarter Verästelung aufgebaut Foto: EDAG

Es ist zur schönen Tradition geworden, dass Technik-Entwickler EDAG mit innovativen Ideen zum Genfer Automobilsalon reist. In diesem Jahr erscheint das Unternehmen aus Fulda mit wahrlich leichtem Gepäck auf der Messe (5. bis 15. März 2015): Gezeigt wird das Concept Car "Light Cocoon". Das Forschungsprojekt soll zeigen, wie kompakte Sportwagen in Zukunft aussehen und wie gewichtsarm - und dennoch stabil - solche Boliden gebaut sein könnten.

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Der Bezug besteht aus wasserabweisendem, besonders leichtem Stoff von Jack Wolfskin Foto: EDAG

Form aus dem Drucker

Die Grundlage der Karosserie bildet, ähnlich wie bei einem Pflanzenblatt, ein verästeltes Skelett. Ziel war es, die Karosserie nicht als geschlossene Fläche zu betrachten, sondern nur dort Material einzusetzen, wo es für Funktion, Sicherheit oder Stabilität gebraucht wird. Das Gerüst wurde nach dem neuartigen "generativen Fertigungsverfahren" mit einem so genannten 3D-Drucker hergestellt. Das ist ein Gerät, das Werkstücke aus einem flüssigen oder festen Stoff nach einer vorgegebenen Form dreidimensional aufbaut. Damit lassen sich auch komplizierte Formen und Profile in einem Stück produzieren. Das ist mit herkömmlichen Produktionsmaschinen nicht machbar.

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Mit Hilfe von organischen Leuchtdioden (OLED) konnte das Light Car Open Source beispielsweise andere Verkehrsteilnehmer warnen Foto: EDAG

Bezogen mit Stoff von Jack Wolfskin

Bespannt ist das Aluminium-Gerippe des "Light Cocoon" mit einem superleichten, dehnbaren Stoff, den der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin zugeliefert hat. "Texapore Softshell O2+" heißt das wetterbeständige Material. Es wiegt nur 154 Gramm pro Quadratmeter. Damit der Aufbau der Karosserie gut zu erkennen ist, wird das Exponat zudem mit LEDs hinterleuchtet.

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Die EDAG-Studie Genesis aus dem Jahr 2014 zeigte bereits eine ähnliche Skelett-Struktur Foto: EDAG

Light Car - Sharing

Das Thema Licht spielt öfter eine Rolle bei den EDAG-Messeexponaten. So gab es in den Jahren 2011 und 2012 Entwicklungsstufen eines "Light Car - Sharing" zu sehen, ein Elektroauto für Carshing-Projekte. Es konnte zum Beispiel mit LEDs nach außen signalisieren, ob es gerade reserviert ist oder gemietet werden kann. Diese Concept Cars und weitere interessante EDAG-Idee wie eine Schwenkdachlösung für Rolls-Royce zeigen wir in unserer Bildergalerie zum Durchklicken.

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