Cooles Debüt in Paris: Alpine Vision Gran Turismo

Die Wagen-Riege des Playstation-Games Gran Turismo erhält Verstärkung: Alpine stellt mit dem Vision Gran Turismo das virtuelle Konzept eines Rennwagens vor. So manches Detail könnte auch noch für reale Fahrer ein Thema werden.

Der Alpine Vision Gran Turismo_13 - Cover
Angetrieben wird das Modell von einem V8-Mittelmotor mit 450 PS sowie 580 Newtonmeter maximalem Drehmoment Foto: Alpine

Auf dem Festival Automobile International in Paris präsentiert die Renault-Tochter Alpine mit dem Alpine Vision Gran Turismo das Konzept eines Rennsportwagens. Die Designer haben die digitale Studie exklusiv für das PlayStation-Spiel Gran Turismo 6 entwickelt. Das 1:1-Modell hingegen soll einen Ausblick auf mögliche Designelemente für das für 2016 geplante Alpine-Serienfahrzeug geben.

Historie trifft Moderne

Das Concept Car basiert auf einem Kohlefaser-Monocoque und ist als leichtes, agiles sowie offenes Fahrzeug konzipiert. Versehen wurde die Basis mit einem modernen und effizienten Aerodynamikpaket, so Alpine. Gleichzeitig soll der Bolide mit der flachen, v-förmigen Fronthaube an den legendären Kult-Sportwagen Alpine 110 sowie mit kreuzförmigen LED-Lichtern an die beiden Sportprototypen A210 und A220 erinnern, mit denen die Marke in den 1960er-Jahren beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans antrat.

Der Alpine Vision Gran Turismo_5
Das Concept Car soll außerdem einen Ausblick auf mögliche Designelemente des neuen Alpine Serienmodells ab 2016 geben Foto: Sony/Gran Turismo

Spektakuläres Heck

Des Weiteren legten die Designer besonderes Augenmerk auf ein spektakuläres Heck. Der Grund? Es ist die häufigste Ansicht in Rennsimulationen wie Gran Turismo 6. So ist das hintere Fahrzeug geprägt von einem unten liegenden Flügel, der die Radhäuser miteinander verbindet. Langgestreckte Finnen zitieren zusätzlich das A210-Design, und die gesamte Gestaltung gewährt einen freien Blick auf die Radaufhängung samt doppelter Querlenker.

Langstrecken-Cockpit

Auch die Cockpit-Ansicht ist ein in Rennspielen häufig gewählter Blickwinkel. Durch eine Schmetterlings-Tür gelangt der Pilot ins offene Cockpit. Wie bei ähnlichen Langstrecken-Prototypen befindet sich dort ein nahezu rechteckiges Lenkrad mit digitalen Instrumenten. Da die meisten Rennstrecken, darunter auch Le Mans, im Uhrzeigersinn befahren werden, sitzt der Pilot auf der rechten Fahrzeugseite.

Der Alpine Vision Gran Turismo_14
Die Leistung soll für eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ausreichen Foto: Alpine

Technische Daten der Studie

Die Entwickler packten einen V8-Mittelmotor mit 4,5 Liter Hubraum in die verschachtelte Kohlefaser-Hülle. 450 PS sowie 580 Newtonmeter maximales Drehmoment leitet das Triebwerk über ein sequenzielles Siebengang-Getriebe an die Hinterräder weiter. Das soll für eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h genügen. Verzögert wird das nur 900 Kilogramm leichte Modell mit 390 Millimeter großen Scheibenbremsen vorne und 355 Millimeter hinten. Bei hohen Geschwindigkeiten kann der Pilot zudem eine hydraulische Luftbremse aktivieren.

Zukunftsperspektiven

Ob das jetzt in Paris vorgestellte 1:1-Modell des Alpine Vision Gran Turismo jemals in den realen Renneinsatz geht, ist nicht bekannt. Voraussichtlich wird es aber erst einmal bei einem Fahrzeug für den virtuellen Wettkampf bleiben.

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