Carbon-leicht und superschlau: Das kann der BMW 7er

Mit dem neuen 7er brennt BMW ein fast schon beängstigendes Technik-Feuerwerk ab. Leichtbau, Bedienung und Assistenten hat man so noch nicht gesehen. Alle Infos zum nahenden High-Tech-Overkill.

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So sieht er also aus, der neue BMW 7er. Die Fülle an Technik-Neuheiten ist nahezu unüberschaubar. Mercedes S-Klasse und Audi A8 werden es ab Oktober 2015 definitiv nivht leichter haben Foto: BMW
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Vorne wie hinten wirkt der neue 7er schneidiger und eleganter. Tonnen an Kameras sind Basis für eine ganze Reihe neuartiger Assistenzsysteme. Das Gewicht sinkt dank des Einsatzes von Carbon um 130 Kilo Foto: BMW
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Mit einer Länge von 5,10 Meter ist der 7er bei gleichem Radstand nur zwei Zentimeter länger als sein Vorgänger. Die Langversion (hier im Bild) legt bei Radstand und Länge 14 Zentimeter obendrauf Foto: BMW
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Die sogenannten "Air Breather" in den Seiten werden von Chromleisten weitergeführt. Sie verbessern die Aerodynamik des 7ers in Verbindung mit vielen weiteren Details wie einem glatten Unterboden um 15 Prozent Foto: BMW
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Zum Marktstart kommt der 7er mit einem 265-PS-Diesel, einem Sechszylinder-Benziner mit 326 PS sowie einem Achtzylinder-Benziner mit 450 PS. Brandneu ist ein Plug-in-Hybrid mit 326 PS Foto: BMW
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Auf den ersten Blick gar nicht so anders: Das Cockpit des 7ers erhält einen frei stehenden Infotainment-Bildschirm, die Bedienung wird um Touch- und Gestensteuerung erweitert Foto: BMW
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Der Fahrerlebnisschalter mit gleich fünf verschiedenen Fahrmodi ist Serie. Neu ist der Adaptive Mode, der die Abstimmung je nach Fahrstil und Streckenverlauf automatisch vornimmt Foto: BMW
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Auch die Instrumente des 7ers werden moderner. Der Drehzahlmesser kann für diverse andere Anzeigen wie eine Navikarte herhalten Foto: BMW
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Der 7er lässt sich nun auch per Berührung bedienen Foto: BMW
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Neu ist das "wischbare" Bedienfeld für die Temperaturregelung Foto: BMW
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Fast schon ein "Smartphone light": Mit dem neuartigen Schlüssel kann man den 7er unter anderem automatisch ein- und ausparken lassen Foto: BMW
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Der 7er wird als erstes Auto über eine Gestensteuerung verfügen. Vorerst beschränkt sich das Gestikulieren auf einige wenige Funktionen wie die Regelung der Lautstärke oder die Annahme von Anrufen Foto: BMW
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Das 7er-Gestühl kommt optional mit achtstufiger Massagefunktion. Ebenfalls gegen Aufpreis: eine Vier-Zonen-Klimaautomatik sowie eine induktive Ladestation fürs Smartphone Foto: BMW
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BMW ist ziemlich stolz auf sein neues Lichtdesign. Wer bei der Langversion die neue Option "Executive Lounge" ankreuzt, wird verwöhnt wie selten zuvor Foto: BMW
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Mit einem Sieben-Zoll-Tablet kann das Infotainment vom Fond aus geregelt werden. Auch zum Abspielen von Videos, als Spielekonsole oder Internetzugang taugt das herausnehmbare Pad Foto: BMW
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"Ambiente Lichtakzent" nennt sich diese B-Säulen-Säule, die in der Langversion für schmuckes Fond-Licht sorgt Foto: BMW
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Das blendfreie Laserlicht ist optional erhältlich. Laut BMW hat es eine Fernlichtreichweite von 600 Meter, doppelt soviel wie mit LED-Scheinwerfern Foto: BMW
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Die berühmte BMW-Niere kommt erstmals mit verstellbaren Stäben. Wird weniger Kühlluft gebraucht, bleibt die Niere geschlossen, um den Luftwiderstand zu senken Foto: BMW
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17- oder 18-Zoll-Räder sind je nach Modell Serie. Gegen Aufpreis schraubt BMW bis zu 21 Zoll große Rundlinge an den 7er Foto: BMW
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Alt und neu im direkten Vergleich: Der neue 7er (großes Bild) wirkt technischer und etwas Coupé-iger Foto: BMW
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Die Änderungen am Heck (unten sehen Sie den neuen 7er) sind eher evolutionär Foto: AutoNews
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Erstmals wird es für den neuen 7er ein M Sportpaket geben Foto: BMW
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Der M-Sport-7er kommt serienmäßig mit 19-Zöllern Foto: BMW
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Auch am Heck wirkt der 7er mit M-Paket deutlich bulliger. Wie es mit einer stärkeren M-Performance-Variante aussieht, ist noch nicht raus Foto: BMW
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Der 7er mit M-Sportpaket von vorne Foto: BMW
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Die Heckschürze mit Einfassungen in dunklem Chrom Foto: BMW
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Auch die "Air Breather" sind mit M-Paket wahlweise in hellem oder dunklem Chrom zu haben Foto: BMW
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Das M-Sportpaket-Interieur mit dezenten Motorsport-Hinweisen. Kleiner Tipp: Schauen Sie auf die Fußstütze Foto: BMW
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Der Fond im 7er mit M-Sportpaket Foto: BMW
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Der neue BMW 7er wird ab 24. Oktober 2015 beim Händler stehen. Die Preise beginnen bei 81.900 Euro für den 730d. Vorläufiges Topmodell ist der 750 Li xDrive ab 112.700 Euro Foto: BMW

Um all die superleichten, superschlauen und fürchterlich luxuriösen Neuheiten aufzuzählen, die BMW seinem neuen Flaggschiff mit auf den Weg gegeben hat, bräuchte es wohl eine eigene Homepage. Wir versuchen es auf etwas engerem Raum und bemitleiden jetzt schon all die BMW-Premium-Verkaufsberater, die der potenziellen Luxus-Kundschaft den neuen 7er in all seinem Technik-Umfang erläutern müssen.

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Auf den ersten Blick gar nicht so anders: Das Cockpit des 7ers erhält einen frei stehenden Infotainment-Bildschirm, die Bedienung wird um Touch- und Gestensteuerung erweitert Foto: BMW

Carbon-Diät bringt 130 Kilo

Die wohl wichtigste Errungenschaft beim neuen Über-BMW: Der Leibesfülle ging es mächtig an den Kragen. Um 130 Kilo, wenn man es genau nimmt, womit der 7er im Bestfall noch 1.725 Kilo auf die Waage bringt. Leichter ist in diesem Segment keiner und selbst die meisten 5er können hier nur verschämt auf ihre Fettpölsterchen blicken. Die Hauptschuld trägt das Carbon-Know-how, welches sich die Münchener Ingenieure bei i3 und i8 aneignen konnten. Durch einen kühnen Materialmix aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), hochfesten Stählen und Aluminium (BMW nennt das Carbon Core) speckt allein die Karosserie um 40 Kilo ab. Steifer ist sie natürlich trotzdem geworden. Zusätzlich bringen Feinschliff an Fahrwerk (die ungefederten Massen wurden um 15 Prozent reduziert) und Dämmung gewichtiges Einsparpotenzial

Fast schon autonom

Aber der neue 7er ist natürlich nicht nur leichter, sondern auch wesentlich klüger geworden. Fast schon beängstigend klug, wenn man ehrlich ist. Gut zu wissen: Eine Einparkhilfe hatte BMWs Großer schon 1991. 2015 parkt er ferngesteuert. Ein Druck auf den Autoschlüssel genügt und der 7er fährt in (Längs-) Lücken, die Ihnen früher beim Ein-/Ausstieg die letzte Würde geraubt hätten. Ansonsten hilft er seinem Piloten mit einer ganzen Armada an Kameras und Radarsensoren bei den üblichen Gefahren des Alltags. Fast schon autonom wird es mit dem neuen Lenk- und Spurführungsassistenten. Bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h beschleunigt, bremst und lenkt der 7er im Prinzip von alleine (die Hände müssen noch am Lenkrad sein und es sollte Fahrbahnmarkierungen geben). Auch beim Spurwechsel hilft das System , durch aktives Gegenlenken, einen möglichen Zusammenprall mit seitlich oder von hinten nahenden Verkehrsteilnehmern zu verhindern. Zu guter Letzt hält noch eine aktive Geschwindigkeitsregelung Einzug. Sprich: Künftig reicht ein einziger Knopfdruck und der 7er berücksichtigt das aktuelle Tempolimit. Freigeister können auch eine Überschreitung bis 15 km/h einstellen.

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Zum Marktstart kommt der 7er mit einem 265-PS-Diesel, einem Sechszylinder-Benziner mit 326 PS sowie einem Achtzylinder-Benziner mit 450 PS. Brandneu ist ein Plug-in-Hybrid mit 326 PS Foto: BMW

Mehr Komfort, mehr Sport

Weil BMW immer noch BMW ist (manche hatten das vor lauter Frontantrieb und Vans schon fast vergessen), darf der neue 7er auch fahrdynamisch aufsatteln. Eine größere Spreizung zwischen Komfort und Sportlichkeit ist laut BMW das Ziel. Darum federt das Dickschiff nun an beiden Achsen mit Luft, erhält serienmäßig adaptive Dämpfer sowie optional eine neue (Vierrad-) Lenkung mit variabler Zahnstangenübersetzung. Ziemlich exotisch klingen neue elektromechanische Stabilisatoren zur Reduzierung von Seitenneigung und eine vorausschauende Fahrwerksregleung, die sich ihre Daten aus dem persönlichen Fahrstil, dem Navigationssystem sowie der Stereokamera zusammenklamüsert. Wer das Fahrverhalten der Zukunft will, muss den Fahrerlebnisschalter auf den neuen "Adaptive Mode" drehen. Daneben gibt es die Modi "Eco Pro", "Comfort", "Comfort Plus" und "Sport".

Auch als Plug-in-Hybrid

Wir atmen ein bisschen durch und kommen zu den 7er-Motoren. Vorläufiges Topmodell ist der 750i, den es nur mit Allradantrieb gibt. Er trägt eine aufwendig zurechtoptimierte Version des 4,4-Liter-Biturbo-V8 unter der Haube, leistet aber wie bisher 450 PS und 650 Newtonmeter. Der Verbrauch soll um mehr als einen Liter auf 8,1 Liter sinken. Ganz frisch aus BMWs modularer Motorenfamilie stammt der 326 PS starke 3,0-Liter-Biturbo-Reihensechszylinder im 740i. Er soll mit 6,6 Liter im Schnitt auskommen. Vorerst einziger Diesel ist der 730d mit 265 PS und 620 Newtonmeter. Als Verbrauch geben die Münchener 4,5 Liter an. Ganz neu und etwas später kommt der Plug-in-Hybrid 740e. Hier sorgen ein Zweiliter-Turbobenziner sowie ein ins Getriebe integrierter Elektromotor für 326 PS Systemleistung. Die E-Reichweite wird mit 40 Kilometer angegeben. Die 2,1 Liter Normverbrauch kann man wahrscheinlich in der Pfeife rauchen, aber für den Flottenverbrauch sind sie Gold wert. Alle Motoren sind serienmäßig mit einer leicht optimierten Achtgang-Automatik ausgerüstet. Ob der neue 7er erstmals in einer M-Performance-Version kommt, wird seit längerem eifrig diskutiert, ist aber noch nicht raus.

7er kriegt Laserlicht

Äußerlich setzt BMWs Chef-Klasse ganz auf Kontinuität. Der neue 7er wirkt etwas straffer und eleganter, wächst bei gleichem Radstand um lediglich zwei Zentimeter auf nun 5,10 Meter. Die Langversion streckt sich auf 5,24 Meter. Einige Aero-Kniffe wie die neuen "Air Breather" an der Fahrzeugseite oder ein nahezu glatter Unterboden senken den Luftwiderstand um 15 Prozent. Schön abgespaced und erstmals im Segment: Optional fährt der 7er mit dem aus dem i8 bekannten Laserlicht vor. Es soll eine Fernlicht-Reichweite von 600 Metern bieten (doppelt so viel wie die serienmäßigen LED-Leuchten). Für Freunde der Haudrauf-Optik interessant: Erstmals gibt es den großen Gleiter mit M-Sportpaket. Auch das Interieur erlebt keine Revolution, also zumindest optisch nicht. Dafür wurde in Sachen Bedienung und Luxus-Schnickschnack ordentlich an der Dekadenz-Schraube gedreht.

Es darf gestikuliert werden

Das iDrive-Bediensystem wird nun nämlich um Touch-Funktion und Gestensteuerung erweitert. Das Gestikulieren beschränkt sich jedoch auf einige wenige Funktionen wie die Lautstärkeregelung der Audioanlage oder das Entgegennehmen von Anrufen. Die Klimaregelung wurde komplett auf "Touch" umgestellt und gegen Aufpreis gibt es ein 12,3 Zoll großes, digitales Instrumenten-Display. Apropos groß: Das Head-up-Display soll nun 75 Prozent mehr Scheibe anstrahlen als bisher. Besonders für Technik-Nerds, Smartphone-Süchtige oder Menschen, die ihren Herd lieben, schön: Der 7er lädt das Telefon jetzt auf Wunsch auch induktiv.

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Mit einer Länge von 5,10 Meter ist der 7er bei gleichem Radstand nur zwei Zentimeter länger als sein Vorgänger. Die Langversion (hier im Bild) legt bei Radstand und Länge 14 Zentimeter obendrauf Foto: BMW

Fond wird zum Luxushotel

Wer einen 7er mit langem Radstand ordert, kann den Limousinen-Fond in Zukunft zu einem wahren Mekka der Angenehmheit aufrüsten. "Executive Lounge" heißt der Zauberbegriff. Darin enthalten: Neigungsverstellbare Fondsitze, die nicht nur massieren und belüften, sondern auch ein "Vitality Programm" bieten. Das heißt: Der 7er-Sitz trainiert sie jetzt. Die Anleitung zum Training erscheint auf den Fond-Bildschirmen. Schampus schlürfen und Aerobik. Gleichzeitig. Genial. Nach der Leibesübung ein wenig Unterhaltung? Geht auch, dank des integrierten Sieben-Zoll-Tablets. Es steuert Infotainment und Klima, kann aber auch Filme abspielen, als Spielekonsole herhalten oder im Web surfen. Und weil im besten Licht alles gleich viel schöner aussieht, hat BMW bei der Ambientebeleuchtung ebenfalls auf die Pauke gehauen. Gefühlt hat der 7er mehr Lichtleisten als die Münchener Allianz Arena. Neu ist zudem ein Panorama-Glasdach mit seitlichen LED-Modulen, das bei Dunkelheit wie ein Sternenhimmel strahlt.

Ab 81.900 Euro

All das - und ja, es ist eine ganze Menge - passiert ab 24. Oktober 2015. Dann hat der 7er nämlich Markteinführung. Seine Publikumspremiere hat das bayerische Technikwunder auf der Frankfurter IAA im Septmeber 2015. Mercedes und Audi werden ganz genau hinschauen.

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