Cabrio: Darauf sollte man als Fahrer achten

Die meisten Cabrios sind längst alltagstauglich und kommen oftmals das ganze Jahr über zum Einsatz, doch jetzt haben sie Hochsaison. Damit die Saison auch wirklich ein Genuss bleibt, sollte man Folgendes beachten.

Fahren im Cabrio - Cover
Cabrio-Fahrten machen Spaß, vor allem, wenn man ein paar Dinge beachtet Foto: Fuse/Thinkstock

Risiken beim Abstellen

Ein Cabrio darf auch offen geparkt werden, ohne dass man Ärger mit der Versicherung zu befürchten hat. Doch das gilt nur für kurze Zeit und wenn das Diebstahlrisiko gering ist. Also etwa tagsüber an einer belebten Straße. Denn anderenfalls riskiere der Versicherungsnehmer einen Abzug bei der Entschädigungsleistung, wenn das Radio oder gar das ganze Cabrio gestohlen wird.

Der Versicherungsexperte Hasso Suliak versichert: Bei der Versicherung sollte man es laut Suliak nicht bei der Haftpflicht bewenden lassen. "Wir empfehlen den Abschluss einer Teilkaskoversicherung oder einer Vollkaskoversicherung." Die Teilkasko ersetze beispielsweise den Schaden, wenn das Cabrio gestohlen oder angezündet wird. Aber auch Schäden durch Einbruchdiebstahl seien gedeckt, sagt Suliak.

Schmutz im Innenraum

Ein weitere Punkt, der bei einem Cabrio zu beachten ist: Die Sportflitzer verschmutzen bei offener Fahrt im Innenraum schnell. Daher sollte man Polster und Leder besonders gut pflegen. "Auch wenn Leder als robust gilt, benötigt es regelmäßig Zuwendung", erklärt der Autoexperte Markus Herrmann. Eine gründliche Reinigung vor und nach der Frischluftsaison hält das Leder geschmeidig. Dafür kann man Seifenlauge und eine Bürste verwenden. "Die Lauge aber nicht einziehen lassen, sondern das Leder nur kurz benetzen, bürsten und anschließend abwischen", rät Herrmann. Nach dem Trocknen schützt eine spezielle Lederpflege die Oberfläche.

Je nach Typ oder Alter des Fahrzeugs, besteht das Dach aus Vinyl oder Textil. "Vinyldächer sind weniger pflegeintensiv und werden am besten mit einem Kunststoffpflegemittel eingesprüht", sagt Herrmann. Er empfiehlt die Arbeit im Schatten und das Auftragen des Reinigers im gespannten Zustand in kleinen Flächen. Dann bürstet man ihn ab und spült mit viel Wasser. "Damit das Mittel nicht am Lack festtrocknen kann, rate ich zu einer anschließenden Fahrt durch die Waschanlage", sagt Herrmann. Textildächer müssen danach vollständig trocknen, bevor sie imprägniert werden.

Fahren im Cabrio
Cabrio-Fahren hat jetzt wieder Hochsaison Foto: Purestock/Thinkstock

Verspannungen vermeiden

Ganz ungefährlich ist die Frischluft im Auto nicht, denn es drohen Verspannungen. Physiotherapeut Reinhold Soyka empfiehlt die Cabriofahrt mit geschlossenen Seitenscheiben und aufgestelltem Windschott. Dadurch werden Verwirbelungen im Innenraum reduziert. "Cabriofahrer sollten darauf achten, dass sie sich nicht mit verschwitztem Hals dem kühlem Wind aussetzen", sagt er. Denn dann könne es zu starken Hals- und Nackenmuskelverspannungen kommen. Klagen Cabriofahrer nach der ersten offenen Ausfahrt über ein Zwicken im Nacken, rät Soyka zu Hausmitteln: "Bei Nackenverspannung hilft zuerst Wärme. Eine längere heiße Dusche und danach das Tragen eines Schals lindern oft die Schmerzen." Wenn die nach ein paar Tagen nicht nachlassen, sollte ein Arzt oder Physiotherapeut aufgesucht werden.

Schutz vor Witterung

Wer im Herbst und Winter das Cabrio vor Regen, Blättern oder Schnee schützen will, lässt es am besten in der Garage. Zudem lässt sich mit einem Saisonkennzeichen nicht nur das Ab- und Anmelden bei der Zulassungsstelle sparen, sondern auch Kfz-Steuer und Versicherung, denn die berechnen sich nach den Zulassungsmonaten.

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