Studie Budd-e: Dieser VW-Bulli fährt rein elektrisch

Der Budd-e wird von zwei Elektromotoren angetrieben. Aufgeladen in weniger als einer halben Stunde soll es der überarbeitete Bulli von VW auf 180 km/h bringen. Online ist er bestens vernetzt. Fragt sich nur: Wann geht dieser Wagen in Serie?

Budd-e von VW - Cover
Beim Design lehnt sich der Budd-e beim legendären Kleintransporter an Foto: Volkswagen

Er sieht cool aus, ist vernetzt, lässt sich mit Gesten steuern und fährt mit Strom: Mit der Studie Budd-e stimmt VW die Kunden auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas auf die nächste Generation von Elektrofahrzeugen ein. Die 4,60 Meter lange Neuinterpretation des legendären Kleintransporters nutzt dem Unternehmen zufolge als erste Studie den sogenannten Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) mit einem 92,4 kWh großen Akku für mehr als 500 Kilometer Reichweite. Ein Schnellladesystem soll Boxenstopps unter einer halben Stunde möglich machen.

Antrieb und Ausstattung

Angetrieben wird die Bulli-Studie von zwei Elektromotoren mit 100 kW/136 PS an der Vorder- und 125 kW/170 PS an der Hinterachse. Zugleich bekommt der bis zu 180 km/h schnelle Viersitzer ein neues Bedien- und Infotainment-System. So gibt es im Cockpit kaum mehr Knöpfe, und die meisten Funktionen können mit neuartigen Touchfeldern oder mit Gesten aktiviert werden. Selbst im Lenkrad sind dafür berührungsempfindliche Flächen untergebracht, die Türen öffnet man mit einer angedeuteten Bewegung im freien Raum.

Smart Car

Die Anzeigen erfolgen über ein weiterentwickeltes digitales Kombiinstrument, und für die Unterhaltung bei Zwischenstopps prangt in der Seitenwand gegenüber der großen Schiebetüre des variablen Viersitzers ein 34 Zoll großer Bildschirm. Dank einer schnellen Online-Verbindung sei der Budd-e auch unterwegs vernetzt. So kann der Fahrer vom Steuer aus theoretisch Funktionen in seinem Smart Home aktivieren, zum Beispiel in den Kühlschrank schauen oder die Haustür öffnen. Selbst an den Regenschirm kann einen Budd-e erinnern.

Marktstart

Ob, wann und wie der Budd-e in Serie geht, haben die Niedersachsen bei der Messepremiere zwar offengelassen. Doch viele Komponenten vom MEB bis zur erweiterten Gestensteuerung oder der Vernetzung mit dem sogenannten Internet der Dinge befinden sich dem Unternehmen zufolge bereits in der Entwicklung und sollen noch im Lauf des Jahrzehnts umgesetzt werden.