Bonsai Sportler: Nissan Juke Nismo RS im Test

Unauffällige Autos sehen garantiert anders aus. Der Nissan
Juke Nismo RS wirkt aber nicht nur optisch scharf, er ist es tatsächlich.

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Die 218 PS treiben den RS in 7 Sekunden auf 100 km/h. Foto: Weekend/WernerChristl
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Bonsai Sportler: Nissan Juke Nismo RS im Test Foto: weekend/Werner Christl
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Nissans Giftzwerg: Rote Bremssättel, 18-Zoll-Felgen, Heckspoiler und eine gehörige Portion Fahrspaß. 
Bonsai Sportler: Nissan Juke Nismo RS im Test
Foto: weekend/Werner Christl
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Bonsai Sportler: Nissan Juke Nismo RS im Test Foto: Weekend/WernerChristl
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Bonsai Sportler mit riesigem Heckspoiler. Foto: Weekend/WernerChristl

Die roten Seitenspiegel am pechschwarzen Juke wurden nicht etwa montiert, weil sie sich bei beherzten Test­fahrten verlustierten und die schwarzen Seitenspiegel im Handel gerade nicht erhältlich waren. Nein, die sind ­gewollt. Der Nismo sieht ja schon in der „Normalover­sion“ anders aus als eben andere kleine SUVs. Als RS mit roten Bremssätteln, diversen Applikationen und den Sportfelgen wird er jedenfalls von Passanten auf jedem Parkplatz genauer beäugt. Unauffällige Autos sehen eben anders aus.

Böse.

Nun ist es so, dass ­derart dickes Auftragen in puncto Design leicht in Richtung Peinlichkeit kippt, wenn unter der Haube ein 50-PS- Motörchen werkelt. Glück­licherweise schlummern da beim besagten RS 218 Pferde! Das Aggregat, ein 1,6-Liter-DIG-T-Benzinmotor mit Turbolader, ist ein dreh­freudiges Kerlchen, das ganz schön viel Fahrspaß verursacht. Auch das Drehmoment von 280 Newtonmetern fühlt sich gut an. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Kleine in sieben Sekunden. Im Test lagen die Verbrauchswerte bei niedrigen Temperaturen und etwas nervösem Gasfuß im Bereich von 9 – 9,5 Liter. Offiziell gibt Nissan 7,4 Liter Gesamtverbrauch an.

Fahrweise.

Der Nissan Juke Nismo RS ist garantiert keine Sänfte. Das Fahrwerk lässt eine gewisse sportliche Härte spüren. Überhaupt ist der Bonsai-Renner kein Weichspüler. Eine leichte Unruhe ist beim beherzten Kurvenritt immer mit dabei. Wobei sich der Drang des „Fronttrieblers“ über die Vorder­räder zu schieben in Grenzen hält, da ein mechanisches Sperrdifferential im Einsatz ist. Auch im Cockpit wird gleich klar, dass der Juke kein Langeweiler ist. Die rotschwarzen Recaro-Sitze sehen nicht nur gut aus, sondern ­geben auch guten Seitenhalt. Auch das Lenkrad mit Lederüberzug macht eine gute ­Figur. Dazu eine knackige Schaltung, sowie der „Sportknopf“. Dieser verändert beim Drücken das Ansprechverhalten des Gaspedals, und die Lenkung wird direkter.

Fazit.

Wer ein doch etwas ­auffälliges Auto sucht, das enorm viel Fahrspaß bietet und auf rassige Sprints steht, ist mit dem japanischen Bonsai-Ferrari gut bedient. Automobiler Einheitsbrei sieht ­jedenfalls anders aus! Preislich liegt der flotte Flitzer bei EUR 30.863,–.

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