BMW Vision Luxury Concept: Ein anregender Ausblick auf den 9er

Mächtig groß, mächtig luxuriös: Mit dem Vision Future Luxury zeigt BMW auf der Automesse in Peking nicht nur coole Technik, sondern auch, wie ein Luxus-Liner über dem 7er aussehen könnte.

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Fondgäste können einen ausklappbaren Tisch und einen Tablet-PC nutzen Foto: BMW

Interessant ist vor allem das futuristisch gestylte Cockpit des Concept Cars. Es bleibt zu hoffen, dass der kommende 7er viele Elemente davon übernimmt. Der "fahrerorientierte" Stil ist ja bei den BMW-Fans seit jeher beliebt und wird nach einer bedauerlichen Aus-Zeit seit einigen Jahren zum Glück wieder gepflegt.

Head-up-Display erweitert die Wahrnehmung

Der Fahrer des Concept Cars blickt auf große Displays hinter dem Lenkrad. Links werden Informationen zum Fahrzeug verraten, in der Mitte gibt es ein programmierbares Instrument mit Tacho, Drehzahlmesser und weiteren Infos, rechts gibt's die Anzeige vom Infotainment-System. Die wichtigste Anzeige soll ein neuartiges Head-up-Display sein. Es projiziert Informationen wie Verkehrszeichen direkt vor den Fahrer auf die Straße und soll damit die Wahrnehmung erweitern. Zudem können beispielsweise Gebäude oder aber Gefahrenstellen direkt am Objekt hervorgehoben werden. Sinn des Ganzen ist, es Assistenzfunktionen wie die Speed-Limit-Info noch besser zu unterstützen. So gibt es später auch einen Ampel-Assistenten, der in Echtzeit sekundengenau die aktuellen Ampelphasen anzeigt. Dass man in seinem BMW dann per Knopfdruck die Ampel auf "Grün" schalten kann, wird allerdings weiterhin ein Stammtischwitz bleiben.

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Schmale Scheinwerfer und Riesen-Nieren lassen den kommenden 9er aggressiv erscheinen Foto: BMW

Displays für Fahrer und Fondgäste

Der Beifahrer bekommt einen eigenes Display, an dem er beispielsweise über den BMW ConnectedDrive Dienst "Concierge Service" Opernkarten bestellt und sich das Angebot ohne Ablenkung für den Fahrer anzeigen lassen kann. Gesteuert wird der Vorgang über die Touch-Oberfläche des iDrive-Controllers. Selbst die Fondgäste müssen nicht auf Internet und Entertainment verzichten. Hier sind zwei Displays und ein herausnehmbarer Tablet-PC zu finden. Da alle Displays miteinander vernetzt sind, können sich die Mitfahrer auch die verbleibende Reisedauer und die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen lassen. Natürlich lassen sich auch internetbasiertes Video- und Musikstreaming sowie Online-Spiele nutzen.

Holz und weiches Leder

Der große Luxus-BMW soll Reisen im feinsten Rahmen ermöglichen. Dafür gibt es nicht nur vier bequeme Einzelsitze mit tiefer Schale, sondern auch versenkbare Tische im Fond. Zur Veredelung des Innenraums werden große Holzflächen mit eingefrästen Lichtlamellen und weiches Anilinleder eingesetzt, ein hochfloriger Teppich aus reiner Seide bettet die Füße.

Laserlicht und OLEDs

Das äußere Erscheinungsbild der Nobel-Studie ist nicht minder faszinierend. Wenn das kommende Spitzenmodell der Münchner so realisiert wird, wäre das erfreulich. Durch seinen langen Radstand und kurze Überhänge wirkt die vergleichsweise flache Limousine dynamisch. Auffällig sind schmale Scheinwerfer und ebenso schmale Heckleuchten. Bei beiden wird das Licht innovativ erzeugt, so arbeiten die Frontscheinwerfer mit Lasertechnik. Durch die Bündelung paralleler Lichtstrahlen soll die Lichtintensität zehn Mal höher sein als bei einer Leuchtdiode. Am Hinterteil kommen erstmals bei einem BMW organische Leuchtdioden (OLEDs) zum Einsatz. OLEDs sind nicht nur extrem flach und sogar biegsam, sie leuchten zudem über ihre gesamte Fläche sehr gleichmäßig.

Leichtbau und Aerodynamik

Die BMW-Studie wurde bei der Entwicklung konsequent auf Leichtbau und geringen Spritdurst getrimmt. So werden nicht Alu und Carbon reichhaltig zur Gewichtsreduktion eingesetzt, auch die Aerodynamik spielt eine tragende Rolle. Die coupéartige Dachlinie mit abfallendem Heckdeckel soll den Luftwiderstand deutlich senken, darüber werden hinaus Luftauslässe in die vorderen und hinteren Radhäuser geschnitten. Auf ein Serienmodell, dass vermutlich die Baureihenbezeichnung "9er" erhält, dürfen wir also gespannt bleiben. Wir rechnen jedoch nicht, damit, dass die kommende Limousine wie das Concept Car gegenläufig öffnende Türen haben wird. Der 9er könnte schon im Jahr 2015, kurz nach dem neuen 7er, die BMW-Palette nach oben ergänzen.

Die Geschichte von BMW:

www.bmw.at

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