BMW auf Elektro-Kurs: 3er-Prototyp mit Plug-in-Hybrid!

Nach dem Marktstart von i3 und i8 bereitet BMW die Einführung von Plug-in-Hybrid-Systemen in anderen wichtigen Modellen vor. Jetzt wurde ein Prototyp gezeigt, in dem Technologie aus den i-Fahrzeugen zum Einsatz kommt.

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Auf der IAA 2013 wurde bereits das BMW X5 eDrive Concept mit Plug-in-Hybrid vorgestellt. Ein Datum zur Markteinführung gibt es bislang noch nicht Foto: BMW

Nach dem erfolgreichen Marktstart von i3 und i8 bereitet sich BMW auf die Einführung von Plug-in-Hybrid-Systemen in anderen wichtigen Modellen vor. Bisher gibt es 3er, 5er und 7er nur mit der Bezeichnung "ActiveHybrid", hinter der sich ein Hybrid-Antrieb ohne externe Lademöglichkeit verbirgt.

Von der IAA 2013 bis heute

Bereits auf der IAA 2013 stellte der Autobauer das X5 eDrive Concept vor. Und auch für den damals als Konzeptfahrzeug gezeigten 2er Active Tourer kursierten Gerüchte über einen extern aufladbaren Stromtank. Während sich die Mutmaßungen um den 2er nicht bestätigt haben, wurde das Plug-in-SUV Ende 2014 erneut auf der Los Angeles Auto Show präsentiert. Jetzt zeigte BMW einen weiteren Prototypen, in dem Technologie aus den i-Fahrzeugen zum Einsatz kommt.

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Den 7er gibt es bislang nur als "ActiveHybrid". Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein Hybrid-Antrieb ohne externe Lademöglichkeit Foto: BMW

Ein 3er mit i3- und i8-Genen

Der Prototyp auf 3er-Basis verfügt sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch über einen E-Motor mit Lithium-Ionen-Akku, der an der Steckdose geladen werden kann. Der Vierzylinder-Verbrenner basiert auf dem Zweiliter-Twinturbo-Aggregat, das auch im 320i (184 PS) oder im 328i (245 PS) verbaut wird. Der Elektromotor sowie die Leistungselektronik sind unmittelbar aus den i-Modellen abgeleitet. Die Konzeption des Akkus, das Batteriemanagementsystem und die Direktkühlung stammen ebenfalls von i3 und i8 ab.

Entwickelt und produziert in Dingolfing

Damit sich die Antriebstechnologie jetzt möglichst schnell und kostengünstig auf alle Modelle ausbreiten kann, wird nach einem Baukastenprinzip entwickelt und produziert. Die Entwicklung der wichtigsten E-Antriebskomponenten findet in Dingolfing statt, wo ab 2015 auch produziert werden soll. Auf ein und derselben Produktionslinie werden dann nicht nur Batteriemodule für den i8, sondern für alle kommenden Plug-in-Modelle gefertigt.

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Der BMW i3 wird optional mit Verbrennungsmotor angeboten. So wird aus dem Elektromobil ein Plug-in-Hybridauto Foto: BMW

Elektrische Fahranteile steigern

Genaue Zahlen zu Reichweite, Leistung oder Ladedauer nennt BMW bislang noch nicht. Mit den entwickelten Antriebskomponenten sollen aber Systemleistungen von über 500 Kilowatt, eine Akku-Speicherkapazität von 20 Kilowattstunden und eine rein elektrische Reichweite von über 100 Kilometer möglich sein. Damit zielen die Plug-in-Systeme darauf ab, die elektrischen Fahranteile zu steigern und den Alltagsverkehr nahezu vollständig emissionsfrei zu bewältigen.

Reine Elektromobilität und Wasserstoff

"Parallel dazu arbeitet BMW am Ausbau der reinen Elektromobilität ohne Verbrennungsmotor. Außerdem bleibt Wasserstoff ein wichtiges Thema in der Antriebsentwicklung - vor allem im Zusammenspiel mit seiner regenerativen Erzeugung", erklärte Entwicklungsvorstand Herbert Diess ergänzend.

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