Autotest: Kia Sportage T-GDI GT-Line - Das Tiger-SUV

Erwachsen. Geschärfte Tigernase, größer, bulliger und mehr Platz. Zu meckern gibt
es kaum etwas. Vor allem wurde auch die Verarbeitung weiter verbessert

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Komfortables Fahrwerk, gute Ausstattung, freches Design. Allerdings hat der Benziner einen etwas ­hohen Verbrauch. Foto: Werner Christl/Weekend
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Der Sportage fährt an der Stoßstange des neuen VW Tiguan. Das Korea-SUV wirkt nun reifer und erwachsener. Foto: Werner Christl/Weekend
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Inklusive Sitzkühlung! Foto: Werner Christl/Weekend
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Schon der Vorgänger hat optisch einigermaßen dick aufgetragen – und das haben die Koreaner auch mit dem neuen Sportage glücklicherweise fortgeführt. Das kompakte SUV ist kein braver Abklatsch der deutschen SUVs, sondern kommt ganz schön eigenständig daher. Nicht nur die eiswürfelartigen Nebelscheinwerfer bei der getesteten GT-Line, auch die hoch stehenden Scheinwerfer und die schmalen Seitenfenster verleihen dem SUV einen wuchtig-sportlichen Touch. Natürlich polarisiert ein Design abseits des automobilen Einheitsbreies, aber darin genau liegt auch der Reiz des neuen Sportage. Im Innenraum haben die Koreaner überhaupt einen Sprungnach vorne gemacht. Hier treffen ein geschäumtes Armaturenbrett, Ledersitze mit Ziernähten und Klavierlackoptik aufeinander. So werden auch die schärfsten Kritiker kaum meckern können. Viel wichtiger ist aber: Wie fährt sich der Sportage?

Fahren. Das Fahrwerk ist ganz klar auf Komfort ausgelegt und schluckt brav Fahrbahnunebenheiten. Zwar wird sich das SUV sicher nicht als Kurvenräuber etablieren, aber insgesamt lässt sich der Sportage doch sehr wendig fahren. Übrigens: Die Verwindungssteifigkeit wurde um ganze 39 Prozent verbessert! Der Motor, ein 1,6-T-GDI-Benziner mit 177 PS, passt gut zum Auto. Der 4-Zylinder schafft den Sprint auf 100 Sachen in 9,1 Se­kunden. Dabei schaltet das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schnell, und vor allem im Sportmodus reagiert das Gaspedal relativ flott. Allerdings gibt es Abzüge für den Verbrauch. 7,5 Liter werden vom Werk angegeben. Im Test lagen wir immer zwischen 9 und 9,5 Litern. Das ist trotz Allradantrieb nicht unbedingt ein Spitzenwert. Dementsprechend sollten die Sportage-Fahrer vielleicht doch den Diesel ins Auge ­fassen. Der 2,0 CRDI ISG kommt mit 4,8 Litern über die Runden. Ein 1,7 CRDI ISG mit 4,6 Litern. Beide allerdings ohne Allradantrieb! Wobei der Benziner den Vorteil hat, ein ruhiger Zeit­genosse zu sein.

Features. Das Testauto war netterweise mit einem ­Panorama-Glasschiebedach bestückt, das ein wenig ­Cabrio-Feeling aufkommen lässt. Auch bei den Sicherheitssystemen wird nicht ­gepatzt: Autonomer Notbremsassistent, Spurhalte- und Notbremsassistent, sowie Verkehrszeichenerkennung, Blind Spot Detection oder Smart Parking in Verbindung mit Querverkehrswarner kann der Sportage- Fahrer ordern. Sitzkühlung, Lenkradheizung, elektronische Handbremse und an­dere Nettigkeiten kommen dazu. Gewachsen. In der Länge ist unser Testauto – verglichen mit dem Vorgänger – um vier Zentimeter auf fast 4,5 Meter gewachsen. Daraus resultieren ein Mehr an Platz für die Passagiere, und auch das Gepäcksvolumen wächst um 20 Liter auf 503 Liter.

Zum Vergleich: Der neue gleichlange Tiguan schafft 600 Liter. Aber nicht, dass der falsche Eindruck entsteht. Der Sportage ist eine Kampfansage in Richtung Tiguan. Ein ausgereiftes, sehr europäisch wirkendes Auto mit sehr guter Ausstattung. Die Koreaner haben mit dem neuen Modell wieder einen Schritt nach vorne getan. Zu haben ist der Sportage ab EUR 23.990,–. Die getestete GT-Line ist ab EUR 42.990,– zu haben. 

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