Autotest: Gallischer Golf - Renault Mégane dCi 110 BOSE

Kompakt. Der Neue in der Golfklasse, legt der Konkurrenz einiges vor. Nicht nur optisch
hat der Franzose etwas zu bieten. Hier die Vor- und Nachteile des Galliers.

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Renault Mégane dCi 110 BOSE Foto: Werner Christl
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Je nach Fahrmodus  - verändern sich die Armaturen. Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Renault Mégane dCi 110 BOSE Foto: Werner Christl
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Renault Mégane dCi 110 BOSE Foto: Werner Christl
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Renault Mégane dCi 110 BOSE Foto: Werner Christl
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Renault Mégane dCi 110 BOSE Foto: Hersteller
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Riesiger Bildschirm - alle wichtigen Funktionen werden über den Screen gesteuert! Foto: Hersteller
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Riesiger Bildschirm - alle wichtigen Funktionen werden über den Screen gesteuert! Foto: Werner Christl
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BOSE-Sound inkludiert... Foto: Werner Christl

Sobald ein kompaktes Auto in Österreich auf den Markt kommt, wird es automatisch mit dem VW Golf verglichen. Und Letzterer ist tatsächlich eine Benchmark, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbeißt. So gesehen hat der Mégane ein definitiv starkes Gebiss, denn der Franzose wird sich wohl ein starkes Stück in der Kompaktklasse abbeißen. Schon rein optisch hat sich der neue Mégane ziemlich verändert. Er wirkt ein großes Stück breiter, bulliger und moderner. Vor allem das Heck ist durch die neue Lichtsignatur aggressiver gestaltet.

Auffälligkeiten. Was im Espace schon ins Auge gestochen hat, wird im Mégane weiter geführt. Ein aufrecht gestelltes 8,7-Zoll-Display beherrscht den Innenraum. Dieses ist bei starker Sonneneinstrahlung etwas schlecht ablesbar , aber über einen Menüpunkt lässt sich der Hintergrund von schwarz auf weiß stellen. Die Menüführung ist eigentlich selbsterklärend und einfach zu begreifen. Ein wichtiger Vorteil des großen Displays ist sicher die damit verbundene Übergröße des Naviscreens. Wirklich spannend sind die einzustellenden fünf Fahrmodi. Grundsätzlich nichts Neues am Markt, aber neben den üblichen Verdächtigen wie „Comfort“, „Neutral“, „Sport“ und „Eco“ gibt es noch „Perso“, das für „personalisiert“ steht. Bei Letzterem kann der Fahrer nicht nur Ansprechverhalten von Gaspedal oder Lenkung den individuellen Bedürfnissen anpassen, sondern auch die AmbienteBeleuchtung im Cockpit verändern. Wer möchte, kann sogar die Sitz-Massagefunktion im „Perso-Modus“ verankern. Massagesystem? Ja, solche Dinge finden sich eher, wenn überhaupt, eine Klasse höher.

Das Fahren. Auch am Fahrwerk gibt es nichts zu nörgeln. Der Franzose liegt satt und leicht sportlich auf der Straße, ohne Härte aufkommen zu lassen. Den Mégane gibt es übrigens auch mit 4Control-Allradlenkung. Der Motor, ein 110-PS-Dieselaggregat, passt gut zum Kompakten. Zudem schaltet das Doppelkupplungsgetriebe butterweich und extrem schnell. Beschleunigt wird in braven 12,3 Sekunden auf 100 km/h. Beim Verbrauch gibt Renault 3,7 Liter an. Im Weekend-Test waren es 5,5 Liter. Der neue Mégane ist ganz sicher ein ernst- zunehmender „Golfjäger“, der ohne wirklich nennenswerte Schwächen vorfährt. Preislich beginnt die Fahrt im gallischen Golf schon ab EUR 16.990,– (Life TCe 110). Das Testfahrzeug mit Lederlenkrad, Einparkhilfe, Bose-Surround-System, Voll-LED-Scheinwerfer, Head-up-Display und einige andere ­Nettigkeiten kommt auf EUR 29.989,–.n

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