Autoshow in Detroit: Die gelungensten Sportwagen

Wer sagt denn, dass Sportwagen immer flach und eng sein müssen? Auf der Motorshow in Detroit beweisen die Aussteller das Gegenteil und zeigen sportliche Spezialisten in allen Klassen - sogar Lastwagen werden dort zu Leistungsträgern.

Der 600 PS starke Ford GT spielt mit den Muskeln
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Die Automobilindustrie probt den modernen Zehnkampf auf der Überholspur. Nirgends sieht man das so deutlich wie derzeit auf der Motorshow in Detroit (bis 25. Jänner), wo sich die Bogen der Leistungsträger vom Kleinwagen bis zum Pick-up-Truck spannt. Fast wie in der Leichtathletik bietet die PS-Branche damit für jede Disziplin den richtigen Sportwagen.

Kleiner Mini ganz groß

Schon die ganz Kleinen machen in Detroit auf großen Max. Nicht umsonst hat BMW-Tochter Mini ausgerechnet die US-Messe für die Premiere des neuen John-Cooper-Works-Modells ausgewählt. Dessen 2,0-Liter-Motor leistet jetzt laut Hersteller 170 kW/231 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 246 km/h.

Der neue Mini John Cooper Works leistet 231 PS
Der neue Mini John Cooper Works leistet 231 PS Foto: APA (dpa)

Starke Boliden

Dass auch große und schwere Autos sportlich sein können, wird zum Beispiel an den Messeständen von Mercedes oder Ford deutlich: Der Stuttgarter Hersteller zeigt das neue GLE Coupé auch als AMG-Modell mit bis zu 430 kW/585 PS und feiert den Herausforderer des BMW X6 als "dynamischstes SUV in der Mercedes-Palette". Und bei Ford preschte bei der Premiere der neue F-150 Raptor mit quietschenden Reifen auf die Bühne.

Der schrägste Sportwagen der Autoshow

Als Kreuzung aus Lastesel und Rennwagen ist dieser Pick-up der wahrscheinlich schrägste Sportler auf der Autoshow - und in Amerika traditionell ein Bestseller. Doch er steht auch für eine vorsichtige Trendwende: War der Vorgänger noch mit einem 302 kW/411 PS starken V8-Motor von 6,2 Litern Hubraum bestückt, fährt der neue F-150 Raptor mit einem 3,5 Liter großen V6-Turbo vor, erklärt Entwicklungsvorstand Raj Nair. "Und er bringt trotzdem deutlich mehr Leistung." Ob es allerdings tatsächlich mehr als 368 kW/500 PS sind, wie man auf der Messe munkelt, das wollte der Chef-Techniker nicht bestätigen.

Fords neuer F-150 Raptor
Fords neuer F-150 Raptor Foto: APA (dpa)

Power-Limousinen

Im Vergleich zu dem Pick-up-Giganten von Ford wirken Autos wie der neue Cadillac CTS-V oder der Lexus GS F fast schon zierlich - obwohl sie auch nicht ohne sind. Als Power-Limousinen mit V8-Motor und 477 kW/649 PS bei Cadillac oder 348 kW/473 PS bei Lexus tragen sie über ihren Muskelpaketen einen schicken Designer-Anzug und lassen sich die Kraft bestenfalls an großen Kühlergrills und der weit ausgestellten Karosserie ansehen. Vergleichsweise dezent gibt sich auch der überarbeite BMW M6 mit seinen 412 kW/560 PS.

Kompakt und oben offen: der Alfa Romeo 4C Spider
Kompakt und oben offen: der Alfa Romeo 4C Spider Foto: APA (dpa)

Sportwagen - immer wieder anders

Im Segment der Sportwagen gibt es jedoch zum Teil gravierende Unterschiede: So gibt sich der neue Alfa Romeo 4C Spider, ein Leichtgewicht mit abnehmbarem Dachteil und 176 kW/240 PS starkem Vierzylinder im Heck, sehr puristisch. Der Ford GT dagegen macht mit mehr als 441 kW/600 PS Motorleistung, dem Design eines Kampfjets und Auspuffrohren mit dem Durchmesser eines Frühstückstellers auf brachialen Bösewicht. Ein Hybrid-Bolide ist Hondas neuer NSX: Bei dem Coupé geben ein V6-Biturbo-Triebwerk und drei Elektromotoren gemeinsam über 404 kW/550 PS frei.

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