Genfer Autosalon: Sportwagen auf Comeback-Kurs

Der Genfer Autosalon steht erwartungsgemäß ganz im Zeichen innovativer Technologien und E-Mobilität. Für die wahren Highlights sorgen allerdings die Sportwagen. Vor allem in diesem Jahr ziehen die Hersteller diesbezüglich alle Register.

Aston Martin DB11 - Cover
James Bond lässt grüßen: Der Aston Martin DB11 Foto: APA (dpa)
124 Spider - Cover
Der 124 Spider wird 50 Foto: APA (dpa)
Bugatti Chiron - Cover
Futuristisch: Der Bugatti Chiron bringt 1.500 PS mit Foto: APA (dpa)
Lamborghini Centenario - Cover
Aggressive Optik: Lamborghini zeigt in Genf den Centenario Foto: APA (dpa)

Bugatti

Brachial ist die Leistung des Bugatti Chiron: 1.103 kW/1.500 PS und 1.600 Nm hat der acht Liter große 16-Zylinder mit vier Turboladern zu bieten. Ja, dieses Auto hat wirklich eine Zulassung für die Straße. Dort regelt man bei 420 km/h ab. In 13,6 Sekunden katapultiert der Chiron Passagiere von 0 auf 300 km/h. Namenspatron Louis Chiron, der Rennfahrer aus den 20er und 30er Jahren, konnte davon nur träumen.

Lamborghini

Bei Lamborghini feiern sie einen Hundertjährigen. So alt wäre Firmengründer Ferruccio Lamborghini 2016 geworden. Doch als das Tuch vom Centenario fällt, wird klar: Retro ist nur der Name. Die aggressiv keilförmig gezeichnete Silhouette läuft am Heck in einen mächtigen, extrem zerklüfteten Diffusor aus. Der Zwölfzylinder-Saugmotor leistet 566 kW/770 PS. Die Kraft verteilt er an alle vier Räder, in 2,8 Sekunden soll er von 0 auf 100 km/h spurten und über 350 km/h schnell sein. 40 Exemplare entstehen vom Hundertjährigen, 20 Coupés und 20 Roadster. Kosten: Ab 1,75 Millionen Euro. Alle Exemplare sind bereits ausverkauft.

Ferrari

An legendäre Vorgänger wie den 250 GT Berlinetta Lusso von 1962 erinnert bei Ferrari der Name des neuen GTC4Lusso. Das Shooting-Brake-Design des FF-Nachfolgers führen die Italiener fort, taillieren das Blechkleid aber ein wenig und senken das Dach etwas ab. Herzstück ist ein V12-Saugmotor mit 507 kW/690 PS und 697 Nm. Damit soll der Italiener bis auf eine Spitze von 335 km/h kommen.

Porsche

Für die Premiere des 911 R stand ein gleichnamiges Sportmodell von 1967 Pate. Er kommt nur als Handschalter und schöpft 368 kW/500 PS sowie 460 Nm aus einem 4,0 Liter großen Sechszylinder-Sauger. Durch Gewichtsreduzierung hat der Purist auf 1370 Kilogramm abgespeckt - der leichteste Elfer derzeit. Fronthaube und Kotflügel sind aus Karbon, die Heckscheibe aus Kunststoff, Klimaanlage und Rückbank fehlen. So sprintet der R laut Porsche in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und gibt sich erst bei 323 km/h geschlagen. Ab Mai liefert ihn Porsche aus.

Aston Martin

Unterlassen Briten ihr Understatement, wird man hellhörig: Der neue DB11 in Aluminium-Leichtbauweise sei das wichtigste Modell der 103-jährigen Firmengeschichte, ließ Aston-Martin-Chef Andy Palmer verlauten. Es zeigt sich ein reinrassiger GT-Sportler. Muskulös, mit einem Blechkleid wie ein Maßanzug. Smart - würden sie auf der Insel sagen. Unverkennbar sind die Anleihen an James Bonds DB10, der für den letzten Agentenfilm entstand. Unter der Haube sorgt der neu entwickelte doppelt aufgeladene V12 mit 5,2 Litern Hubraum für 447 kW/608 PS. Das reicht im 2+2-Sitzer für 322 km/h Spitze. Die Preise starten ab 205.000 Euro. Ab dem vierten Quartal beginnen die Auslieferungen.

Jaguar

Mit James Bond können die Jaguar-Kollegen zwar nicht dienen, haben aber mit dem F-Type SVR als Coupé und Roadster echte Sportler im Gepäck. Deren fünf Liter großer V8-Motor leistet 423 kW/575 PS. Laut Hersteller spurten sie so in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Beim Roadster endet der Vorwärtsdrang bei 314 km/h. Das Coupé soll mit 322 km/h Spitze der bisher schnellste Straßen-Jaguar sein.

Fiat

Auch Fiat zeigt in Genf, dass es sportliche Autos auch für kleinere Geldbeutel gibt. Die Italiener feiern den 50. Geburtstag des 124 Spider. Der neue Zweisitzer startet ab Juni.

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