Werners Auto-Blog: Schlagloch schluckt Auto

Seit meinem Urlaub per Auto weiß ich, dass schwarze Löcher nicht nur im Weltall vorkommen, sondern auch in Italien. Das Wort Schlagloch ist für Italien falsch gewählt, da sich auf Schnell- und Bundesstraßen größere Täler auftun, als es in den Abruzzen gibt.

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Das Leben eines Autofahrers ist eben voller Höhen und Tiefen Foto: Mimadeo/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Da blickt man schon mal in den Rückspiegel, ob sich nicht vielleicht die eigene Achse verlustiert hat. Mag sein, dass alle Wege nach Rom führen, aber keiner schafft diese Trampelpfade, ohne von einem Schlagloch verschluckt zu werden. Und dass die Autobahnen auch nicht die besten sind, wissen wir leider seit 2018, als die Brücke in Genua einstürzte. Dazu kommen noch Preise für Benzin von über 1,70 Euro, und wer auf Autobahnen unterwegs ist, brennt wie ein Luster.

Warum ich ihnen das erzähle? Nun, wir (ich) jammern oft über den Straßenzustand, hohe Spritpreise, das Autobahnpickerl und andere Dinge in unserem Land. Verglichen mit Italien könnte man aber glatt ein Fan der ASFINAG und der österreichischen Tankstellen werden. Die 90 Euro pro Jahr für die Autobahnvignette sind verglichen mit der kilometerabhängigen Maut in Italien beinahe billig, Tankstellen zumindest sicher preiswerter als beim Nachbarn, und der Zustand der Autobahnen sowie Bundesstraßen in Österreich ein Hit.

Und nebenbei bemerkt: Wir Österreicher sehen in Ampeln nicht nur eine mit Farben versehene Lichtinstallation, sondern halten uns an Verkehrsregeln. So schlecht fährt es sich also doch nicht in Österreich.

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin/Volker Angerer

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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