Werners Auto-Blog: Und woran denken Sie im Stau?

Früher stieg mein Onkel Karli aus dem Auto aus, um Luft zu bekommen, da er im Auto rauchte wie ein Schlot. Heute steigen Raucher aus, um zu rauchen und ein, um Luft ohne Feinstaub zu bekommen. Während man in vergangener Zeit bei Tankstellen noch tankte, werden 2017 Klopapier, Milch und Semmeln verkauft!

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Kaum zu glauben heute - Autofahren hat einmal richtig Spaß gemacht Foto: nicoletaionescu/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Interessant auch, dass mein alter 34-PS-Käfer die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn von 130 km/h knapp erreichte, und wir heute mit einem Luft-Hunderter auf Autobahnen kriechen, die dreispurig ausgebaut sind. Mit Autos, die locker 200 gehen?

Komisch auch, dass wir vor "EU-Zeiten" an den Grenzen stundenlang standen. Dann freuten wir uns einige Zeit über die freie Fahrt, um jetzt wieder – aus anderen Gründen – an den Grenzen zu vergammeln.

In den 1980ern gab es auch viel mehr Verkehrs-Tote, obwohl es weniger Verkehr gab. Heute empfinden wir Autofahren als gefährlich.

Ob der fehlenden Klimaanlage verdorrte der Autofahrer früher im Auto, während wir heute aufgrund des Klimawandels draußen zugrunde gehen. Zudem kochten die alten Autos am ersten Pass. Nun kochen wir selbst im Stau ...

Was wird uns wohl die Zukunft noch bringen?

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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