Werners Auto-Blog: Meine Rache am blöden Navi

Ich habe dieses Jahr schon einmal mein Navi verprügelt. Kein Witz! Bei 40 Grad Außentemperatur in einer verwurschtelten unbekannten Stadt in Südeuropa hat es sich im ärgsten Stress einfach abgeschaltet!

Navigationsgerät 613658016 Getty Images
Quo vadis, Navi? Foto: Leo Malsam/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Es ist bzw. war so eines mit Saugnapf. Rechter Haken – Bumm! Meine Kinder im Auto haben mich übrigens ausgelacht! Ich lachte dann vorerst mit einem Eisverbot zurück. Nach der Aussöhnung mit dem blöden Navi-Ding – ich habe den Saugnapf geputzt – hat es mich dann am nächsten Tag netterweise gewarnt. Vor einem "8-km-Stau in 50 Kilometer". Ersatzroute berechnen? Kleiner Umweg von 30 Kilometer gefällig?

Nachdem mein Navi eine schlechtere (Stau)-Trefferquote hat als die deutschen Fußballer bei der WM, fuhr ich weiter. Der einzige Stau, der dann kam, war der Blutstau in mir. Gäbe es da nicht meine Familie, wäre das blöde Ding schon wie ein armer ausgesetzter Hund - an einer Leitplanke "angesaugt" - verendet. Das Fenster für den Rauswurf war jedenfalls schon weit offen.

Ich hege ja den Verdacht, dass Navigationsgeräte einfach alle paar hundert Kilometer umleiten – nach dem Motto: Kann eh keiner kontrollieren, ob da wirklich ein Stau war. Nachdem ich – man glaubt es kaum – ohne Navigationshilfe nach Hause gefunden habe, gab es ein Update. ich bin ja nicht nachtragend. Das Navi hängt nun inklusive Update an einer Dachrinne. Hier kann es dem Regenwasser den Weg zeigen.

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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