Audis Mister „Q“ - der neue Q8 im Weekend-Test

Mister „Q“, Bonds Gadget- Entwickler, hätte mit dem neuen Audi Q8 sicher große Freude. Das fünf Meter lange SUV ist vollgestopft mit Hightech, die Herrn „Q“ arbeitslos machen würden. Ein Test mit dem Über-SUV von Audi.

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Foto: Weekend Magazin
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Wenn bei Audi in der Modellbezeichnung eine „8“ auftaucht, bedeutet dies in der Regel, dass da was Großes, Exklusives auf vier Rädern steht.  „Groß“ ist nicht nur so dahingesagt, denn der Herr der Ringe hat eine Länge von fünf Metern und ist dazu zwei Meter breit! Ein Umstand, der dazu führt, dass man beim Parken eher die Nähe des Randsteins suchen sollte, um nicht auf die Fahrbahn zu ragen. Auch der Kofferraum ist mit 605 bis 1.755 l Volumen ein Riese. Dazu gesellt sich ein 3.0 TDI mit 286 PS, der das 2.145 Kilo schwere SUV in nur 6,3 sec. auf 100 Sachen befördert. Auffallend: Trotz XL-Format bekommt der Fahrer in Sachen Verbrauch kein Ziehen in der Magengegend. Wir lagen im Test bei acht Liter Diesel! Laut Werk sind es 6,8. Ein sehr guter Wert, für diese Klasse. An einer Sache müssen wir aber Kritik anbringen: Beim Kickdown bzw. beim schnellen Durchtreten des Gaspedals passiert eine Zeit lang gar nichts. Etwa 1,5 Sekunden dauert diese Gedenkzeit für Turbo, Elektronik, Abgasregelung oder was auch immer. Daran gewöhnt man sich nur langsam. Auf der anderen Seite schaltet die 8-Gang-Automatik butterweich und schnell.

Der Q8 kann technisch beinahe unendlich hochgerüstet werden. Hier die interessantesten Assistenten: Ein Manöverassistent warnt in Parkhäusern vor Säulen und bremst selbstständig. Der Q8 passt nicht nur die Geschwindigkeit den Tempolimits an, sondern wird in Kurven oder Kreisverkehren automatisch langsamer. Dank Laserscanner erkennt das SUV sogar ein „dumm“ dastehendes Fahrrad in der Garage. Ein Nachtsichtgerät ist auch an Bord. Fußgänger werden ohnehin erkannt, auch wenn sie dunkel gekleidet am dunklen Straßenrand laufen. Und Audi will uns bald im Q8 freiwerdende Parkplätze mitteilen. Zum Innenraum: Über die Verarbeitung unterhalten wir uns erst gar nicht – perfekt! Knöpfe gibt es praktisch keine. Alles wird über drei Displays gesteuert. Eines für Infotainment, Navi und Co., eines für die Klimaanlage und dann noch das Virtual Cockpit (Tacho, Drehzahl, …). Wie schon im A8 geben die Screens eine akustische und haptische Rückmeldung beim Berühren. Was kostet der Spaß? Startpreis: 88.400,-. Testauto in Bestausstattung: 154.000,- Euro. Viel Geld für eben auch viel Auto.    

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