Werners Auto-Blog: Hilfe, ich habe Autophobie!

Autophobie ist so etwas wie die Angst vor dem Alleinsein. Wir Autofahrer fürchten nichts mehr, als alleine auf der finsteren Landstraße ohne "Treibstoff" zu stehen. Daher auch die Angst vor dem Elektroauto!

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Ein E-Auto, dem der Strom ausgegangen ist ... Panik! Foto: Luca Piccini Basile/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Auch wenn die Österreicher im Schnitt nur 36 Kilometer pro Tag fahren, verursacht die Vorstellung, mit einem E-Auto nur 120 Kilometer zu schaffen, bei vielen beinahe Panikattacken.

Ein Kompakt-Diesel schafft heute gut 1.000 Kilometer, ohne zu tanken. Man könnte also bis Rom fahren, ohne zu tanken. Klar ist die Vorstellung, mit einem Kanister bewaffnet für ein liegengebliebenes Elektroauto Strom zu holen, eher verrückt bis bedrohlich. Aber ein E-Auto als Zweitwagen im urbanen Bereich eingesetzt benötigt nicht mehr Reichweite.

Wobei: Bei meinem letzten E-Auto-Test stand mir doch tatsächlich bei 20 Kilometer Restreichweite - drei Kilometer vor der nächsten Steckdose - der Angstschweiß auf der Stirn! Reichweitenphobien durch fehlende "Ansteckmöglichkeiten" sind demnach entgegen aller Logik – eben "ansteckend".

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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