Achte Runde: VW Passat braust mit Plug-in-Hybrid vor

Der VW Passat ist nach dem Golf das wichtigste Auto für die Wolfsburger Marke. Im November kommt die achte Auflage mit sparsameren Motoren und vielen neuen Technik-Features auf den Markt.

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Der Wagen wurde breiter, die Räder wanderten mehr in Richtung Front und Heck Foto: VW

Der VW Passat ist nach dem Golf das wichtigste Auto für die Wolfsburger Marke. Weltweit wurde der Wagen mit dem Windnamen inklusive aller Derivate laut VW fast 22 Millionen Mal verkauft. Da liegt die Messlatte für die brandneue achte Generation natürlich hoch. Im November 2014 soll der neue Passat zu den Händlern kommen.

Flacher, breiter, mehr Radstand

Limousine und Kombi sehen deutlich dynamischer aus als ihre Vorgänger, und das dank neuer LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten selbst in der Nacht. Entgegen dem allgemeinen Trend im Automobilbau wurde die Karosserie nicht länger, sie schrumpfte sogar um zwei Millimeter. Dafür änderten sich, dank des erstmals beim Passat eingesetzten modularen Querbaukastens (MQB), die Proportionen: Die Räder wanderten in Richtung Frontpartie und Heck. So entstanden fast acht Zentimeter mehr Radstand, die das Platzangebot innen deutlich verbessern. Der Passat wurde 14 Millimeter flacher und 12 Millimeter breiter, gleichzeitig senkte man die Motorhaube ab und setzte die Frontscheibe weiter nach hinten. Außerdem soll das neue Modell bis zu 85 Kilogramm weniger wiegen als der Vorgänger. Bei VW selbst sieht man den Passat nun als Grenzgänger zwischen der Mittel- und oberen Mittelklasse, also auch als Konkurrent von Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse.

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Der Passat ist außerdem 14 Millimeter flacher geworden Foto: VW

Zehn TSI- und TDI-Motorisierungen

Für den neuen Wolfsburger werden insgesamt zehn direkteinspritzende Turbo-Ottos und -Diesel zur Wahl stehen, jeder der Motoren kommt erstmals im Passat zum Einsatz. Alle Versionen sind mit einem Start-Stopp-System plus Rekuperationsmodus ausgestattet. Das Doppelkupplungsgetriebe DSG ist auch zu haben - je nach Motorisierung gegen Aufpreis oder schon ab Werk. Absolutes Novum ist ein Plug-in-Hybrid, er liefert immerhin eine Systemleistung von starken 211 PS und soll 50 Kilometer rein elektrisch fahren können.

Biturbo-Diesel nur mit Allrad und DSG

Bei den Benzinern beginnt das Angebot mit 125 PS, dann folgt ein 150 PS starker TSI mit aktiver Zylinderabschaltung. Die weiteren Leistungsstufen liegen bei 180, 220 und 280 PS. Bei den Dieseln startet das Motorenprogramm mit einem 150 PS starken TDI, darüber hinaus sind Aggregate mit 190 und 240 PS zu haben. Letzterer lässt einem schon jetzt das Wasser im Munde zusammenlaufen, es ist nämlich der stärkste Vierzylinder-Biturbo-TDI von VW. Mit diesem Kraftwerk erreicht die Limousine eine Spitze von 240 km/h, der Variant schafft 238 km/h. Um das hohe Drehmoment von 500 Newtonmeter sicher auf die Straße zu bekommen, wird dieser Motor immer mit dem Allradantrieb 4Motion und einem Siebengang-DSG verbunden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll noch ein 120-PS-Diesel kommen.

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Hinter dem Lenkrad findet sich ein großes Display (wie auch im Audi TT). Hier werden die Instrumente virtuell angezeigt

Drei Ausstattungen und die R-Line

Der Hersteller will den Newcomer wie schon den Vorgänger in den drei Ausstattungsversionen Trendline, Comfortline und Highline auf den Markt bringen. Für die Sportfreunde unter den Kunden wird es auch wieder R-Line-Interieur- und Exterieur-Pakete geben. Interessant ist vor allem die Fülle an neuen Assistenzsystemen und technischen Leckerbissen, mit denen der Passat ausgerüstet werden kann. Dazu gehört neben einem Head-up-Display auch ein App-basiertes Fond-Entertainmentsystem für Tablet-Computer. Im Wortsinne ein Hingucker wird das Active Info Display: An diesem 12,3 Zoll großen Monitor hinter dem Lenkrad werden alle Instrumente rein virtuell angezeigt, je nach Bedarf kann das Display verschiedene Informationen, wie beispielsweise die Navigationskarte, darstellen.

Notfall-Assistent und Anhänger-Einparker

Um die Sicherheit kümmern sich nicht nur ein Front-Assistent mit City-Notbremsfunktion inklusive Fußgängererkennung, sondern auch drei völlig neue Helfer. Es sind ein "Emergency Assist", der das Auto im Notfall stoppt, ein "Trailer Assist", der beim Rangieren mit dem Anhänger hilft, sowie ein Stauassistent, der beim Stop-and-Go die Spur hält und von allein der Kolonne folgt. Die eingangs erwähnten LED-Scheinwerfer sind ebenfalls komplett neu und können in verschiedenen Ausbaustufen geordert werden. In Stufe eins arbeiten die Voll-LED-Lampen in Reflektortechnologie, Stufe zwei bietet eine Projektionstechnik mit besonders heller Ausleuchtung der Straße, adaptivem Landstraßen- und Autobahnlicht sowie einer dynamischen Kurvenlichtfunktion. Den höchsten Komfort liefert die Stufe zwei in Verbindung mit einem dynamischen Scheinwerfer-Assistenten. Hier wird das Projektionslicht zusätzlich von einer Kamera gesteuert. Sie erkennt vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge und kann die Strahlen so verteilen, dass niemand geblendet wird.

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www.volkswagen.at

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