Schnelles Geld: Millionär? Gar nicht schwer!

Es ist eigentlich ganz leicht, Millionär zu werden. Alles was man dazu brauch, ist ein wenig Zeit, Geduld und manchmal auch Glück. Zwölf Geschichten davon, wie man reich wird.

Millionär Geld
Geld löst nicht alle Probleme, aber viele ... Foto: Jupiterimages/LiquidLibrary/Thinkstock

Konto wieder bis zum Anschlag überzogen? CreditCard zerschnitten? Statt Sommerurlaub auf den Seychellen einen Ikea-Balkonstuhl gekauft? Keine Sorge: Erstens sind Sie nicht allein. Und zweitens ist es nicht so schwer, aus der Misere zu entkommen, wie Sie vielleicht denken mögen. 

Schulden hat jeder

Zunächst, bevor wir das Erfreuliche besprechen, die Fakten: Schulden zu haben ist in Österreich eher die Regel denn die Ausnahme. Die Österreicher stehen in Summe etwa mit 22,1 Milliarden Euro bei den Banken in der Kreide. Dazu kommt natürlich noch der Anteil der Staatsschulden: Rund 28.000 Euro werden jedem Österreicher an Staatsschulden in die Wiege gelegt. 

Millionärszuwachs

Naheliegend, dass das Interesse, den prekären Zustand zu ändern, wächst. Auch die Zahl der Millionäre wächst übrigens: Nicht nur weltweit, sondern auch in Österreich. Laut dem vom Consulter Capgemini veröffentlichten World Wealth Report, gab es 2015 in unserem Land mit 5,9 Prozent einen überdurchschnittlichen Anstiegt an Millionären. Bernd Bugelnig, Vorstandsvorsitzender bei Capgemini in Österreich: "Ein Großteil davon dürfte wohl aus der Immobilienbranche kommen, da es hier insgesamt einen Preisanstieg von 3,4 Prozent hab, während das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,8 Prozent wuchs. 

Immo-Reichtum

Zumindest zum Dollar-Millionär haben es in Österreich 113.000 Personen geschafft. Noch vor zehn Jahren, schreibt die Presse, habe es nur 68.100 Millionäre gegeben, bis 2025 sollen es 14.100 sein. Bis 2025, so zitiert die Tageszeitung aus einem Bericht des Londoner Immobilienberaters Knight Frank, soll es hierzulande über 1.000 Multimillionäre geben, die über ein Vermögen von jeweils mehr als 30 Millionen Dollar verfügen. 

Risiko

Soweit, so gut. Wenngleich auch die Binsenweisheit, dass Geld alleine nicht glücklich macht. Wie aber schaffen es die Reichen, reich zu sein? Es gibt mehr als einen Weg, durch ehrliche Arbeit alleine die wenigsten. Es gibt nur einen einzigen Weg, mit dem man ganz bestimmt nicht reich wird: es nicht zu versuchen. 

1. Erben - Zeitfaktor: 30 bis 40 Jahre

Wir leben in einer Welt der Erben.Das Vermögen, das in Österreich durch Vererben oder durch Verschenken den Besitzer wechseln wird, ist gigantisch. Derzeit werden 17 Milliarden Euro auf diesem Weg "verdient", bis 2050 steigt dieser Wert ständig: In diesem Jahr, schätzen Experten der WU Wien, werden fast 30 Milliarden Euro den Besitzer wechseln. Wer sich also jetzt mit Eltern, Großeltern und der Erbtante gut stellt, hat beste Chancen. 

2. Reich heiraten - Zeitfaktor: 1 bis 5 Jahre

Heiraten der Liebe wegen? Geht. Wer allerdings des Geldes wegen heiratet, wird materiell reicher belohnt. Aber man muss auch attraktiv genug sein: In Russland gibt es einige Kurse, die junge Mädchen darauf vorbereiten, das Herz von Oligarchen zu gewinnen. In Österreich haben Grande Dames wie Heidi Horton oder Ingrid Flick Jungspatzen wie Cathy Lugner gezeigt, wie das richtig geht. 

3. Lotto spielen - Zeitfaktor: 3 Tage 

Man sagt, Giacomo Casanova habe in Venedig das Lotto erfunden, um dem Dogen die Feldzüge zu finanzieren. In Österreich gibt es derzeit 854 Lottomillionäre, die der Wahrscheinlichkeit getrotzt haben: Die Chance auf einen Gewinn im ersten Rang liegt bei 1: 8.145.060, bei den Euromillionen liegt sie bei 1:16.531.800 - und doch freuen sich 13 Europot-Lotto-Gewinner über einen Gewinn von bis zu 55 Mio. Euro. Die gewann ein Kärtner im Mai 2008. 

4. Fleißig lernen - Zeitfaktor: 20 Jahre

Seit Bestehen der Millionenshow haben es in Österreich sieben Kandidaten geschafft, dank ihrer überlegenen Allgemeinbildung eine Million Euro zu gewinnen. Insgesamt gab es 808 Episoden der Show. Wer mit der Millionenshow allerdings wirklich reich geworden ist, ist John Endemol (sein Unternehmen entwickelte die Show und wurde um mehrere Milliarden Euro verkauft) und der Moderator Armin Assinger: Sein Jahreseinkommen liegt weit jenseits der Million Euro. 

5. Etwas erfinden - Zeitfaktor: 3 bis 5 Jahre 

Bill Gates hat´s vorgemacht, Steve Jobs hat´s nachgemacht und Thomas Hans Gross hat´s auch gemacht: Etwas erfunden, was es noch nicht gab. Sein Vermögen hat der Steirer gescheffelt, indem er sein Faible fürs Programmieren mit Geschäftssinn gepaart hat. Er erfand ein Programm, das Daten von Fußballspielen analysierte und verkaufte es um kolportierte 200 Millionen Euro an einen Sportwettenanieter. Seither vermehrt er sein Vermögen klug durch Investments und Treuhanddienstleistungen. 

6. Etwas finden - Zeitfaktor: 2 bis 10 Jahre

Das ist das Geheimnis von Dietrich Mateschitz. Mit seinen 13 Milliarden Dollar - wie viel Geld er genau hat, weiß vermutlich er selbst nicht - rangiert er auf Platz 64 der reichsten Persönlichkeiten der Welt. Red Bull hat er aber weder erfunden, noch gehört es ihm alleine: Mateschitz, der - so die Legende - einst beruflich in Bangkok weilte, fiel dort ein Getränk ins Auge, das Energie geben sollte. Er sicherte sich die Lizenzrechte, passte die Rezeptur an den europäischen Geschmack an und vermarktete sein Produkt konsequent. Der Rest ist Geschichte. 

7. Ins Casino gehen - Zeitfaktor: ca. 1 Stunde

Ab ins Casino! Am Roulettetisch setzen Sie 5 Euro auf die Farbe Rot und gehen eine Stunde lang an die Bar. Wenn Sie wiederkommen, könnte sich Ihr Jeton bereits in eine Million verwandelt haben. Einzige Voraussetzung: Die Kugel muss 18-mal hintereinander auf die Farbe Rot gefallen sein - dann gehen Sie mit 1,3 Millionen nach Hause. Je höher Ihr Anfangseinsatz, desto weniger Glück brauchen Sie. 

8. Börse & Zocken - Zeitfaktor: ab 10 Sekunden

Um an der Börse oder mit Wetten Geld zu verdienen, dazu braucht man: Nerven wie Drahtseile und Eier aus Stahl. Und neben Grundkapital auch Weitblick. 

9. Superstar werden - Zeitfaktor: 1 bis 10 Jahre

Dass Superstars Kohle haben, ist bekannt. Prince soll z.B. ein Vermögen von 700 Mio. Dollar hinterlassen haben, Brad Pitt soll 214 Millionen Dollar besitzen. Es geht aber auch auf Steffi Werger-Niveau: Zwar ist ihr Kontostand nicht bekannt, der Wert ihres Hauses aber ist es: Um 1,2 Mio. Euro sollte es eins verkauft werden. Man darf davon ausgehen, dass heimische Größen wie Ambros, Fendrich und Eberhartinger auch nicht am Hungertuch nagen. 

10. Viel trainieren - Zeitfaktor: 3 bis 15 Jahre

Manchen ist´s gegeben, manchen nicht. Sicher ist: Nur, wer fleißig trainiert, wird im Sport sein Potenzial heben können. Thomas Muster zum Beispiel halt als mäßig talentiert, dafür aber unglaublich fleißig: Er hat ein Millionenvermögen verdient. Umgekehrt geht´s auch: Cristiano Ronaldo etwa, der portugiesische Fußballgott, verdiente vergangenes Jahr 88 Millionen Dollar, Kickerkollege Lionel Messi musste sich mit 81,4 zufriedengeben. 

11. Klein anfangen - Zeitfaktor: 40 bis 50 Jahre 

Warren Buffet, einer der reichsten Männer der Welt, hat seinen ersten Dollar damit verdient, dass er Cola-Flaschen sammelte. Sir Martin Sorwell erwarb in den 1970ern ein Zwei-Mann-Unternehmen, das Fahrradkörbe aus Draht zum Einkaufen herstellte. Das kaufte andere Unternehmen dazu - heute verdient Sorrell 90 Millionen Euro pro Jahr. Die einstige Fahrradkorb-Firma WWP ist heute die größte Werbeagentur der Welt. 

12. Chuzpe & Kriminal - Zeitfaktor: 10 Jahre 

Der Multimilliardär Roman Abramowitsch hat diese Kunst kultiviert: Sein Grundkapital, 5.000 Tonnen Heizöl, erschlich er sich mit gefälschten Papieren. Mit kleineren Deals machte er sich einen Namen. Als der damals mächtigste Tycoon Russlands, Boris Beresowski ihn dann Boris Jelzin vorstellte, ging´s steil bergauf: Seinen Höchststand erreichte das Vermögen des Chelsea-Eigners 2008 mit 23,5 Milliarden Dollar.