VLV: Die Nahbetreuer

Eine Versicherung ist ein Versprechen. Wie entscheidend dabei die Nähe zum Kunden ist, erklären die beiden Vorstandsdirektoren im Gespräch mit Weekend Magazin. Außerdem: wohin sich Produkte wandeln und warum Versicherung eigentlich nicht sexy ist.

VLV
„Vertrauen ist der wichtigste Aspekt. Der Wert einer Versicherung zeigt sich im Schadensfall!“ Klaus Himmelreich und Robert Sturn. Foto: walser-image.com

Weekend: Was unterscheidet die VLV von anderen Versicherungen?  
Robert Sturn:
Wir sind regional tätig, was sich vor allem im Schadensbereich bewährt: Wir sind vor Ort, regulieren den Schaden rasch, kompetent, unbürokratisch. Dass jemand gleich da ist und fragt: Was braucht du, was können wir dir organisieren? Dass das bei uns richtig gut funktioniert, erfahren wir durch viele positive Rückmeldungen. Auch unsere Vertriebspartner schätzen, dass alle Entscheidungen in Bregenz getroffen werden.
Klaus Himmelreich: Wir sehen uns als Qualitätsversicherer. Jeder Kunde hat einen persönlichen Ansprechpartner. Wir sind auch keine Aktiengesellschaft, sprich: wir haben keinen Aktionär, der eine möglichst hohe Rendite will, sondern eine Versicherung auf Gegenseitigkeit, d.h. unsere Kunden sind unsere Eigentümer, und ihnen geben wir Überschüsse in Form hoher Gewinnbeteiligung wieder zurück.

Weekend: Wie steht es mit der Lebensversicherung? Sie war auch schon attraktiver als heute…
Robert Sturn:
Derzeit werden hauptsächlich fondsgebundene Produkte angeboten. Wir schwimmen da gegen den Strom und haben die Lebensversicherung auf komplett neue Füße gestellt, nämlich die Abdeckung der biometrischen Risken mit ganz langen Absicherungen: Wir übernehmen eine Zins- und Kostengarantie, bei uns sieht der Kunde, welche Pension er bekommt. Die ist garantiert. Das ist unser Versicherungsverprechen! Der Trend geht vom Kapitalansparen zur privaten Rentenversicherung. Die Altersvorsorge kann ich mit nichts anderem besser abdecken. Wir werden übrigens dazu am 20. Mai im Vorarlbergmuseum eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Experten abhalten. 

Weekend: Gibt es weitere neue Produkte?       
Robert Sturn:
Ab Mitte Mai kommt von uns auch eine Pflegeversicherung neu auf den Markt. Was ebenfalls immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit.

Weekend: Wie verändern Digitalisierung und Apps Ihr Geschäft?     
Robert Sturn:
Digitalisierung ist innerbetrieblich wichtig, aber nicht in Form von Apps. Ich behaupte immer: Versicherung ist nicht sexy. Ich glaube nicht, dass Sie jemals an einem Sonntagnachmittag in Ihre Polizze geschaut haben – anders, als vielleicht auf Ihre Konto-App, ob der Zahltag schon da ist. Versicherung funktioniert nicht einfach so auf einem Handy, sie bedeutet persönliche Betreuung und Beratung.
Klaus Himmelreich: Aber natürlich kann der Kunde auch, wenn er will, online mit uns kommunizieren und einen Schaden online melden. Und wir bieten ab Mitte Mai in einem Pilotversuch als Erste in Österreich auch eine Lebensversicherung online an.

Weekend: Die VLV feiert nächstes Jahr den Hunderter.  
Klaus Himmelreich:
Das werden wir mit unseren Kunden und Mitarbeitern entsprechend würdigen …
Robert Sturn: … und der Neubau ist ein Signal, dass wir auch die nächsten 100 Jahre als Versicherer für die Vorarl­berger Kunden zur Verfügung stehen.

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Vorstandsdirektoren Robert Sturn und Klaus Himmelreich. Foto: walser-image.com

Zu den Personen:

KommR Robert Sturn
Vorstandsdirektor seit 2002

  • verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Leben, Informatik, Rückversicherung, Allgemeine Verwaltung, Marketing
  • Jahrgang 1962
  • Hobbys: Segeln

Mag. Klaus Himmelreich
Vorstandsdirektor seit 2012

  • verantwortlich für die Bereiche Personalmanagement, Schaden/Unfall, Schaden, Veranlagung, Rechnungswesen, Controlling
  • Jahrgang 1964
  • Hobbys: Tennis, Golf

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