Rubin aus Dino-Zahn gefertigt

Im Naturhistorischen Museum gibt es ab sofort einen ganz besonderen Edelstein zu bewundern. Der Rubin wurde nämlich aus dem Zahn eines Tyrannosaurus Rex gefertigt!

Tyrannosaurus Rex Dinosaurier
Foto: para827 / Thinkstock

Nach einem emotionalen Ereignis ließ das Thema „Leben und Tod“ den Oberösterreicher Gerald Reiter, Eigentümer der Edelsteinmanufaktur Mevisto, bereits in jungen Jahren nicht mehr los. Damals wurde ihm bewusst, dass er eine Möglichkeit finden wollte, seine Liebsten immer bei sich haben zu können. Durch die Erfindung, Haare oder Asche in farbige Saphire oder Rubine zu verwandeln, gelingt es, ein bleibendes Andenken an geliebte Menschen oder Tiere bei sich zu tragen. „Es hat Jahre gedauert, gemeinsam mit Universitäten ein Verfahren zu entwickeln, Edelsteine durch einen chemischen Prozess und unter großer Hitze entstehen zu lassen“, erklärt Daniela Reiter, Prokuristin von Mevisto. So kann für die Herstellung eines Edelsteins sowohl die Asche eines Verstorbenen, aber zum Beispiel auch das Haar der Ehepartner für die Steine der Eheringe hergenommen werden.

So funktioniert's

Mindestens 10 Gramm Haare oder 50 bis 100 Gramm Asche werden zu Herstellung eines synthetischen Edelsteins benötigt. Die aus den Haaren bzw. der Asche gewonnenen Substanzen werden mit Alumniniumoxid homogenisiert und bei Temperaturen über 2.000 Grad zum Edelstein.

Im Unterschied zur synthetischen Diamantenherstellung wird bei der Herstellung von Rubinen und Saphiren nicht der Kohlenstoff verarbeitet, sondern Oxid. Ausgehend von einem einzigen Kristall wird Schicht für Schicht ein Edelstein aufgebaut, in dem sich die Spuren des Individuums chemisch nachweisen lassen. 30 Tage dauert es, bis aus den Haaren oder der Asche ein geschliffener Edelstein wird. Dank der exakten Prozessführung garantiert Mevisto, dass sich die gewonnenen Elemente im Mevisto Edelstein befinden. Dass im personalisierten Edelstein mehrere Bestandteile von Mensch oder Tier nachweisbar sind, ist weltweit einzigartig und durch wissenschaftliche Zertifikate verschiedener Universitäten bestätigt.

Rubin MEVISTO Edelsteinmanufaktur Naturhistorisches Museum Fossil
Foto: Melzer PR Group

 

Hier kann man den Stein bewundern

Am Welttag der Artenvielfalt, dem 22. Mai, wagte sich Mevisto an neues „Material“ – den Zahn eines Tyrannosaurus Rex. So erwacht ein Fossil in einem Rubin zum neuen Leben. „Wir haben aus dem Zahn des Dinosauriers mehrere Elemente gewonnen, aus denen wir einen synthetischen Rubin herstellen konnten“, so Daniela Reiter. „Der T-Rex-Stein und auch unsere anderen Edelsteine werden zu 100 Prozent in Österreich gefertigt und unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle.“


Der 15-karätige Stein wurde an das Naturhistorische Museum Wien übergeben. „Mit dieser einzigartigen Kooperation lassen wir eine längst ausgestorbene Spezies wieder auferstehen und setzen ihr mit dem Edelstein ein ewiges Andenken“, freut sich Dr. Christian Köberl, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien über die gelungene Zusammenarbeit.

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