Salzburgs Electric Lover: Toby Romeo

Wenn sich die internationale DJ-Elite von 4. bis 6. Juli die Ehre am Electric Love Festival gibt, ist er mittendrin: Der Salzburger Tobias Waß legt als jüngster Künstler auf der Mainstage auf.

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Foto: Viktor Schanz

Haben Sie schon einmal von Marshmello und DJ Snake gehört? Die beiden zählen zu den absoluten Weltstars in Sachen elektronischer Musik und sind im Rahmen des Electric Love Festivals demnächst zu Gast im Salzburger Land. Mittendrin statt nur dabei ist auch der Tennengauer DJ Toby Romeo, der am Eröffnungstag ab 17:00 Uhr auf der Mainstage auflegt. „Die Vorfreude ist riesig“, erzählt der 18-Jährige. Dass er dabei das „Küken“ unter den Künstlern ist, macht Toby längst nichts mehr aus. Mit 13 Jahren gewann er seinen ersten Contest, stand daraufhin am Donauinselfest auf der Bühne. Mit 14 folgte das Lakefestival und mit 15 der erste Auftritt am Electric Love. „Ich musste teilweise auf Paletten stehen, damit ich überhaupt über das DJ-Pult sah“, erinnert sich Toby Romeo zurück.

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Foto: Geoffrey Hubbel
Seine Eltern waren anfangs skeptisch – welcher Mutter gefällt schließlich die Idee, dass der Teenager- Sohn in Klubs und bei Festivals auftritt, bei denen er als Besucher keinen Zutritt erhalten würde? „Am Ende haben sie mich wahnsinnig unterstützt und mir ermöglicht, meine Träume zu leben“, ist der Musiker dankbar. Wie innig das Verhältnis zu seinen Eltern und Brüdern ist, zeigt sich im Laufe unseres Gesprächs sehr deutlich. Die Familie hat zum Interview in den heimischen Garten eingeladen. Hier auf dem Land tankt der angehende Grafik- und Mediendesigner Kraft und arbeitet abends an neuen Songs. Toby produziert für andere internationale Künstler, schreibt aber auch an eigenen Liedern. Demnächst erscheint über Spinnin‘ Records sein neuer Remix, der radio- und massentauglich sein soll.

Musikalische Gene

Woher die Liebe zur Musik kommt, wird schnell klar, wenn man hört, dass auch sein Opa und sein Vater einst jahrelang auf der Bühne standen. Wenngleich man dabei in erster Linie volkstümliche Töne zu hören bekam. Tobias selbst gründete in der Volksschule seine erste Band. Von den Eltern bekam er schließlich ein spezielles Programm geschenkt, mit dem er erste Versuche als Produzent wagte. Auf der Bühne, erzählen die Eltern, sei ihr Sohn ein anderer Mensch. Während Tobias privat als zurückhaltend gilt, bringt Toby Romeo im Scheinwerferlicht die Menge zum Beben. Seine Ziele? „Früher habe ich gesagt, auf den größten Festivals Österreichs zu spielen. Heute geht es mir vor allem darum, möglichst viele Menschen mit meiner Musik zu berühren“.

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Foto: Alex Garbin

Bekannter Mentor

Sein Talent begeistert unter anderem auch Felix Jaehn. Den deutschen Musikproduzenten quatschte Toby Romeo bei einem Auftritt in Italien an: „Ich habe ihn gefragt, ob er mir ein paar Minuten seiner Zeit schenkt“. Der junge DJ gewann dabei einen Fan und vor allem einen Mentor. Vor Kurzem erst lud ihn Felix Jaehn ein, beim Donauinselfest zwei seiner neuen Remixes gemeisam zu performen. Die perfekte Einstimmung für das Heimspiel am Electric Love.

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Foto: Toby Romeo