Super Bowl 50 – Junger Panther gegen alten Sheriff

Diesen Sonntag ist es wieder so weit: Wenn im Levi‘s Stadium der Super Bowl über die Bühne geht, werden wieder rund eine Milliarde Menschen vor ihren Fernsehern sitzen. Bei der 50. Auflage kommt es auch zum Treffen der Generationen: Der 39-jährige Peyton Manning trifft auf den 13 Jahre jüngeren Cam Newton.

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Foto: Montage GEPA pictures

Am Sonntag geht im Levi's Stadium von Santa Clara (Kalifornien) vor 75.000 Zuschauern die 50. Auflage des Super Bowl über die Bühne, damit erreicht auch hierzulande das Football-Fieber seinen vorläufigen Höhepunkt. Es ist das weltweit größte Einzelsportereignis: Rund eine Milliarde Fernsehzuschauer werden beim Finale der amerikanischen Football-Meisterschaft live dabei sein. Am Finaltag werden allein in den USA elf Millionen Pizzen, 1,2 Milliarden Hühnerflügel und fünf Millionen Kilogramm Chips verputzt. Für die meisten Amerikaner ist der Super-Bowl-Sonntag ein „Social Event“, das mit Feiertagen wie Thanksgiving oder Weihnachten gleichzusetzen ist. Den Amis ist der Super Bowl so wichtig, dass einer Umfrage zufolge 19 Prozent der Befragten die Beerdigung eines geliebten Menschen schwänzen würden, um einmal live im Stadion mit dabei zu sein. Aber auch in Österreich – Puls4 überträgt ab 23.10 Uhr live – hat sich in den letzten Jahren eine eingeschworene Fangemeinde entwickelt. Österreichweit finden etwa 40 offizielle – vier davon in der Steiermark – und unzählige private Partys statt.

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Foto: GEPA pictures

Der alte Mann

In seiner warscheinlich letzten Saison geht es für Peyton Manning, einen der besten Quarterbacks aller Zeiten, um einen würdigen Abschluss seiner Ausnahme-Karriere. Dank herausragender Leistungen im College-Bereich wurde er im NFL-Draft 1998 als erster Spieler von den Indianapolis Colts ausgewählt. 18 Jahre, unzählige Rekorde, Auszeichnungen zum besten Spieler der Liga (MVP) und einen Super-Bowl-Triumph später hat der 39-Jährige am Sonntag die wahrscheinlich letzte Chance auf einen zweiten Super-Bowl-Ring. Den ersten erspielte er sich 2007, als er den Titel mit den Colts gewinnen konnte. Die diesjährige Spielzeit verlief allerding alles andere als nach Wunsch für den Altmeister. Nach Verletzungsproblemen und schlechten Leistungen wurden nun die ersten Stimmen laut, die meinten, Manning hätte seinen Zenit bereits überschritten. Diesen Kritikern möchte er natürlich das Gegenteil beweisen und das wahrscheinlich letzte Spiel seiner Karriere mit einem Sieg krönen.Die Chance dazu hat Manning zu einem großen Teil seinen Teamkollegen zu verdanken: Die Defensivabteilung der Denver Broncos war in dieser Saison ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Teams und konnte auch Spiele, in denen ihr „Sheriff“ nicht unbedingt die beste Leistung bot, quasi im Alleingang gewinnen.

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Foto: GEPA pictures

Extravaganter Newcomer

Cam Newton ist momentan wohl der schillerndste Spieler der National Football League (NFL). Genau wie Manning war Newton schon am College ein Star und wurde als erster Spieler des Drafts gewählt. Was die beiden unterscheidet, ist, dass Newton sich nicht nur auf seine Qualitäten als Passer verlassen muss, sondern auch mit dem Ball laufen kann. Der 1,96 m große Quarterback erzielte in seinen ersten fünf Jahren die meisten Touchdown-Läufe eines Quarterbacks – der vorherige Rekordhalter benötigte für die 43 Touchdowns ganze 15 Profi-Jahre.

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Filmreif

In den Reihen der Carolina Panthers findet sich mit Michael Oher, der als Tackle für den Schutz von Newton verantwortlich ist, ein weiterer sehr bekannter Spieler. Ohers Leben wurde im oscarprämierten Film „The Blind Side“ auf die Leinwand gebracht.

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Geldmaschine Super Bowl

Neben dem sportlichen Faktor steht beim Super Bowl vor allem das Geld im Mittelpunkt: Ein 30-Sekunden-Werbespot während der Übertragung kostet stattliche fünf Millionen Dollar. Zum Vergleich: Bei der ersten Ausgabe des Super Bowls 1967 waren es noch „günstige“ 42.000 Dollar.

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