Stylish & talentiert: Coole Männer aus Österreich

Gute Nachricht für alle einheimischen Fashionistas: Wir müssen nicht nach Paris, Mailand oder New York reisen, um modebewusste Männer zu begutachten. Auch in Österreich findet man coole Hobby-Styler und Fashion-Liebhaber. Wir haben unsere Top 9 aufgespürt.

Nuriel Molcho
Foto: beigestellt

Nuriel Molcho, Hutmacher

Nomade Moderne – so der Markenname, unter dem Nuriel Molcho am Naschmarkt in Wien Maßhüte für hippe Großstadtnomaden fertigt.

Nuriel Molcho
„Ich werde meinem Style treu bleiben und schauen, wie er sich durch kommende Reisen weiterentwickelt“, so Nuriel Molcho. Foto: beigestellt

Mein Modestil: orientalische Schnitte, also fallende Stoffe, meistens monochrom und/oder in Erdtönen.

Nie ohne: Uhr. Ich sammle alte Uhren und verlasse das Haus so gut wie nie ohne eine am Handgelenk.

Das geht gar nicht: Immer dem Trend zu folgen, ohne seinen eigenen Style zu finden bzw. zu definieren.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: Jeder braucht einen Hut – der perfekte Sonnen- & Regenschutz.

Inspiration finde ich bei: meinen Reisen. Jede inspiriert mich neu – die Architektur, die Farben, die Stoffe, die Gerüche. Alles beeinflusst einen. Reisen erweitern – wie man so schön sagt – den Horizont.

Mein Styling-Vorbild: sind momentan die Berbervölker in Marokko. Ich liebe den Schmuck, den sie tragen.

Leo Hillinger, Winzer

Der 51-jährige Winzer ist nicht nur ein erfolgreicher Investor und Unternehmer, sondern längst auch schon eine TV-Ikone: Mit Shows wie „2 Minuten 2 Millionen“ oder „Österreichs nächster Topwinzer“ begeistert der gebürtige Burgenländer die heimische Zuschauergemeinde. Und auch modisch geht Hillinger seinen ganz eigenen Weg – und zieht das durch, was ihm gefällt.

Leo Hillinger
Alleskönner Leo Willinger weiß, wo er stylemäßig hinwill. Foto: Sascha Wurzinger

Mein Modestil ist: independent. Ich habe nur wenige Outfits bzw. kaufe selten etwas. Und wenn, dann sind das Kunstwerke.

Nie ohne: mein Handy.

Das geht gar nicht: Sandalen mit Socken.

Meine Inspiration: hole ich mir bei Josef Thurner zweimal im Jahr.

Mein Styling-Vorbild: Ich habe kein Vorbild, da ich meinen eigenen Stil habe.

Diesen Trend lasse ich heuer aus: Jeden Trend lasse ich aus!

Max Mayerhofer, TV-Moderator

Der gebürtige Waldviertler startete seine Karriere beim Regionalfernsehen im Burgenland. Mittlerweile ist der 27-Jährige Moderator bei Puls 4.

Maximilian Mayerhofer
Täglich um 17.45 Uhr geht „Café Puls – Das Magazin“ auf Sendung. Mayerhofer ist einer der vier ModeratorInnen. Foto: beigestellt

Mein Modestil ist: smart casual unter der Woche und fürs Büro. Am Wochenende dann am liebsten Street Style: zerrissene Jeans, Oversize Pullis & Bomberjacken.

Nie ohne: Jacke! Ich bin süchtig nach Jacken. Am liebsten dünne Versionen wie Bomber-, Leder- oder Jeansjacken.

Das geht gar nicht: Wenn man sich wohlfühlt, kann man alles tragen. Ich persönlich finde Segelschuhe und Chinos in Khaki furchtbar an mir. Dieser Steuerberater-Look steht mir einfach nicht.

Inspiration finde ich bei: Fashion-Bloggern auf Instagram. Aber auch Pinterest ist eine gute Plattform, die ich vor speziellen Anlässen durchforste.

Diesen Trend lasse ich aus: Baggy trousers. Ich trage, seit ich 16 bin, Skinny Jeans.

Rainhard Fendrich, Austropop-Legende

Der 63-Jährige ist einer der größten Musikexporte Österreichs. Und hat bei Live-Auftritten noch immer jede Menge Spaß: Am 3. Oktober spielt er im Wiener Konzerthaus einen Mix aus seinen größten Hits und ganz neuen Songs.

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Wieder live zu bewundern! Foto: LS Konzerte

Mein Modestil ist, dass ich keinen habe. Mein Lieblingsoutfit ist das gleiche wie das von Johnny Cash: Schwarz! Schwarze T-Shirts, schwarze Hemden, schwarze Jeans. Man hat keinerlei Kombinationsprobleme und ist immer irgendwie gut angezogen.

Nie ohne: ein Stofftaschentuch.

Das geht gar nicht: Maßhemden mit Monogramm, genagelte Schuhe und Sandalen mit Socken.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: eine schnell trocknende Badehose, da mir das Umziehen unter dem Handtuch zu umständlich ist.

Inspiration finde ich bei: Ich suche keine Inspiration. Bekleidung ist für mich ein notwendiges Übel, da wir kein Fell mehr haben. Bequemlichkeit geht vor „schick“.

Mein Styling-Vorbild ist: Dalai-Lama.

Diesen Trend lasse ich heuer aus: jeden ;-).

Meanwhile in Awesome Town, Blogger

Der 29-jährige Wiener hat Jus und Politikwissenschaft studiert. Schlussendlich hat Manuel sich dann aber doch für eine kreative Tätigkeit entschieden: Als Influencer folgen ihm über 35.000 Fans.

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„Die Vielfältigkeitder der Arbeit stellt mich täglich vor neue Herausforderungen“, beschreibt Manuel seinen Job. Foto: beigestellt

Mein Modestil ist charakterisiert durch Understatement mit modischem Twist. Ich fühle mich am wohlsten mit einer guten Mischung aus sportlicher Lässigkeit und minimalistischer Eleganz.

Nie ohne: weiße Sneakers. Meine Freundin weist mich immer wieder darauf hin, ich möge doch mal eines der 100 Paare aussortieren. Ich sage immer, davon kann man nie genug haben.

Meine Inspiration finde ich bei: Instagram, in diversen Mode-Magazinen oder ganz einfach auf den Straßen der unterschiedlichen europäischen Städte.

Diesen Trend lasse ich heuer aus: Ich mag die Integration von Sportswear in Alltagsoutfits sehr, denke aber, dass der Ugly Sneaker Trend an mir vorübergehen wird. Außerdem wird man mich nicht in ultraweiten und ultralangen Hosen sehen – ein Trend, der sich in der Avantgarde ja derzeit abzeichnet.

Mein Lieblingsoutfit ist: Ein konkretes gibt es nicht, das kommt ganz auf den Tag und die Jahreszeit an. Ein für mich typisches Outfit wäre aber Folgendes: weiße Ledersneakers, dazu eine gekürzte Hose – Jeans oder Stoff –, ein simples Top und darüber eine markante Jacke. Mein absoluter Liebling für den Sommer an kühleren Tagen ist dabei meine orange-gelbe Satin-Bomberjacke von AMI. Den Look runde ich dann gerne noch mit Details wie coolen Accessoires, einer Kappe oder besonderen Socken ab.

Das geht gar nicht: Das ist recht schwierig zu sagen, da Regeln in der Modewelt ja immer dazu da sind, gebrochen zu werden. Es kommt dabei auch immer darauf an, wie – also mit welcher Ausstrahlung und in welcher Kombination – man etwas trägt. Wovon ich Männern 2018 abraten würde, sind zum Beispiel hautenge Jeans. Ich bin auch kein großer Fan von Segelschuhen, aber das hängt vermutlich mit der politischen Konnotation zusammen, die ich dabei im Kopf habe.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: Ich bin – was meine Sommergarderobe betrifft – eigentlich schon fertig. Unbedingt zulegen sollte man sich ein lässiges Hemd mit Längsstreifen. Außerdem wird es wieder bunt im Sommer, von kräftigen Farben zum Colorblocking bis hin zu Blumenprints sind der Extravaganz nur die Grenzen des eigenen Muts gesetzt. Ein Tipp sind auch Muster. Zum Beispiel lassen sich Hosen im Hahnentritt- oder Karomuster super mit einem simplen Oberteil kombinieren.

Philipp Scheiber, Gastronom

Der 33-Jährige betreibt mit drei Freunden und einem stillen Teilhaber das „Kleinod“ in Wien. Gerne steht Philipp dabei auch selbst hinter der Bar und mixt seine Lieblingscocktails.

Philipp Scheiber
Der Gastronom lebt seine Kreativität auch in der Mode aus. Foto: beigestellt

Mein Modestil ist abwechslungsreich und ausgefallen. Ich steche gerne hervor. Ich finde, die Leute sollten sich individueller kleiden. Ist doch schade, dass sich so viele Menschen ähnlich anziehen.

Nie ohne: Sonnenbrille im Sommer.

Das geht gar nicht: 3/4-Hosen, falls es die überhaupt noch gibt.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: einen neuen sommerlichen Hut von Nomade Modern.

Meine Inspiration finde ich durch das Beobachten der Leute auf der Straße, diverse Instagram-Seiten und Stöbern in Geschäften.

Styling-Vorbild: habe ich kein explizites. Ich picke mir überall das Beste für mich raus.

Diesen Trend lasse ich heuer aus: Orange soll die neue Trendfarbe sein. Ich glaube, das werde ich dezent auslassen.

Hannes Dibl Rodrigues, Produzent/DJ

Alias „Srsly“ legt der 24-Jährige in der Pratersauna in Wien auf. Nebenbei studiert er Architektur.

Dj Srsly
Die Träume des stylishen DJs: einmal mit Mura Masa einen Song produzieren. Oder einen Gig in Barcelona haben. Foto: Nikolas Rein

Mein Modestil ist: nie ohne Eyecatcher außer Haus zu gehen. Sei es ein besonderer Gürtel, z. B. von Off-White, oder ein anderes Accessoire, um das perfekte Outfit zu verfeinern.

Das geht gar nicht: Grundsätzlich pflege ich den Gedanken, dass alles gut aussehen kann, solange es halbwegs durchdacht ist. Selbst die schrillsten Teile können gut passen, wenn alles stimmig ist.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: adidas und Raf-Simons Ozweego Bunny (Sneakers) in Schwarz.

Mein Styling-Vorbild ist: Virgil Abloh (Off-White) und Yung Hurn (Rapper aus Wien).

Inspiration finde ich durch: Instagram.

Diesen Trend lasse ich heuer aus: Boots-Schuhe und Tank Tops.

Soberl von „Wiener Wahnsinn“, Sänger

Mit seinen vier Bandkollegen rockt Frontmann Soberl von der Austropop-Band „Wiener Wahnsinn“ die Bühnen Österreichs – und macht dabei immer eine besonders lässige Figur. Im Sommer gibt es allerhand Möglichkeiten, die fünf Donaustädter live zu erleben: am 7. Juni spielen sie in der Prater Alm in Wien, am 9. Juni beim Feuerwehrfest in Traiskirchen oder am 22. Juni beim Austropop-Fest in Kaprun. Alle Termine: www.wienerwahnsinn.at

Soberl von Wiener Wahnsinn
Der gebürtige Donaustädter mag’s gern lässig: mit Hut und Sonnenbrille steigt seine Laune. Foto: beigestellt

Mein Modestil ist: rockig old school. Odenton Pork Pie by Stetson (Hüte), T-Shirts mit rockigem Aufdruck, G-Star Jeans, Converse und Ray-Ban Justin.

Nie ohne: Hut oder Schiebermütze.

Das geht gar nicht: Sandalen oder Adiletten mit Socken.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: Strohhut – Robstown Toyo Pork Pie by Stetson und kurze G-Star Jeans.

Meine Inspiration finde ich bei: Musikvideos oder Live-Konzerten bei Musikfestivals.

Mein Styling-Vorbild ist: James Bay.

Diesen Trend lasse ich heuer aus: falls noch trendy – die Adilette.

Wolfram Berger, Schauspieler

Der 72-jährige gebürtige Grazer, bekannt unter anderem aus Produktionen wie „Tatort“, „Trautmann“ und „SOKO Donau“, bezeichnet sich selbst als „absoluten Stylemuffel“ und gibt zu: „Es ist echt nicht leicht für mich, da passende Antworten zu finden.“ Modetrends sind für ihn eine „lustige Spielerei“, wie er selbst sagt. Folgen müsse man ihnen aber nicht immer.

Wolfram Berger
Unkompliziert und bequem muss es sein, wenn es nach dem steirischen Schauspieler geht. Foto: Annick Ramp

Mein Modestil ist: schlampig-elegant bis Armani. Einen meiner wenigen, aber vielleicht deswegen Lieblingsanzügen habe ich aus Neapel und zwar in drei identischen Ausführungen. Ansonsten bin ich T-Shirt- und Jeansliebhaber, mit schlabbrigen, elastischen Sakkos oder stimmigen, bequemen Pullis. Am liebsten habe ich den Sommer mit seinen unkomplizierten Kleidungsmöglichkeiten.

Nie ohne: Hosen.

Das geht gar nicht: grellbuntglänzend und Lack.

Dieses Must-have brauche ich diesen Sommer noch: einen weißen Spritzer und gute Sonnenbrillen.

Meine Inspiration finde ich durch: Zufall.

Mein Styling-Vorbild: bin ich selber.