Studie zu männlicher Hormonspritze gestoppt!

Es ist immer das Gleiche: Sobald eine Studie zu männlichen hormonellen Verhütungsmethoden durchgeführt wird, kommt sie schon sehr bald zu einem Stopp. Der Grund ist immer derselbe.

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Wann wird es soweit sein? Foto: Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock

Hormonelle Empfängnisverhütung ist gewiss kein Zuckerschlecken – für kein Geschlecht, denn Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Libido-Verlust oder Stimmungsschwankungen können nicht ausgeschlossen werden. Damit nicht nur Frauen mit diesen Nachteilen zu kämpfen haben, haben Forscher eine Studie zu männlichen Hormonspritzen durchgeführt – jedoch ohne langfristigen Erfolg.

Erfolgsrate von 96 Prozent

Die neue Studie der University of Edinburgh hat ergeben, dass die Erfolgsrate bei einer männlichen Hormonspritze bei 96 Prozent liegt – fast so erfolgreich wie die Pille. Die Untersuchung musste allerdings wie sooft nach nur kurzer Zeit wieder auf Eis gelegt werden, da 20 von den insgesamt 320 Probanden, denen Progestine und Testosteron gespritzt wurden, Stimmungsschwankungen, Akne, Bluthochdruck oder Libido-Verlust hatten – für Frauen nichts Außergewöhnliches mehr. Die Forscher wissen aber: Diese Art von Verhütung wäre für Männer jedenfalls möglich und vielversprechend. Wann und ob es eingesetzt wird, steht jedoch noch in den Sternen...

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