Start me up: Julia Grahammer

Die WKV-Initiative Startupland ist mittlerweile eineinhalb Jahre alt und hat seit Oktober ihren Standort in der Postgarage in Dornbirn. Ein Gespräch mit Startupland- Leiterin Julia Grahammer über Unternehmen, die innovative Zukunftslösungen mittragen.

Julia Grahammer
„Gemeinsam machen wir Vorarlberg zum Startupland – dieses Ziel sollen viele mittragen.“ Julia Grahammer, Leiterin Startupland Foto: walser-image.com

Weekend: Ist Vorarlberg ein Startupland?
Julia Grahammer:
Vorarlberg ist noch kein Startupland, aber es hat das große Potenzial dafür – das zeigte bereits das im Vorfeld der Gründung erhobene Startup-Barometer. Wir haben Startupland vor 18 Monaten aus der Taufe gehoben und erste Schritte gesetzt. Wünsche waren u.a. eine aktivere Vernetzung der Community, ein weiterer Ausbau der auf Startups abgestimmten Services und mehr günstige Co-Working- Spaces. Es bildet sich derzeit ein sehr spannendes Ökosy-stem. Die Vernetzung läuft. Das Büro der Initiative Startupland ist am neuen Standort in der Postgarage Anlaufstelle und Drehscheibe für das Thema Startup.

Weekend: Wie wird ein Start-up definiert? Bzw. wie lange bleibt es ein Startup?
Julia Grahammer:
Derzeit zählen wir in Vorarlberg zwischen 40 und 50 Startups. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre Innovationsleistung aus. Startups bieten innovative Produkte, Dienstleistungen und Technologien oder erschaffen Geschäftsmodelle, die potenziell von vielen Menschen nachgefragt werden. Startups sind auf Wachstum ausgelegt und in der Regel auch gut skalierbar, und es heißt auch kurz umrissen „Nicht jede Neugründung ist ein Startup, aber jedes Startup ist eine Neugründung“. Eine wirkliche Regel für die Dauer gibt es nicht. Unternehmen gelten je nach Aspekt für einen Zeitraum von drei bis fünf oder in Einzelfällen sogar maximal bis zu zehn Jahren als Startup.

Weekend: Kürzlich wurde die Postgarage eröffnet, welche Chancen bietet dieser Standort?
Julia Grahammer:
Die Postgarage soll Vorarlbergs Hot-spot für digitale Innovation werden und ist im Umfeld von Campus V, Fachhochschule, dem designforum V und V-Research der ideale Standort für die Initiative Startupland Vorarlberg. Hier soll ein Freiraum für Neugierige, ein Ort des Austausches für Gründer, Entwickler und Macher entstehen. Gleichgesinnte können an diesem Kreativ-, Lern- und Entwicklungsraum voneinander lernen und innovative Projekte entwickeln. Die Postgarage ist ein inspirierender Platz und bietet Rahmenbedingungen, um nächste Schritte zu entwickeln: Im östlichen Teil des Gebäudes entstand ein gemeinsam genutzter Innovation Hub für Corporate- und Gründerteams mit der zentralen Anlaufstelle Startupland. Das angegliederte öffentliche Café wird ebenfalls dem Austausch dienen.

Weekend: Dem Wunsch nach Co-Working-Space wurde ebenfalls entsprochen?
Julia Grahammer:
In der Postgarage erhalten ausgewählte Projekte mit Startup-Potential ein Postgaragen-Ticket und damit für bis zu 12
Monate Unterstützung und Zugang zu einem Platz in der Postgarage. Für das begehrte Ticket erhielten wir eine große Anzahl Bewerbungen, die von uns gescreent wurden. 11 Projekte werden im ersten Schub aufgenommen. Hohes Vernetzungspotential bieten übrigens auch die fixen Postgaragen-Mieter und der Maker-Space. Startupland fungiert als Vertreter, Vernetzer und Vermittler von Kontakten. Erfreulich ist, dass – ähnlich wie in der Tabakfabrik Linz – ein Ökosystem für Innovation in Dornbirn entstehen soll. Wir sind gerne ein Teil davon! 

Julia Grahammer
Julia Grahammer, Leiterin Startupland Foto: walser-image.com

Zur Person: JULIA GRAHAMMER MA BA BScM

  • Jahrgang 1992
  • Wohnhaft in Lustenau
  • in Partnerschaft
  • Werdegang: Matura HLW, Bachelor, International Business Studies in Kufstein und Montpellier, Master International Marketing & Sales FHV, Marketing bei Hanro und Hotelleitung; Masterarbeit zu „Startups“, seit April 2018 bei Startupland.
  • Hobbies: Reisen, Kochen, Fitness

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