Radballweltmeister Patrick Schnetzer und Markus Bröll

Vom 24. bis 26. November werden in Dornbirn in den Messehallen die Weltmeisterschaften ausgetragen. Die „Stars“ aus heimischer Sicht sind die vierfachen Radballweltmeister Patrick Schnetzer und Markus Bröll, die in Dornbirn wieder Großes erreichen wollen, sie gelten als klare Favoriten auf den Titel.

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Titelverteidiger bei der Radball-Heim-WM: Patrick Schnetzer und Markus Bröll. Foto: Dietmar Mathis

Weekend: In wenigen Tagen beginnen die Weltmeisterschaften im eigenen Land, ihr seid zum ersten Mal in Vorarlberg in einer WM dabei. Wie groß ist die Anspannung für euch schon jetzt?
Patrick Schnetzer
: Im Vorfeld haben wir schon einiges bemerkt. Viele haben uns für die Qualifikation die Daumen gedrückt. Jetzt sind wir eigentlich wieder total relaxed. Aber die Spannung wird vor der WM sicher wieder steigen. 

Weekend: Gibt es jetzt eine besondere Vorbereitung für die Weltmeisterschaften?
Patrick Schnetzer:
Nein, wir traineren so weiter wie bisher. Wir werden aber einige spezielle Spielsituationen wie etwa die Ausführung von Eckbällen noch versuchen zu verbessern. Wir haben ja im Klub mit Florian Fischer und Simon König ideale Trainingspartner, wir spielen in jedem Training praktisch auf dem Niveau eines WM-Finales. Die beiden helfen uns im letzten Monat vor der WM, ansonsten sind sie ja unsere stärksten Konkurrenten.

Weekend: Empfindet ihr die beiden, die ja Klubkollegen von euch in Höchst sind, auch als Konkurrenten?
Markus Bröll:
Im Wettkampf sind die beiden natürlich unsere Konkurrenten, da will jeder einfach gewinnen. Wir sind zum Beispiel nach der Österreichischen Meisterschaft, als klar war, dass wir beide uns qualifiziert haben, zusammen gesessen. Abseits des Spielfeldes haben wir ein eher kollegiales bis freundschaftliches Verhältnis zueinander. 

Weekend: Ihr seid zusammen schon vier Mal Weltmeister geworden, wird eine WM schon zur Routine?
Patrick Schnetzer:
Nein, keinesfalls, wenn einen Weltmeisterschaft beginnt, sind wir nervös wie beim ersten Mal. Und man freut sich auf die Spiele genau gleich wie beim ersten Mal. Das ändert sich nie.
Markus Bröll: Der Verlauf ändert sich ein wenig: Beim ersten Titel waren wir schon happy, überhaupt eine Medaille zu haben, dann waren wir im Finale und holten den Titel. Das war nicht geplant. Aber bei der zweiten WM ist dann auch der Druck weg, einen
Titel holen zu müssen. 

Weekend: Wie wichtig ist die Harmonie im Team?
Patrick Schnetzer:
Sehr wichtig, wir haben nie einen Zwist, das erleben wir manchmal nur bei unseren Gegnern, in dem Moment, wenn sie anfangen zu streiten, haben sie eigentlich keine Chance mehr zu gewinnen. 

Weekend: Im Vorjahr beim Weltcupfinale war Ihre Frau hochschwanger. Nach dem Sieg sind Sie statt auf das Siegespodest in den Kreißsaal geeilt, um bei der Geburt dabei zu sein. Wird sich das bei der WM wiederholen?
Markus Bröll:
Nein, diesmal wird es zumindest diese familiäre Störung nicht geben können, weil meine Frau nicht schwanger ist. Wir können also in aller Ruhe die WM spielen. 

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„Radball zu lernen ist sehr schwer. Man braucht Geduld, bis man die Geräte Rad und Ball beherrscht.“ Markus Bröll. Foto: Dietmar Mathis

Zur Person: Markus Bröll

  • Wohnort: Dornbirn
  • Alter: 30 Jahre
  • Beruf: Angestellter bei der Fa. Meusburger in Wolfurt
  • Klub: RC Madza Hagspiel Höchst

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„Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Tschechien sind unsere härtesten Konkurrenten!“ Patrick Schnetzer. Foto: Dietmar Mathis

Zur Person: Patrick Schnetzer

  • Wohnort: Muntlix
  • Alter: 23 Jahre
  • Beruf: Angestellter bei der Fa. Meusburger in Wolfurt
  • Klub: RC Madza Hagspiel Höchst

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