„Pfiffiges“ von Mohrenbräu

Dieser Sommer steht ganz im Zeichen zahlreicher Aktionen zum Jubiläum „30 Jahre Pfiff“. Worüber sich Fans des Kultbieres normalerweise keine Gedanken machen, erzählen die beiden Geschäftsführer Heinz Huber und Thomas Pachole im Weekend-Interview.

Mohren
„Als älteste Vorarlberger Brauerei in Familienbesitz punkten wir mit Innovationen und Qualität.“ Heinz Huber und Thomas Pachole, Mohrenbrauerei Foto: Udo Mittelberger

Weekend: Die Pfiff- Flasche ist einzigartig in Europa. Was wurde zum 30. Geburtstag geändert und warum?
Heinz Huber:
Durch ein anderes Verfahren ist die Flasche um einen Millimeter dünner im Durchmesser und wiegt nun 90 Gramm weniger. Eine volle Kiste Pfiff oder Radler ist damit um fast zwei Kilo leichter. Das ist nicht nur für den Konsumenten einfacher – für uns heißt das, dass wir im Jahr ca. 585 Tonnen weniger Masse transportieren müssen, wodurch der Spritverbrauch sinkt, und auch beim Reinigungsvorgang muss ich weniger Glas erwärmen und wieder abkühlen.
Thomes Pachole: Und obwohl die Flasche dünner ist, hat sie die gleiche Stabilität wie die alte.

Weekend: Vermutlich ist es mit dem Austausch der Flaschen nicht getan. Was steckt noch hinter einer solchen Veränderung?    
Heinz Hube
r: Tatsächlich stecken dahinter sechs Jahre Entwicklung mit unserem Partner, der die Pfiff-Flasche produziert, damit alle Voraussetzungen erfüllt sind, um die Flasche in Verkehr bringen zu dürfen. Schließlich geht es um ein Getränk und damit auch um Sicherheit. Das war auch bei uns ein Prozess im Haus. Nur ein Detail: Wir kontrollieren die Flaschen ja mit Kameras und die waren irritiert, weil wenn ich weniger Glas habe, gibt es auch andere Schattierungen. Wir mussten daher auch eine neue Maschine kaufen, die die Flasche erkennt und richtig sortiert.
Thomas Pachole: Dieser sogenannte Flascheninspektor sorgt dafür, dass keine Fremdkörper in der Flasche sind und nur intakte Flaschen abgefüllt werden.
Heinz Huber: Uns ist auch eine hohe Glasqualität wichtig: Wenn man in eine Mohren-Kiste schaut, da findet man nicht diese weißen Scheuerränder an der Flasche. Wir geben uns eben nicht mit dem zufrieden, was ist – das ist der Innovationstrieb von Mohren.

Weekend: Sie haben auch ein neues Radler in der Pfiff-Flasche auf den Markt gebracht.     
Heinz Huber:
Ja, das naturtrübe Radler mit Zitrone. Der Trend geht in Richtung naturtrüb und die Konsumenten ändern ihr Verhalten, ihre Bedürfnisse. Deshalb haben wir in diesem Radler den Zucker reduziert, gleichzeitig jedoch den Geschmack auf den Punkt gebracht.
Thomas Pachole: Gerade beim Radler ist Vorarlberg ein Vorreiterland. Beim neuen Radler ist nicht nur der Zuckergehalt gesunken, wir haben auch den Alkohol reduziert. Auch da reagieren wir auf den Markt.

Weekend: Zurück zum Pfiff. Wie wird das Jubiläum begangen?
Thomas Pachole:
In den Kronenkorken sind Codes gedruckt, die die Fans über eine spezielle Web-Anwendung eingeben können und damit Punkte sammeln. Auch die Gastronomie und Sponsorpartner sind eingebunden. Es gibt Sofortpreise und ein großes Gewinnspiel mit mehreren Hauptpreisen. Wir verlosen unter anderem E-Roller im Pfiff-Design. Und wer bis September die meisten Punkte sammelt, darf beim Mohren-Brausilvester den traditionellen Fassanstich vornehmen.

Weekend: Das klingt nach einem weiteren erfolgreichen Jahr für die Mohrenbrauerei.
Heinz Huber:
Das vorige war überaus erfolgreich mit einem schönen Plus um drei Prozent. Fast jedes zweite Bier, das in Vorarlberg im Lebensmittelhandel verkauft wird, ist ein Mohren. Das macht uns schon stolz.

Mohren
Mag. Thomas Pachole und Heinz Huber Foto: Udo Mittelberger

Zu den Personen:

Mag. Thomas Pachole

  • Kaufmännischer Geschäftsführer seit 2019
  • Jahrgang 1972
  • Ausbildung: Studium der Betriebswirtschaft
  • Hobbys: Kochen, Joggen, in der Natur unterwegs sein

Heinz Huber

  • Geschäftsführender Gesellschafter seit 1998
  • Jahrgang 1959
  • Seit 1984 im Familien­unternehmen
  • Ausbildung: Maschinenbau und Elektrotechnik
  • Hobbys: Natur, Bergsteigen, Skitouren, Mountainbike

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