Mit Vollgas in die neue Saison

Es geht schon wieder los. Nach den Fußballern starten auch die anderen Grazer Teamsportler in die neue Spielzeit. Wir haben einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben geworfen.

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Die Graz 99ers spielen in dieser Saison auch in der Champions Hockey League (CHL). Foto: GEPA pictures

Schon seit einiger Zeit rollt das runde Leder wieder in Liebenau. In dieser Saison sogar doppelt: Nicht nur der SK Sturm, sondern auch der GAK bestreitet seine Heimspiele in der Merkur Arena. Für die Rotjacken bedeutet diese Spielzeit die Rückkehr in den Profifußball. Die zu erwartenden Anpassungschwierigkeiten sind ausgeblieben und die bisher gezeigten Leistungen lassen auf eine erfolgreiche Saison hoffen. Ob ein Durchmarsch in die Bundesliga gelingen kann, steht aber noch in den Sternen.

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Können wir uns bald auf ein Duell zwischen Marco Perchtold (GAK) und Stefan Hierländer (SK Sturm) in der Bundesliga freuen? Foto: Montage GEPA pictures

Neue Besen kehren gut

Ganz anders stellte sich die Ausgangslage beim Stadtrivalen dar. Nach enttäuschenden Ergebnissen zum Ende der letzten Saison musste Trainer Roman Mählich den Hut nehmen und wurde durch Nestor El Maestro ersetzt. In den ersten Spielen unter dem Neo-Coach begab sich die Mannschaft auf eine Achterbahn. Zuletzt haben sich die Leistungen aber stabilisiert. „Wir sind mathematisch gesehen ganz gut dabei und ich bin auch mit der Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt, zufrieden“, zeigt sich Stefan Hierländer für den weiteren Saisonverlauf optimistisch. Auch die Handschrift des neuen Trainers ist erkennbar: „Sobald wir das Spiel auf unsere Seite gezogen und die Führung erzielt haben, sind wir eigentlich immer als Sieger vom Platz gegangen. Der Trainer legt dabei sehr viel Wert auf den ersten Treffer, um in der Folge aus einer gewissen Kompaktheit die Umschaltsituationen zu nützen“, analysiert der Sturm-Kapitän. Von der Qualität des Trainers sind aber längst nicht alle überzeugt. Rapid-Legende Hans Krankl prophezeite El Maestro im Sky-Interview ein kurzes Graz-Gastspiel.

Champions League

Nach dem sensationellen Triumph im EBEL-Grunddurchgang dürfen sich die 99ers in dieser Saison auch in der Champions Hockey League (CHL) versuchen. „Wir haben es gleich zum Auftakt mit der warscheinlich besten Mannschaft Europas zu tun bekommen“, erklärt Kapitän Oliver Setzinger. Neben dem Abenteuer CHL steht in der Liga die Bestätigung der Vorjahresleistung im Mittelpunkt. „Das vorrangige Ziel ist das Erreichen der Bonusrunde. Wir wollen uns längerfristig als Play-off-Team etablieren“, so Setzinger. Die Vorbereitung auf die Doppelbelastung ist „voll nach Plan gelaufen“ und auch über die Neuzugänge kann der Kapitän nur Positives berichten: „Sie haben sich super integriert und sind gute Typen, die uns weiterhelfen können.“ Vor allem in den Testspielen konnte das Team von Doug Mason gegen sehr starke Mannschaften, ansprechende Leistungen aufs Eis bringen.

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Philipp Moritz und die HSG Graz starten mit einem Mammut-Programm in die neue Saison. Foto: GEPA pictures

Große Fußstapfen

Nach dem Abgang von Erfolgscoach Ales Pajovic zum Nationalteam mussten sich die Handballer der HSG Graz nach einem neuen Trainer umschauen und haben sich die Dienste von Damir Djukic gesichert. Der Ex-Teamspieler muss in große Fußstapfen treten. Mit Pajovic feierte die HSG im Vorjahr die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. „Der neue Trainer hat frischen Wind gebracht, lässt viele neue Dinge ins Training einfließen und ist ein akribischer Arbeiter“, zeigt sich HSG-Kapitän Philipp Moritz begeistert. Die Grazer starten mit einem Mammut-Programm in die neue Saison: Am 6. September kommt Meister Krems in den Raiffeisen Sportpark, eine Woche später geht es nach Vorarlberg zu Vizemeister Hard. „Unser Ziel ist das Erreichen des Oberen Play-Offs und das Cup-Final-4“, so Moritz.

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Trikottausch: Marco Car (li.) wechselte von den Fürstenfeld Panthers zum UBSC Graz. Foto: GEPA pictures

Neue Liga, neues Glück

Die Grazer Korbjäger müssen sich in dieser Saison auf einen neuen Ligamodus einstellen. Erstmals wird die Meisterschaft in Form der Basketball Superliga (BSL) ausgetragen. „Hinsichtlich Fernsehen wird die BSL stark an Wert gewinnen. Neben SKY, wird auch der ORF 15 Spiele pro Jahr zeigen. Zudem kann man alle Spiele live streamen. Für die Zuseher wird sich in der in Österreich einzigartigen Raiffeisen-Arena ein stärkeres Erlebnisgefühl einstellen“, erklärt General Manager Michael Fuchs. Der UBSC startet mit dem traditionellen „Harald Bubik“-Turnier am 14. September in die heiße Phase der Vorbereitung. Für die Premierensaison der BSL hat man sich einen Top-6-Platz zum Ziel gesetzt. „Mit den Zugängen sollte das realistisch sein. Es ist natürlich auch wichtig, attraktiv zu spielen. Die Zuseher wollen zwei Stunden gutes Entertainment geboten bekommen“, weiß Fuchs.

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Foto: GEPA pictures

Neue Gesichter

Den zuletzt so erfolgreichen Volleyballern vom UVC stand ein großer Umbau ins Haus. Neben Kapitän Felix Koraimann haben Clemens Unterberger und Michael Murauer das Team verlassen. Dafür stehen mit Lukas Kühl, Marcell Mikulass, Maximilian Schedl und Mark Kremer vier neue Spieler im Kader. Saisonziel sind die Top-4, um in der oberen Gruppe eine gute Ausgangssituation für das Viertelfinale zu haben. „Die Ziele wurden bisher noch nicht wirklich besprochen, sind aber meiner Meinung nach Klar: Wir wollen, wie bereits letztes Jahr, den österreichischen Cup wieder Gewinnen und den Titel verteidigen, uns im Europacup von unserer besten Seite zeigen und dort vielleicht überraschen und das Finale der Austrian Volley League erreichen. Zuerst gilt es natürlich, nach dem Grunddurchgang unter den besten vier Teams zu sein, um im Viertelfinale eine gute Ausgangslage zu haben“, weiß Mittelblocker David Reiter.

Die nächsten Termine:

SK Sturm
14. September: LASK (H)
21. September: Mattersburg (A)
25. September: A. Klagenfurt (A, Cup)

GAK 1902
14. September: W. Innsbruck (A)
20. September: A. Klagenfurt (H)
24. September: W. Innsbruck (H, Cup)

HSG Graz
6. September: Krems (H)
14. September: Hard (A)
18. September: Bärnbach/Köflach (H)

Graz 99ers
5. September: Frölunda (H, CHL)
7. September: Cardiff (H, CHL)
13. September: Vienna Capitals (H)

UVC Graz
29. September: Waldviertel (H)

UBSC Graz
14. September: „Harald Bubik“-Turnier.