Gebt unseren Kindern die Freiheit zurück!

Anstatt wie KönigInnen behandelt zu werden, sehen Politik und Gesellschaft derzeit Kinder nur als Tod bringende Virusschleudern. Der bekannte Kärntner Historiker und Kindheitsforscher Michael Hüter fragt, wieso man sie derart traumatisiert und fordert, den über sie verhängten "Arrest" schnellstmöglich aufzuheben.

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Kinder sind die Leidtragenden der Corona-Maßnahmen Foto: Modelfoto: Colourbox.de

Als Historiker und Kindheitsforscher zeigt sich der gebürtige Kärntner Michael Hüter entsetzt, was seit Wochen weltweit im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus "an Irrationalem und Surrealem geschieht". Speziell in Europa gäbe es seit Jahrhunderten die Tradition, Krankheiten, Seuchen und Ähnliches "politisch zu missbrauchen", um die Gesellschaft nachhaltig umzubauen. Noch schlimmer sei aber, dass Kinder innerhalb kürzerster Zeit von Hoffnungs- zu Virusträgern mutiert seien und unter "Arrest" gestellt worden sind.

Keine Risikogruppe

In seinem Kommentar "Totaler Krieg gegen das Virus" auf www.rubikon.news wendet sich Hüter an Bundeskanzler Sebastian Kurz und an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den harten Worten: "Ich lasse mir von Ihnen in 'Friedenszeiten' nicht vorschreiben, wann und ob ich mit meinen Kindern einen Spielplatz betrete. Zumal es sich beim Coronavirus faktisch und amtlich nicht um ein 'Killervirus' handelt, dem jede zweite oder vierte Person zum Opfer fällt." Das Medianalter der an COVID-19 Verstorbenen liege bei 80,5 bis 83,5 Jahren, die zwei oder mehr Vorerkrankungen hatten. Kinder, Jugendliche und unter 30-Jährige gehören nicht zur Risikogruppe. "Wieso stellt man die Gesunden unter 'Arrest'? Wieso traumatisiert man gegenwärtig nicht gefährdete Kinder und verwehrt ihnen grundlos das Spielen auf Spielplätzen?", fragt der Historiker.

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Spielplätze sind zum Teil mit Bändern abgesperrt Foto: Colourbox.de

Echte Gefahren

Michael Hüter fordert auch im Interview mit weekend.at die Machtträger in Österreich und Deutschand dazu auf, Kinder und Jugendliche sofort wieder ins Freie zu lassen und sich mit Zahlen und Fakten zu echten Gefahren, die auf unsere Kinder (weltweit) lauern, auseinanderzusetzen. "Jedes zweite Kind in Europa weist zumindest eine chronische Krankheit auf, manche haben sogar zwei oder drei. Die Familien- und Kinderarmut nimmt zu. Seit Jahren weisen Ärzte und Schulmediziner darauf hin, dass die Schule und die sogenannte lange 'Bildungssozialisation' und de facto Gebäudekindheit mittlerweile überhaupt das größte Gesundheitsrisiko sind. Das System Familie und Bildung ist ernsthaft krank und braucht eine Lösung!" Sein abschließender Appell: "Lieber Eltern, kommt zu Verstand, hört auf, eure Kinder zum Objekt behördlicher Willkür zu machen. Gestern musstet ihr eure Kinder unter Androhung von behördlicher Gewalt zur Schule bringen. Heute müsst ihr eure Kinder unter Androhung behördlicher Gewalt aus der Schule nehmen und fern von Spielplätzen halten."

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Kindheitsforscher Michael Hüter fordert: "Lassen Sie Kinder und Jugendliche ins Freie, sie sind keine Risikogruppe!" Foto: Victor Kapustin

Zum Autor

Michael Hüter ist Historiker (Kindheitsforscher), Pianist und Aktivist. Der Vater dreier Kinder wurde 1968 in Klagenfurt geboren, studierte in Salzburg und lebt derzeit in Leipzig und Wien. In seinem aktuellen Buch "Kindheit 6.7" kritisiert er, dass die Familie seit Jahrunderten entwertet wird. www.michael-hueter.org

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