Meister aller Klassen – Der GAK ist wieder da!

Vier Jahre nach der Neugründung und 14 Jahre nach dem Meistertitel in der Bundesliga ist der GAK in der Landesliga angekommen. Die „Roten“ haben aber noch viel vor.

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Die GAK-Kicker feiern mit ihren Fans den Aufstieg in die Landesliga. Foto: GEPA pictures

Am 15. Mai 2004 war der GAK am Höhepunkt angekommen. Die Athletiker durften zum ersten Mal die Meisterschale in die Luft recken. Erst viel später wurde klar, dass dieser Erfolg möglicherweise teuer erkauft war. Nur drei Jahre nach dem Titel zogen dunkle Wolken über dem Trainingszentrum Weinzöttl auf. Am 2. März 2007 musste der GAK beim Grazer Handelsgericht Konkurs anmelden – die Gesamtschulden wurden mit 15,2 Millionen Euro beziffert.

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Am Höhepunkt: Robert Almer, Didi Ramusch, Dominic Hassler und Joachim Standfest feiern den Meistertitel am Hauptplatz. Foto: GEPA pictures

 

Der tiefe Fall

Was folgte, war ein fünf Jahre andauernder Leidensweg für Fans, Spieler und Funktionäre inklusive Abstieg in die Regionalliga und drei weiterer Konkursanträge. Schließlich wurde am 30. Oktober 2012 durch Masseverwalter Norbert Scherbaum ein Schließungsantrag beim Handelsgericht eingebracht. Damit war der „alte GAK“ Geschichte.

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Foto: GEPA pictures

Die Auferstehung

Schon im Dezember 2012 wurde der Nachfolgeverein GAC gegründet, der in der Saison 2013/14 in der 1. Klasse Mitte (8. Spielklasse) in den Meisterschaftsbetrieb einstieg. Der neue Verein dominierte die Herbstmeisterschaft und konnte nach kurzer Zeit bereits über 1.000 Mitglieder und 1.000 verkaufte Dauerkarten verzeichnen. Die „Athletiker“ starteteten mit dem Meistertitel in der 1. Klasse einen wahren Erfolgslauf – es folgten die Titel in der Gebietsliga, der Unterliga sowie der Oberliga. Nur vier Jahre nach der Neugründung ist der „GAK 1902“, wie der Verein nach der Übernahme in den Stammverein offiziell heißt, in der steirischen Landesliga angekommen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Profi-Fußball.

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Schon im ersten Jahr nach der Neugründung krönte sich der „neue“ GAK zum Meister in der 1. Klasse. Foto: GEPA pictures

Zukunftsaussicht

Für Obmann Harald Rannegger ist es aber noch zu früh, um sich Gedanken über eine Rückkehr in den Profi-Bereich zu machen: „Einen Durchmarsch zu fordern, wäre vermessen. Ziel in diesem Jahr ist es, sich in der Liga gut zu positionieren.“ Um in der Landesliga konkurrenzfähig zu bleiben, wird die Mannschaft auf einigen Positionen gezielt verstärkt. Mit Andi Fischer (zuletzt Kalsdorf) und Ivan Mihaljevic (Feldkirchen) stehen auch schon zwei Neuzugänge fest. In den kommenden Wochen sollen noch zwei bis drei weitere Verpflichtungen fixiert werden. „Der große Vorteil, den wir bei der Spielersuche haben, ist, dass wir durch die hohen Zuschauerzahlen, die profesionelle Arbeit und das Standing als Traditionsverein sehr attraktiv sind“, erklärt Rannegger. Auch beim Stadion wird nachgebessert: „Wir stehen bereits mit der Politik in Verhandlung, um eine neue Tribüne zu bauen“, so der GAK-Boss. Zusätzlich gibt es Pläne, am Areal in Weinzöttl ein Stadion für bis zu 6.400 Zuschauer zu errichten – das ist allerdings Zukunftsmusik.

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Die GAK-Spieler feiern den vierten Aufstieg in Folge. Die Rotjacken spielen in der Saison 2017/18 in der Landesliga. Foto: GEPA pictures