Mehr Geld für Kindberbetreuung

Stadt Graz baut Angebot an Kinderbetreuung weiter aus.

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Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

„Wir wollen jedem Kind von berufstätigen Eltern einen Betreuungsplatz bieten.“ Es sind äußerst ehrgeizige Ziele, die sich Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner und die Stadt gesetzt haben – Ziele, an denen man sich messen lassen muss, aber es vor allem kann. Denn die Landeshauptstadt übererfüllt schon jetzt die von der EU vorgegebenen „Barcelona-Ziele“. Die verlangen im Kinderkrippenbereich einen Versorgungsgrad von 33 Prozent (Graz hält aktuell bei 33,88 %) und bei den Drei- bis Sechsjährigen 90 Prozent (Graz steht inklusive Tagesmüttern hier sogar bei 101,35 %).
Enorme Entwicklung. „Auf diese Zahlen dürfen wir sehr stolz sein. Durch das starke Wachstum der Stadt und die ständig steigende Nachfrage nach Krippenplätzen müssen wir aber unser System laufend ausbauen und erweitern“, stellt Hohensinner klar. Die Entwicklung in den letzten Jahren ist in der Tat ziemlich beeindruckend: Waren im Betreuungsjahr 2001/02 überschaubare 316 Kinder in einer Krippe untergebracht, so verfügt die Stadt aktuell über 2.530 Plätze.

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Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

 

 

 

 

 

 

 

 

Private Partner. „Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr, trotz des späten Budgetbeschlusses, fünf zusätzliche Kinderkrippengruppen und eine Kindergartengruppe eröffnen konnten. Die privaten Träger sind da für uns ganz wichtige Partner, den hervorragenden Versorgungsgrad zu halten“, sagt Hohensinner.
Weiterer Ausbau. Der Bedarf an zusätzlichen Plätzen wird jedenfalls auch in Zukunft steigen: Inzwischen wohnen deutlich mehr Kinder bis drei Jahren als Drei- bis Sechsjährige in Graz (8.683 vs. 7.525). Für das nächste Betreuungsjahr sollen deshalb sieben Krippen- und drei Kindergartengruppen ins städtische Tarifmodell hinzukommen. Bis Ende Oktober lief das Auswahlverfahren, bei dem sich alle privaten Betreiber dafür bewerben konnten – die eingereichten Projekte werden nun von der Abteilung für Bildung und Integration bewertet. Deshalb wird die Stadt laut Hohensinner im kommenden Jahr zusätzlich rund 900.000 Euro in das Tarifsystem investieren – insgesamt bewegen sich die Kosten der Stadt für dieses System bei über 23 Millionen Euro.
Integration. Gerade bei den Kleinsten spielt natürlich auch die Integration eine wichtige Rolle: So sind aktuell 44 Sprachförderkräfte in 33 Kindergärten insgesamt 1.200 Wochenstunden im Einsatz.