Top 10: Bei diesen Lehrberufen verdient man am meisten

Die Freude an der praktischen Tätigkeit, die Möglichkeit, Geld zu verdienen, und die guten Berufsaussichten sorgen dafür, dass wieder mehr Jugendliche eine duale Ausbildung beginnen. In welchen Berufen man am besten verdient.

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Lehrberufe liegen wieder voll im Trend Foto: shironosov/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Zwar gilt die Lehrlingsausbildung in Österreich im internationalen Vergleich als eine der besten, dennoch hatte die Lehre in den letzten Jahren mit einem schlechten Image zu kämpfen. Immer mehr Jugendliche haben sich nach der Pflichtschule dazu entschieden, ein Gymnasium zu absolvieren und zu studieren. Doch langsam dürfte die Lehre wieder an Attraktivität gewinnen: Laut der WKO-Lehrlingsstatistik haben im vergangenen Jahr um zwei Prozent mehr Jugendlich eine Lehre angefangen als im Jahr zuvor.

Neue Möglichkeiten

Eines vorweg: Klassische Lehrberufe wie Einzelhandels- oder Bürokaufmann, KFZ-Techniker, Friseur oder Koch zählen immer noch zu den beliebtesten. Seit 2018 gibt es zusätzlich 13 neue Lehrberufe, die speziell aufgrund der Anforderungen durch die Digitalisierung entstanden sind. Vor allem hier gilt, dass Absolventen künftig bessere Aussicht auf höhere Einstiegsgehälter haben als Absolventen althergebrachter Lehrberufe. Aber auch in nicht digitalen Lehrberufen gibt es, aufgrund des Fachkräftemangels, gute Berufsaussichten.

Auf eigenen Beinen

Ein großer Vorteil gegenüber Schülern ist, dass man bei einer Lehre sein eigenes Geld verdient und so im Vergleich zu Altersgenossen, die noch eine Schule besuchen, eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit genießt. Die Höhe der Lehrlingsentschädigung wird in den Kollektivverträgen festgelegt, ist also je nach Lehrberuf und Branche unterschiedlich. So bekommt ein Lehrling zum Bürokaufmann in einem Industriebetrieb mehr als in einem Gewerbebetrieb. Eine Branche, in der die Lehrlinge eine hohe Entschädigung bekommen, sind die Bauindustrie und das Baugewerbe. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Wer sich zum Maurer ausbilden lässt, erhält im ersten Lehrjahr 995 Euro im Monat, ein Malerlehrling nur 620.

Gender Pay Gap

Lehrberufe, in denen die Lehrlinge deutlich weniger verdienen, sind beispielsweise Friseur, die im ersten Lehrjahr mit 470 Euro nur die Hälfte eines Maurerlehrlings verdienen. Auffallend ist auch, dass jene Lehrberufe und Branchen, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, eine geringe Lehrlingsentschädigung bezahlen.

Guter Einstieg

Ähnlich wie die Lehrlingsentschädigungen verteilen sich auch die Einstiegsgehälter von Lehrabsolventen. Das zeigt der aktuelle Gehaltskompass des Arbeitsmarktservice (AMS). Wer einen Lehrabschluss aus der Baubranche in der Tasche hat, verdient als Berufseinstieger am meisten. Im mittleren Einkommensbereich erhalten Drogisten 1.490 bis 1.740 und Tischler 1.550 bis 1.980 Euro. Auf der untersten Gehaltsstufe der Absolventen von Lehrberufen stehen Immobilienkaufleute mit einem Monatsgehalt von 1.210 bis 1.360 Euro, auch Kosmetiker und Fußpfleger haben ein geringes Einstiegsgehalt von 1.325 bis 1.700 Euro.

Top 10-Gagen nach der Lehre

  1. Zimmereitechniker: 2.210 - 2.400 Euro brutto
  2. Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechniker: 2.220 - 2.400 Euro brutto
  3. Stuckateur und Trockenausbauer: 2.220 - 2.400 Euro brutto
  4. Straßenerhaltungsfachmann: 2.220 - 2.400 Euro brutto
  5. Pflasterer: 2.220 - 2.500 Euro brutto
  6. Tiefbauer: ca. 2.390 Euro brutto
  7. Schalungsbauer: ca. 2.390 Euro brutto
  8. Maurer: ca. 2.390 Euro brutto
  9. Gleisbautechniker: ca. 2.390 Euro brutto
  10. Brunnen- und Grundbauer: ca. 2.390 Euro brutto