Laufstegfieber

FASHION, FASHION, FASHION. Vom Streetstyle auf Wiens Straßen kann man halten was man möchte, aber die Designerszene boomt! Junge Designer streben von Wien aus in die Welt und erobern mit ihren Kreationen die internationalen Laufstege.

 MQVFW Vienna Fashion Week
Foto: Thomas Lerch

Einmal im Jahr ist es so weit: Es zieht frischer Mode-Wind durch die Hauptstadt. Rund um das MuseumsQuartier füllen sich die Bars und Restaurants mit exzentrisch gekleideten jungen Leuten, die unentwegt in ihre Laptops tippen. Ja, die „MQ Vienna Fashion Week“ ist wieder da und verwandelt Wien vom 10. bis 16. September in eine Mode-Metropole. Und das nicht ohne Grund, denn hier hat man der Szene so einiges zu bieten: von Namen wie Petar Petrov und Femme Maison bis hin zu JC Hoerl und den weit über Österreichs Grenzen hinaus erfolgreichen Marina Hörmannseder und Eva Poleschinski.

Derzeit gibt es in Wien vier große Modeschulen, in denen die Top-Designer von morgen ausgebildet werden. 1874 wurde die k.k. Kunststickereischule gegründet – die heutige Modeschule Herbststraße. 1884 folgte die Carl Diehl’sche Stiftungsschule – jetzt Fachschule für Mode der Stadt Wien. 13 Jahre später entwickelte sich die Kunstschule für Frauen und Mädchen – bekannt als Modeschule Wien im Schloss Hetzendorf. Als 1908 die Wiener Schneiderakademie gegründet wurde, wusste man noch nicht, dass daraus einmal die HLMW9 Michelbeuern entstehen würde. Herbststraße und Michelbeuern eröffnen übrigens die beiden letzten Tage der MQ Vienna Fashion Show um jeweils 13 Uhr. Alleine die harten Aufnahmeprüfungen der vier Modeschulen und -akademien sorgen dafür, dass hier nur Top-Talente an einen Abschluss kommen. Absolventen der Modeschule Hetzendorf waren zum Beispiel die Designer Roman Rzeznitzek, Jutta Pregenzer, Anita Aigner, Eva Buchleitner und Lena Hoschek, sowie Fotografin Elfie Semotan und Drag Queen Tamara Mascara.

Während und auch nach der Ausbildung muss man sich zunächst um Praktika-Plätze bewerben, bevor es hinaus in die weite Welt des Modedesigns geht. Jungdesignerin Andrea Kerber, Gründerin des Labels „VIS A VIS“, hat gleich zwei Praktika bei Designer Juergen Christian Hoerl absolviert. Sie blickt dankbar auf diese Erfahrung zurück: „Wie man ein Unternehmen führt, wie man ein Atelier organisiert, habe ich auf jeden Fall von ihm gelernt und dabei auch sehr viel für die eigene Selbstständigkeit mitgenommen.“ Ihr ultimativer Tipp, um es in Wien als Designer zu Ruhm und Ehre zu bringen: Netzwerken, auffallen und so immer im Gespräch bleiben.

Das komplette Interview mit der Designerin Andrea Kerber können Sie hier nachlesen.

Interview Jungdesignerin Andrea Kerber Fashion VIS A VIS
Die Tirolerin Andrea Kerber gründete im April 2016 ihr Label „VIS A VIS“ in Wien. Foto: Sarah Müller

 

 

Skoda MQVFW
Foto: Skoda

 

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