Kommentar: Super Serie des SK Sturm – ein Präsident im Interview

Heute kommen wir mal zu etwas Erfreulichem. Der SK Sturm spielt eine der besten Frühjahrs-Saisonen in seiner Geschichte. Wir haben den Präsidenten – es könnte der aktuelle aber auch einer seiner Vorgänger sein – in der Heimquarantäne erreicht.

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Foto: Montage Chris Zenz

Präsident (hebt ab): Präsident!

weekend.at: Ja, Grüß Gott Herr Präsident, hier spricht Eichenauer vom Weekend Magazin.
Präsident: Ah Sie (Anm. der Red.: höre, wie er angewidert ausspuckt). Was wollen’s denn? Normalerweise rufen’s doch nur dann an, wenn es bei uns schlecht läuft oder schreiben an depperten Kommentar.

weekend.at: Wollte nur mal nachfragen, wie es Ihnen so geht?
Präsident: Ja, wie soll’s mir gehen? Super, natürlich. Schließlich haben wir die letzten drei Spiele nicht verloren. Da kann man schon von einer kleinen Serie sprechen.

weekend.at: Ja, wirklich stark. Worauf führen Sie diesen beispiellosen Erfolgslauf zurück?
Präsident: Ich muss schon sagen, die Burschen machen das trotz Heimquarantäne echt super. Vor allem die Verteidigung steht wahnsinnig gut. Immerhin haben wir alle drei Matches zu Null gespielt.

weekend.at: Ja, schon, aber leider auch kein Tor erzielt. Hat der SK Sturm eine Stürmerkrise?
Präsident: Das ist wieder typisch. Sie müssen aber auch immer ein Haar in der Suppe finden. Vielleicht sollten Sie mal ein Journalismus-Seminar beim Burghi oder beim Peter besuchen. Die kennen sich wenigstens a bisserl aus!

weekend.at: Ja, ich überleg mir das…
Präsident: Schauen Sie, der Trainer legt halt mehr Wert auf die Defensive, da ist es für unsere Stürmer schwer, Tore zu machen. Aber die Jungs trainieren wie verrückt Abschlüsse und das wird sich schon in den nächsten Spielen bezahlt machen.

weekend.at: Äh, wie darf man sich das in der Heimquarantäne vorstellen?
Präsident: Also, Sie haben wirklich überhaupt keine Phantasie. Noch nie was von FIFA gehört? Die Burschen zocken wie verrückt auf der Playstation, gönnen sich kaum eine Pause.

weekend.at: Ja, aber tun sie das nicht eh sonst auch immer?
Präsident: Schon, aber diesmal ist es anders. Ich habe ihnen nämlich gesagt, sie dürfen nur mit Real Madrid, Barcelona, Liverpool oder Bayern München spielen. Sie können sich nicht vorstellen, welche Entwicklung die Burschen im Moment machen.

weekend.at: Haben Sie da nicht Angst, dass Ihnen andere Vereine Ihre Supertalente wegkaufen?
Präsident: Nun ja, das ist halt der Fluch des Erfolgs. Aber wir als SK Sturm beweisen schon lange, dass wir Jahr für Jahr tolle Talente aus dem Hut zaubern. Und wenn alle Stricke reißen, müssen wir halt den Mario Haas reaktivieren.

weekend.at: Den Mario? Wie passt das dann zur Karriereplattform?
Präsident: De nächste depperte Frog. Was für eine Karriereplattform?

weekend.at: Naja, davon haben Sie doch lange Zeit gesprochen?
Präsident: Echt? Egal! Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Es gibt für mich nur gute und schlechte Spieler. Warum also sollte ein so guter Stürmer wie der Mario bei uns keinen Platz haben?

weekend.at: Denke Sie auch an Ivo Vastic oder Hannes Reinmayr?
Präsident: Also ausschließen möchte ich gar nix.

weekend.at: Haben Sie aufgrund des aktuellen Erfolgslauf eigentlich auch die Ziele nach oben geschraubt?
Präsident: Nein. Unser Ziel bleibt: wir wollen ins Obere Playoff.

weekend.at: Ja, aber das haben Sie ja schon erreicht.
Präsident: Jetzt legen Sie mir nicht dauernd etwas in den Mund, was ich nicht gesagt habe. Jetzt wird mir die Sache aber zu bunt. Auf Wiedersehen!

***Tut Tut Tut***

weekend.at: Wir danken für das Gespräch!
 

 

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