Kommentar: Einfach das Gas abdrehen

Während dem Höhepunkt der Corona-Krise haben einige Autofahrer die Nerven verloren und andere gefährdet - hohe Strafen sollten daraus die Folge sein.

Gerhard Gall
Foto: Weekend Magazin

Geistesgestörte, die bei illegalen Straßenrennen mit 130 Sachen und noch viel mehr durch das Ortsgebiet donnern. Durchgeknallte Speed-Freaks, denen es egal ist, dass sie mit ihren auffrisierten Protzkarren nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Leben anderer in Gefahr bringen. Nächtliche Massentreffen mit Motorengeheul, Reifengequietsche und Abgasgestank. Quer durch Österreich hat die Raserszene in den letzten Tagen so lautstarke Lebenszeichen von sich gegeben, dass es für die Behörden hoch an der Zeit ist, diesen Irren endlich das Gas abzudrehen. Weil die bisherigen Strafsätze und Führerscheinentzugsfristen offenbar nicht ausreichen, muss man radikalere Strafmodelle überdenken. Man fragt sich, warum man nicht die Autos der Extremraser einzieht und zwangsversteigert. Die durch den Corona-Shutdown gebeutelte Staatskasse sagt Danke. Das vorprogrammierte Enteignungs-Geplärre aus der Ecke diverser selbst ernannter Schützer von „persönlichen Rechten“ darf ruhig ignoriert werden. In Italien ist es seit Jahren gang und gäbe, schwerwiegende Alkoholverstöße auf diese Art zu sanktionieren. In einem Aufwaschen kann man zur Staatsrettung auch gleich die Strafsätze für eine weitere im Straßenverkehr vielfach zu beobachtende Unart vervielfachen. 1.000 Euro für Telefonieren ohne Freisprechanlage. Wegen Gefährdung der Sicherheit. Das wäre ein Zeichen.