Kommentar: Danke Herr Bundeskanzler! Danke Herr Vizekanzler! Danke! Danke! Danke!

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Foto: Montage Chris Zenz

Jetzt bin ich beruhigt. Wir haben das Ärgste überstanden. Wie ich darauf komme? Nun, Bundeskanzler Kurz findet endlich ein wenig Zeit für sich. Ein wenig Zeit zwischen zwei Pressekonferenzen. Ein wenig Zeit, die er vergangenen Sonntag für ein Interview mit der Kronen Zeitung nutzte. Und weil er sich eben diese Zeit für uns Bürger nimmt, belohnt ihn die Krone mit einer schönen Titelseite: „Der Krisenmanager“ – absolut verdient! Im Interview schildert der junge, trotz der pandemischen Bürde noch immer bildhübsche Kanzler minutiös die schweren Entscheidungen, die er zu treffen hatte. Das Ganze gipfelte dann in dem Satz: „Wir haben im Büro jetzt ausgemacht, dass keiner mehr als 18 Stunden arbeiten darf".

Das führte dazu, dass die Angst um mich und die meinen in diesem Moment lächerlich erschien und von mir abfiel. Die lang ersehnte Erleuchtung? Das Erscheinen des Erzengels? Das Wissen um die Endlichkeit des Daseins? Nein, viel simpler aber dafür umso schöner. Meine Angst wich der Angst um unseren Kanzler. „Hoffentlich mutet er sich nicht zu viel zu“, schießt es mir durch den Kopf. Wir brauchen ihn doch so dringend. Wenige Gedanken später kommt mir dieser Satz zutiefst lächerlich vor. Wer, wenn nicht er, weiß, was er tut. Was zerbreche ich kleines Würstchen mir da den Kopf.

Diesen Sonntag kam dann Werner Kogler in der Krone dran. Hierarchie muss sein, auch in der Krise – gut so! Auch um ihn mache ich mir Sorgen. Schließlich musste der Vizekanzler selbst beim Umbinden seiner Schutzmaske „hochkonzentriert“ sein. Das Interview ist ihm dann leichter von der Hand gegangen. Diese Bilder von den Wolken, die sich langsam verziehen. Ein Dichter halt, unser Werner: Äh, ah, öh …

Zurück zum Kanzler. Bemerkenswert fand ich auch das Dankesschreiben unserer Ministerin Elisabeth, Eli, Köstinger auf Twitter. Stellvertretend für uns alle zollt sie dem nimmer müden Kanzler Respekt: „Danke Sebastian Kurz, was du für unser Land und die Menschen in dieser schwierigen Zeit leistest.“ Zugegeben, der Satz ist holprig formuliert. Aber das Herz, ja das Herz schert sich halt nicht um Formulierungen.

Ich weiß schon, da werden sich jetzt wieder manch Unbelehrbare das Maul zerreißen, werden versuchen, unseren jungen Kanzler und seinen väterlichen Vizekanzler durch den Schmutz zu ziehen, werden den beiden Geltungssucht und was weiß ich noch alles andichten. Das wird denen aber nicht gelingen. Schließlich müssen in diesen schwierigen Zeiten alle zusammenstehen - und vor allem Vertrauen haben. Das Genie dieser Heroen (ja, ich nenne sie bewusst so) wird uns mit ruhiger Hand durch die Untiefen dieser Zeiten navigieren. Danke! Danke! Danke!

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