Kinder an die Macht

Polit-Nachwuchs. Als Kinderbürgermeister vertreten Martina und Valentin die Interessen der jüngsten Stadtbewohner. Uns verraten sie, was sie an Graz gut finden und wo die Erwachsenen noch einmal genauer hinschauen sollten.

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Martina und Valentin sind die Grazer Kinderbürgermeister. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

Man kann über Greta Thunberg denken was man will, eines steht fest: Die 16-jährige Klimaaktivistin hat es geschafft, dass sich die ganze Welt mit ihrem Anliegen beschäftigt. Ähnliches wollen auch Martina Kogler (12 Jahre) und Valentin Watzinger (9 Jahre) erreichen: Sie stehen an der Spitze des Grazer Kinderparlaments und setzen sich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen ein. Gespräche mit Politikern gehören da ebenso zum Alltag wie das Halten von Pressekonferenzen oder das Planen von gemeinsamen Initiativen.

Engagiert. Alle zwei Wochen treffen sich die beiden daher mit den anderen Mitgliedern des Kinderparlaments, um Ideen und Veränderungswünsche zu besprechen und über deren Umsetzung zu beraten. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen: Seit Anfang des Jahres wird etwa für jedes neugeborene Kind in der Stadt ein Baum gepflanzt. Der Anstoß dazu kam von den Schülern. Im Herbst möchte man erreichen, dass alle Kinder in Graz einen Gutschein für eine kostenlose Freizeitaktivität wie Kino gehen, Eis essen oder das Schwimmbad erhalten. Und die Ideen gehen den jungen Politikern noch lange nicht aus: „Mir ist es wichtig, dass die Menschen den richtigen Umgang mit Hunden lernen“, erzählt Valentin. Martina wünscht sich dagegen mehr Spielplätze mit Bäumen und eine umweltfreundlichere Stadt. Gemeinsam wird dann überlegt, wie die Politik daran arbeiten könnte.

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Foto: Kinderbüro Graz

Aktiv werden. Durchgeführt wird das Kinderparlament im Auftrag der Stadt Graz vom Kinderbüro. Jedes Jahr steht den Kindern dafür ein eigenes Budget zur Verfügung, das sie mit Unterstützung selbst verwalten dürfen. „Es geht uns darum, den Kindern zu zeigen, dass auch sie etwas in ihrer Stadt verändern können – auch wenn es manchmal Geduld braucht“, erzählt Heidi Jursitzky, die die Treffen des Kinderparlaments organisiert und betreut. „Viele Erwachsene wissen nämlich gar nicht, was Kinder beschäftigt. Dabei sind ihre Probleme eigentlich recht ähnlich wie unsere“, so  Jursitzky. Das wird auch im Gespräch mit den Nachwuchs-Bürgermeistern schnell klar: „Manchmal kommt mir vor, die ganze Stadt besteht nur aus Beton“, antwortet Valentin auf unsere Frage, was ihn an Graz stört. „Und die Gondel am Plabutsch wollen wir auch nicht“. Warum? „Weil sie nicht gut für die Umwelt ist und nur Geld kostet“, so der Schüler. Hätten Sie sich mit neun Jahren darüber Gedanken gemacht?

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Foto: Kinderbüro Graz
Positives Feedback. Jetzt wollen wir aber wissen, was die beiden an Graz gut finden. „Schwer zu sagen, aber es ist toll, dass man als Kind seine Anliegen mit der Stadt teilen kann“, überlegt Martina. Valentin gefällt das Reden bei Pressekonferenzen am besten. „Manchmal muss ich auch den Bürgermeister oder den Herrn Eustacchio vorstellen, das macht Spaß“, so der 9-Jährige. Fast alle Gemeindepolitiker haben sie mittlerweile schon persönlich getroffen. „Am öftesten haben wir mit dem Kurtl (Anm.: Kurt Hohensinner) zu tun. Nur Fußball spielen dürfen wir in seinem Büro nicht mehr, weil einmal fast sein Laptop dabei kaputt gegangen ist“, verrät uns Valentin.

Mitmachen. Dass die beiden später selbst einmal Bürgermeister von Graz werden wollen, ist damit aber noch nicht geklärt. „Ich weiß noch nicht genau was ich nach der Schule machen möchte, aber ich glaube, nicht Bürgermeister“, erzählt  Martina. Bei
Valentin sieht die Sache schon anders aus: „Ich werde lieber Präsident“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Wer selbst einmal beim Kinderparlament dabei sein möchte oder in die Fußstapfen von Martina und Valentin treten will, findet alle Infos zur Teilnahme unter www.kinderparlament.at oder schickt eine E-Mail an heidi@kinderparlament.at.

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Foto: Kinderbüro Graz

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8430 EUROSPAR Leibnitz, Wasserwerkstraße 32
8570 EUROSPAR Voitsberg, Conrad-v.-Hötzendorfstr. 27
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Solange der Vorrat reicht!

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