Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn: So süß ist das neue Jungtier

Corona hin oder her, im Zoo geht das Leben weiter. Am 21. März hat es Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn gegeben. Die Zoo-Familie um ein entzückendes Jungtier gewachsen. Wie seine ersten Erkundungsversuche laufen und warum die Männchen Abstand halten – das sehen Sie im ersten Video aus „Klein-Madagaskar“.

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Am 21. März kam das 70 Gramm schwere Kattan-Baby auf die Welt. Ob Bub oder Mädchen, kann man heute noch nicht sagen. Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn
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Seit etwa eineinhalb Wochen erkundet das Kattan-Baby die Welt von Mamas Rücken aus. Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn

Trotz Corona-Krise im Tiergarten Schönbrunn geht das Zoo-Leben munter weiter. Besonders schöne Neuigkeiten wurden heute bekannt: Bei den Kattas gibt es Nachwuch! Ob Bub oder Mädchen kann man noch nicht sagen. Bei der Geburt wog das winzige Fellknäuel geschätzte 70 Gramm. Seither entwickelt es sich bestens, wie Tierpfleger Dominik Eigenbauer stolz erzählt: „Am Anfang hängen Katta-Jungtiere am Bauch der Mutter und schlafen die meiste Zeit. Seit etwa eineinhalb Wochen klettert das Jungtier schon auf ihren Rücken und schaut sich die Umgebung an.“ Auch erste Beziehungen werden bereits zaghaft geknüpft. Gelegentlich verlässt es schon Mamas Obhut, um auch auf anderen Weibchen zu sitzen. „Nur die Männchen haben mit der Aufzucht nichts zu tun. Im Gegenteil: Die Weibchen halten sie sogar auf Abstand.“ Katta-Jungtiere werden etwa ein halbes Jahr lang gesäugt. Im Alter von etwa einem Monat beginnen sie zusätzlich, Obst und Gemüse zu fressen.

Stark gefährdet im Lebensraum Madagaskar

Das aktuell überaus sonnige Wetter gefällt den Kattas außerordentlich gut. Nicht umsonst sind sie als Sonnenanbeter bekannt! Um sich aufzuwärmen, strecken sie ihre Brust mit ausgebreiteten Armen und Beinen der Sonne entgegen und verharren in dieser Position. Heimisch sind die Lemuren ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Sie stehen als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN). Die Hauptbedrohung: Große Waldflächen werden auf Madagaskar in Viehweiden umgewandelt. Die Tiere verlieren ihren Lebensraum. „Wir beteiligen uns bei dieser gefährdeten Lemurenart am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm“, erklärt Eigenbauer. Über den Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn freut man sich deswegen ganz besonders.

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