Julia Hofer - die Saitenzupferin

Fingerspitzengefühl. „Bewaffnet“ mit Cello und E-Bass verleiht die 24-jährige Oberkärntnerin Julia Hofer den Projekten großer Musikstars das gewisse Etwas. In die Welt der Noten wurde die aufstrebende Künstlerin hineingeboren.

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„Mit Bruno Mars zu performen, wäre schon ein Highlight für mich. Bei dem geht es auf der Bühne so richtig ab.“ Julia Hofer, Musikerin Foto: Julia Hofer

weekend: Die Musik wurde Ihnen in die Wiege gelegt?
Julia Hofer: Ja, meine Mutter ist Geigerin, mein Vater spielt Trompete und unterrichtet am Konservatorium in Klagenfurt, mein Onkel leitet die Musikkappelle in Millstatt, mein Opa spielt Posaune. Es stellte sich also nie die Frage, ob ich ein Instrument lernen werde, sondern welches.

weekend: Und Sie haben sich im Alter von acht Jahren für Cello entschieden.
Julia Hofer: Ich hatte mich davor an der Geige versucht, konnte mich aber nicht mit der hohen Tonlage anfreunden. Damals hatte gerade ein neuer Cello-Lehrer in der Musikschule in Spittal angefangen, das hat mich gereizt. Cello ist der Stimme am ähnlichsten. Das Instrument hat mich sofort fasziniert.

weekend: Dann entfachte die Liebe zum E-Bass? Eine ungewöhnliche Kombination.
Julia Hofer: Mit Cello decke ich ganz gut die Klassik und die Romantik ab. Ich wollte aber unbedingt ein zweites Instrument, mit dem ich auch andere Stilrichtungen spielen kann. Also versuchte ich es mit Bass, was ganz gut funktioniert hat. Und ja, ich bin ein Mensch voller Kontraste – ich liebe Punk, da kann ich total mitgehen. Und auf der anderen Seite mag ich es auch sehr reduziert.

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Bass & Cello sind die Erfolgsinstrumente der jungen Oberkärntnerin Foto: Julia Hofer

weekend: Seit drei Jahren werden Sie regelmäßig für Projekte und Auftritte gebucht. Wie kam es dazu?
Julia Hofer: Im Zuge meines Erasmussemesters in Köln habe ich wichtige Kontakte geknüpft und irgendwann kam dann plötzlich eine Anfrage.

weekend: Sie setzen also auf Empfehlungen, statt Werbung für sich zu machen?
Julia Hofer: Ich mache Eigenwerbung in den sozialen Medien. Ich konnte mich auf den Plattformen präsentieren und austesten, ob mein Bass und ich überhaupt ankommen. Das erste Video, das ich hochgeladen habe, hatte recht schnell über eine Million Klicks. Das hat also gut funktioniert und ich wurde von mehreren Leuten kontaktiert.

weekend: Sie waren gerade mit Wenzel Beck unterwegs, haben Projekte mit dem Holländer Martin Verdonk gemacht. Was steht als Nächstes an?
Julia Hofer: Ich darf hier leider den Namen nicht nennen, aber kürzlich habe ich mit einem deutschen Bestseller-Autor, der Musik macht und ein Album aufnimmt, zusammengearbeitet. Eine sehr spannende Arbeit. Mit Wenzel Beck stehen Albumaufnahmen an.

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Julia Hofer (24) macht derzeit den Master in Instrumentalund Gesangspädagogik an der Musikuniversität Wien und studiert an der Pop-Akademie in Mannheim Foto: Julia Hofer

weekend: Mit wem würden Sie gerne performen?
Julia Hofer: Eros Ramazzotti ist mir kürzlich auf Instagram gefolgt. Er ist gerade auf Tour und es wäre ein Hit, bei einer so großen Produktion dabei zu sein. Oder Bruno Mars, bei dem geht es ab auf der Bühne.

weekend: Haben Sie Idole?
​Julia Hofer: Esperanza Spalding, eine ganz bekannte Kontrabassistin - die macht das super.

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Hier einige Highlights der Zusammenarbeit mit Martin Verdonk:

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