Kärntner Bauhütte herausgeputzt

Seit Jahrhunderten treffen sich Baumeister, Gesellen und Lehrlinge in Bauhütten. Zukunftsfit wird die Kärntner Bauhütte mit neuen Veranstaltungsformen und einer neuer Webseite.

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Historische Gewänder gehören zur Bauhüttensitzung ebenso wie der Zunftkrug Foto: WKK/Fritz-Press

Die Kärntner Bauhütte will noch mehr Interessierte zum Dialog anregen. „Die Bauhütte soll nicht nur ein Museum sein, sondern eine Gemeinschaft - ein Ort, an dem man sich trifft und über Bauthemen spricht“, sagt Hans Steiner, Obmann des Kärntner Baumeisterverbandes. Und dafür werden die Tore der Bauhütte künftig noch weiter geöffnet als bisher.

Brückenbauer

Das Ziel sei nicht nur, mit der Bauhütte historisches Kulturgut zu bewahren, sondern sie so zu nutzen, wie es die Generationen zuvor bereits getan haben: als Treffpunkt für Jung und Alt. Damit führt man eine jahrhundertelange Tradition fort. Schon im Mittelalter war die Bauhütte der zentrale Ort für die Gemeinschaft aus Meistern und Gesellen. Hier wurde Wissen weitergegeben, Projekte besprochen und Lehrlinge ausgebildet. Diese überlieferte Tradition ließ die Landesinnung Bau vor 17 Jahren neu aufleben: In der Klagenfurter Koschutastraße wurde die Kärntner Bauhütte geschaffen.

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​Aus dem Zunftkrug trinken alle Anwesenden Foto: WKK/Fritz-Press

Seminare

„Wir spannen einen Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir möchten gewachsene Tradition ins Heute transportieren und der auszubildenden Jugend die beständigen Werte des Bauens als wichtiges Kulturgut nahebringen“, betont Steiner. Zusätzlich werden zu den Bauhüttensitzungen künftig Seminare und Veranstaltungen für mehr Belebung sorgen. Bauhütten-Vorsitzender Josef Kollitsch betont: „Wir Bau- menschen verschließen unsere Augen nicht vor der Vergangenheit, aber auch nicht vor der Zukunft. Wenn wir in der Zukunft lesen wollen, müssen wir in der Vergangenheit buchstabieren können.“

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Die gelb leuchtende Wand zieren Ehrenmeisterportraits Foto: WKK/Fritz-Press

Online

Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft hat man mit der Website www.bauhuette.at gemacht. „Das ist eine gute Symbiose aus Vergangenheit und Zukunft. Denn ohne Tradition kann man auch die Herausforderungen der Digitalisierung nicht schaffen“, sagt Robert Rauter, Bau-Landesinnungsmeister. Die Besucher bekommen auf der Website einen Einblick in die Hintergründe und können alle Bücher, die von der Kärntner Bauhütte herausgegeben wurden, herunterladen. Von der Kunst aus Stein über die ersten Ziegel aus Kärnten bis zur Geschichte der Bauhütte: In den Werken erfährt man vieles über die Historie des Bauens in Kärnten. So soll auch im digitalisierten Raum Lust auf den Besuch der Kärntner Bauhütte gemacht werden, in der viele historische Objekte ausgestellt sind.

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