3 Fragen an den Kärntner Verleger Lojze Wieser

"Meiner Seel", sagt der Gründer vom Wieser Verlag in Klagenfurt, wenn er auf das erste Logo blickt: Gekreuzte Zündhölzer, die ein W formen - nicht abgebrannt, aber immer bereit zu brennen - für die Literatur, die Kulinarik, die Bücher, die es noch herauszubringen gilt.

Lojze Wieser C wieser Verlag.jpg
Zum Jubiläum des Wieser Verlages gibt es eine Sammlung mit den Lieblingsgedichten von Lojze Wieser "... und darin fliegt eine Schwalbe", einen Prosaband "Im dreißigsten Jahr" und einen 500 Seiten starken „Europa erlesen, Europa!" Jubiläumsband. Foto: Wieser Verlag

Der Wieser Verlag feiert 2017 sein 30-Jahres-Jubiläum. Wie wird das gefeiert?

Das Jahr ist lang, drei Bücher rund ums Jubiläum sind im Werden. Lesungen bei Buchmessen, Besuche im Buchhandel. Veranstaltungen quer durchs Land. Nahe an der Leserschaft. Mit Poesie und Prosa.

In den vergangenen Jahrzehnten haben Sie 1.400 Bücher herausgegeben. Ihr berufliches Dasein war mit Morddrohungen, Briefbomben und wirtschaftlichen Auf und Abs durchaus turbulent, oder?

Ich habe beschlossen, ohne dieser Begleitmusik auszukommen! Aber wie sagt schon Miroslav Krleža, der zu Unrecht bis jetzt unbekannt Gebliebene aus Kroatien: „Nicht einmal unter den Blumen gibt es Gerechtigkeit ...“ Die Kritik ortet übrigens in seinem – im Wieser Verlag erstmals in Deutsch erschienenem – Werk „Die Fahnen“ eine „kulturelle Großtat“.

Ihre nächsten Vorhaben?

Gemeinsam das Tor zum weitgehend unbekannten „Anderem Europa“ aufzustoßen und damit das literarische Paradies finden. Sei es mit Büchern, sei es mit der ORF Filmserie „Der Geschmack Europas“. Dazu kommt Mitte des Jahres ein wunderschöner Bildband mit Geschichten und Rezepten.

 

Mehr zum Thema: