Film ab: Junge Filmszene in Wien

Wiens Filmkultur erlebte in den letzten Jahren dank junger Nachwuchstalente einen starken Aufwind. Sie versuchen sich an neuen Methoden und sind bereit, alles für ihre Leidenschaft zu geben.

Kopie von Zehn.Zwanzig Filmszene Tachles
Filmszene aus ZEHN.ZWANZIG Foto: Nicholas Bettschart

Der Schriftsteller Louis kehrt nach einem Jahr in Berlin in seinen Heimatbezirk Leopoldstadt zurück. Beim Würstelstand gibt es Soja-Burger mit Bio-Bier und auch im Kaffeehaus um die Ecke haben die Hipster das Regiment übernommen. Diese persönliche Erfahrung hat Regisseur Rafael Bettschart gemacht und in seinem ersten Film "Zehn.Zwanzig" verarbeitet. Ohne Förderungen, mit 7.000 Euro und in einem Zeitraum von zwei Wochen war der Film abgedreht. Wie der junge BWL-Student ohne Filmkenntnisse das geschafft hat, lesen Sie im Interview mit Rafael Bettschart.

Zehn.Zwanzig Filmszene
Filmszene aus ZEHN.ZWANZIG Foto: Nicholas Bettschart

Laut Leon Ilsen vom Filmfonds Wien spielt der Nachwuchs für die Weiterentwicklung der Wiener Filmbranche eine große Rolle. Als Nachwuchs werden in der Filmszene Regisseure bezeichnet, die an ihrem ersten oder zweiten Langfilm arbeiten. Diese machen im Schnitt 30 bis 40 Prozent der gesamten Förderzusagen des Filmfonds Wiens aus. Im vergangenen Jahr sind insgesamt rund 10,5 Millionen Euro an Förderungen in österreichische Film-Projekte geflossen. Ilsen: „Frische Ideen und neue Perspektiven sind uns wichtig, weil sie eine Voraussetzung für die dynamische Entwicklung am Standort Wien sind.“

Das Bundeskanzleramt fördert die Herstellung von Langfilmen mit bis zu 70.000 Euro. Hier sind aber besondere Auflagen zu erfüllen. Die Förderungen fruchten, denn RegisseurInnen wie Barbara Eder, Marie Kreutzer oder Umut Dag, die noch vor wenigen Jahren zum Nachwuchs zählten, sind heute sehr erfolgreich und aus der österreichischen Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Zehn.Zwanzig Filmszene Tachles
Filmszene aus ZEHN.ZWANZIG Foto: Nicholas Bettschart

 

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