Jesus war ein Außerirdischer

… Prince Charles ist in Wirklichkeit ein Reptiloid aus dem All, und in New Mexico werden Experimente an kleinen grauen (!) Männchen durchgeführt. Kaum eine Vorstellung beflügelt unsere Phantasie wie jene von intelligenten Lebensformen „da draußen“. Sollten wir tatsächlich ganz allein im Universum ein?

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Die Außerirdischen kommen! Oder waren sie vielleicht schon längst da...?  Foto: istockphotos/Chainatp
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Stammt Barack Obama von reptilienhaften Außerirdischen ab, so wie viele weitere Machthaber? Es gibt Menschen, die das glauben. Foto: Obama Official/Pete Souza
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Erich von Däniken behauptet: "Alle Religionen liegen falsch. Es gibt keine Götter. Außerirdische haben uns besucht, es gibt noch heute Beweise dafür." Foto: iStock/sedmak
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Schon vom Project Blue Beam gehört? Per Holographie gaukeln Regierungen den Menschen UFOs vor, die es gar nicht gibt, um Chaos zu erzeugen – und Freiheiten zu beschränken. Foto: istockphotos/bestdesign
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Kleine graue (oder grüne) Männchen: Schon die ersten Illustrationen stellen Aliens so dar, wie sie später von angeblich "Entführten" geschildert wurden.

 

Kleine graue  (oder grüne) Männchen: Schon die ersten Illustrationen stellen Aliens so dar, wie sie später von angeblich "Entführten" beschrieben wurden.

Foto: iStock/cosmin4000

Allein die unfassbar hohe Anzahl von Planeten im All spricht für die Wahrscheinlichkeit weiteren Lebens. Kleines Rechenexempel: Unsere Galaxie, die Milchstraße, besteht aus etwa 200 Milliarden Sternen. Jeder Stern wird von durchschnittlich 1,6 Planeten umkreist. Schon hier kommt das Vorstellungsvermögen ins Schleudern, aber folgende Zahl wirft uns endgültig aus der Bahn: Im beobachtbaren Universum gibt es außer der Milchstraße noch hunderte Milliarden weiterer Galaxien…

Hilfe, die Marsianer kommen!

Diese Zahlen sind noch nicht lange bekannt. Ihnen liegen die heutigen technischen Voraussetzungen zugrunde. Etwa besonders leistungsstarke Teleskope, sowohl im All als auch auf der Erde, sowie Rechnerkapazitäten, an die Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts noch gar nicht zu denken war. Dennoch – oder gerade deshalb – beschäftigte die Menschheit damals das Thema „Besuch aus dem All“ mindestens so sehr wie heute. Eine Invasion von Marsianern, von H.G. Wells in „Krieg der Welten“ schon 1898 erdacht und 1938 als Hörspiel ausgestrahlt, löste in den USA  Panik aus. Wenige Jahre später, 1947, kam es in Roswell im US Bundesstaat New Mexico angeblich zum Absturz eines UFOs.

Auch damals: Fake News

Noch heute vermuten zahllose Verschwörungstheoretiker die Vertuschung und Geheimhaltung durch die US-Regierung. An Bord sollen auch Außeridische gewesen sein. Aktuelle Theorien wirken dagegen gerade heute wesentlich glaubwürdiger: Der sowjetische Geheimdienst habe Ufoabsturz samt wackeliger Aufnahmen eines verletzten Aliens im Auftrag von Stalin inszeniert und in Umlauf gebracht, um die USA zu destabilisieren. Fake News also! Roswell war naürlich nicht die einzige Ufo-Sichtung, hier geht es zu weiteren.

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In Roswell soll 1947 ein UFO abgestürzt sein. Theorie: Die US-Regierung hält seither die Trümmer des Raumschiffs und Leichen außerirdischer Lebewesen unter Verschluss. Foto: istockphotos/mj0007

 

Wenn Forscher heute nach Leben im All suchen, gehen sie nicht auf die Pirsch nach menschenähnlichen Gestalten mit großen Köpfen, riesigen Augen, flacher Nase und drei Fingern. So sahen die „Greys“ aus, jedenfalls nach Beschreibungen von Menschen, die nach eigenen Aussagen von ihnen entführt worden waren. Besonders Anfang der sechziger Jahren outeten sich viele derartige „Entführungsopfer“.  „Greys“ hätten sie ins Raumschiff gebeamt, Experimente an ihnen durchgeführt, Erinnerungen gelöscht (nicht immer ganz erfolgreich) und sie schließlich wieder abgesetzt. 

Grau oder grün?

Spannend: Die Beschreibung passt ziemlich genau zu Zeichnungen, die schon 1908 in der Cosmopolitan (!) erschienen waren, Autor: ein gewisser H.G. Wells. Der angeheuerte Illustrator ließ seiner Fantasie freien Lauf  - und verankerte  im kollektiven Bewusstsein über Jahrzehnte hinweg das Bild des prototypischen Alien. Selbst E.T. ist eindeutig davon inspiriert. Wenn wir von „kleinen grünen Männchen“ sprechen, ist es also jene Illustration, die vor mehr als 100 Jahren Pate stand. Wohl auch in der Phantasie der „Entführten“. Sie machten allerdings „Greys“, Graue, aus den Außerirdischen. Die Illustration war allerdings auch schwarzweiß... 

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Kleine graue (od grne) Männchen: Schon die ersten lllustrationen stellen Aliens so dar, wie sie später von angeblich "Entführten" geschildert wurden. Foto: iStock/Warpointcora

 

Menschenähnliche Gestalten? Wissenschaftler von heute geraten schon wegen ganz anderer Dinge aus dem Häuschen. Astrophysikerin Sophie Rieger vom Österreichischem Weltraum Forum im Weekend Interview: „Aktiv wird momentan hauptsächlich nach sogenannten Biomarkern – Spuren von einfachen Lebensformen, wie etwa gewisse Moleküle ­– oder Exoplaneten gesucht.“  Jene Planeten, die wie die Erde in einem Orbit einen Stern ähnlich der Sonne umrunden , galten bei ihrer Entdeckung 1995 noch als Sensation. Seither wird sowohl  mit Weltraum- als auch mit bodengestützten Teleskopen weiter intensiv noch ihnen gesucht. Mit Erfolg: in der Milchstraße wurden bereits über 4.000 entdeckt (Stand Januar 2020).  Einer der interessantesten Funde beim Durchkämmen unserer Galaxie gelang im Februar Weltraumteleskop Hubble: K2-18 b.

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Existieren hier, 111 Lichtjahre von der Erde entfernt, die richtigen Bedingungen für Leben? Foto: NASA/ ESA/L. Hustak, J. Olmsted

Der Planet ist acht Mal so groß wie die Erde, 110 Lichtjahre entfernt – und mit einer Atmosphäre, die Wasser enthält. Aus allem, was wir über „Leben“ wissen, die wichtigste Voraussetzung. Aber gilt das überhaupt für Aliens? Sie könnten derart von allen Menschlichem abweichen, dass Wasser für sie überhaupt keine Rolle spielt. Astrophysikerin Gruber: „Es ist wie nach einer Nadel im Heuhaufen zu suchen, ohne zu wissen wie die Nadel ausschaut oder aus was sie besteht.“

Wie gefährlich können uns Aliens werden?

Stellen wir uns vor, das Unwahrscheinliche tritt ein – und die Menschheit sieht sich plötzlich mit dem Wissen konfrontiert, dass sie auf außerirdisches Leben gestoßen sind. Was nun? Winken und hallo rufen, im übertragenen Sinne natürlich? Oder uns lieber schön ruhig verhalten, gar unter einer großen Laser-Tarnkappe verstecken? Dafür gibt es nämlich in Fachkreisen nicht ganz unbekannte Verfechter: David Kipping und Alex Teachey von der Columbia University in New York warnen vor Aliens auf Rohstoff-Raubzügen, übrigens wie vor ihnen schon Stephen Hawkings. Angesichts unserer Raubbaus an der Erde und der drohenden Klimakatastrophe wirkt das Szenario immer weniger absurd. Womöglich sind wir irgendwann im All unterwegs und sehen uns nach einem Planeten um, den wir für unsere Zwecke ausschlachten könnten…