Sieben Tricks: Der schnelle Weg zu guten Ideen

Viele kennen das aus dem Berufsleben: Die Vorgesetzten wollen gute Ideen und rasche Lösungen von ihren Mitarbeitern. Aber woher nehmen? Die folgenden sieben Tipps können wahre Wunder wirken.

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Schneller zu guten Ideen kommen? Das ist möglich! Foto: BartekSzewczyk/iStock/Thinkstock

Das Klassentreffen

Gesucht ist ein neues Konzept, eine neue Arbeitsmethode oder Außenpräsentation? "Dann begeben Sie sich bewusst in eine fremde Branche, um nachzusehen, wie dort gearbeitet wird", empfiehlt Peter Pakulat, Innovationscoach und Kreativitätsexperte. Pakulat schickt in seinen Seminaren zum Beispiel Restaurantbesitzer, die sich Verbesserungen für ihr Lokal wünschen, in Krankenhäuser, Strafvollzugsanstalten oder auf Kreuzfahrtschiffe. Ziel ist es, die Eindrücke ohne Bewertung aufzunehmen und sich komplett auf die andere Welt einzulassen. Danach werden die Eindrücke analysiert. "Dabei findet man dann oft ganz neue Inspirationen für die eigene Arbeit und Geschäftsentwicklung."

Der Kopfstand

Wer etwas verbessern möchte, sucht nach guten Möglichkeiten. Wenn das aber nicht so recht gelingen will, kann es effektiver sein, bewusst zu überlegen, was die Lage verschlechtern würde. "Bei der Kopfstand-Methode dreht man den Spieß um und sucht nach Worst-Case-Szenarien", sagt der Kreativtrainer und Querdenker Benno von Aerssen. Der Trick dahinter: Dem Gehirn fällt es in der Regel leichter, negativ zu denken, und so kommt eine ganze Menge Input zusammen. "Diesen dreht man dann wieder ins Positive und bekommt so viele Inspirationen dafür, wie das Projekt richtig gut gelingen kann."

Semantische Intuition

Bei der semantischen Intuition verbindet man nach dem Zufallsprinzip Begriffe miteinander, um daraus neue Ideen zu gewinnen, erklärt Petra Hennrich. Sie ist Kreativ-Coach und Fachbuchautorin aus Wien. Schritt 1: das Thema formulieren, für das neue Ideen gefragt sind. Schritt 2: auf kleinen Zetteln alle Begriffe und Gedanken notieren, die einem dazu einfallen. Schritt 3: die Zettel mischen und immer paarweise zwei herausziehen. "Verbinden Sie diese Gedanken und Begriffe miteinander. Betrachten Sie, was sich daraus entwickelt, spielen Sie gedanklich damit." Besonders Wort-Paare, die vermeintlich gar nichts miteinander zu tun haben, könnten dabei tolle und ungewöhnliche Ideen hervorbringen.

Brain-Writing Pool

Für Team-Brainstormings empfiehlt von Aerssen den runden Tisch: Alle setzen sich im Kreis zusammen, auf dem Tisch ein Stapel Karteikarten. Nun nimmt sich jeder eine Karteikarte und schreibt eine Idee für das gewünschte Projekt auf. Dann wird die Karte nach links weitergeben. "Nun kann jeder entscheiden, ob er etwas dazu ergänzen möchte oder nicht." Die Karten wandern immer weiter reihum, bis sie wieder beim Anfangspunkt angekommen sind. Der Vorteil dieser Methode: Introvertierteren Kollegen fällt es leichter, Ideen einzubringen, die Hierarchie wird durch die Anonymität der Notizen ausgeschaltet.

Spiel mit Veränderung

Innovativ sind immer die Dinge, die sich von der Masse abheben und anders sind. Für die Suche nach Alleinstellungsmerkmalen empfiehlt Pakulat, sich das Produkt oder das Projekt einmal ganz anders vorzustellen. "Rücken Sie einmal alles in einen anderen Kontext, spielen Sie mit der Veränderung." Kann man die Eigenschaften des Produkts verändern, zum Beispiel Klang, Geruch, Farbe oder Form? Kann man es umstellen, es in einer anderen Reihenfolge aufbauen? Es komplett anders verwenden, verkleinern, vergrößern? Wie würde das Produkt provozieren? Womit würde es sofort auffallen?

Tempo 30

Wenn im kreativen Prozess gar nichts mehr geht oder der Einstieg schwerfällt, empfiehlt Petra Hennrich die Methode Tempo 30. Dafür wird ein beliebiges "Schrottwort", das gar nichts mit dem Thema zu tun hat, auf einem Zettel notiert. Exakt eine Minute lang werden dann alle Begriffe - möglichst 30 Stück - aufgeschrieben, die zu diesem Wort einfallen. Bei geistigen Leerläufen wird das Schrottwort selbst erneut aufgeschrieben. Der Trick dieser Methode: Durch das unermüdliche Schreiben wird das Unterbewusstsein aktiviert und die Gedankensperre aufgelöst.

Reizbild-Technik

Bilder aus Zeitschriften oder ein altes Memory-Spiel: Bei der Reizbild-Technik nutzt man Bilder, die mit dem eigentlichen Problem möglichst wenig zu tun haben, zum Beispiel ein Glas Orangensaft oder eine Pflanze. Dann gilt es, sich Gedanken über das Bild zu machen: Was sehe ich? Was fühle ich dabei? Lassen sich diese Assoziationen irgendwie auf mein Problem beziehen? "Auf diese Weise wird das Gehirn für ungewöhnliche Ideen getriggert", erläutert Aerssen.

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