Husky-Boss Anton Kuttner

Als Husky-Toni kennen ihn Familien, Schüler, Touristen und Manager. Mit seinen Huskys sorgt er für Naturerfahrungen und Teambuildingworkshops. Und zaubert mit seinem Verein „Kindertraum“ kranken Kindern wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Husky Toni
„Ich halte es wie Jack London: Das Leben ist nicht dazu da, um aufgespart zu werden.“ Anton Kuttner alias Husky-Toni Foto: walser-image.com

Weekend: Sie leben mit und von Huskys?    
Husky-Toni:
Meine Liebe zu den Tieren begann bereits als schwerkranker Siebenjähriger. Ich verbrachte ein Jahr im Spital, ein Buch über Huskys half mir über die schwierige Zeit. Als ich nach einer Knochenmarkspende meiner Schwester wieder gesund wurde, musste ich den Traum vom eigenen Hund allerdings weit in mein Erwachsenenalter verschieben. 1995 kam mein erster Husky zu mir, 1999 habe ich mein Angestelltendasein an den Nagel gehängt und mich auf ein Angebot von Tier- und Naturlebnissen mit Huskys konzentriert und daraus ein Familienunternehmen entwickelt. Meine Huskys sind vielfach auch Werbestars und werden für Werbeaufnahmen und -filme gebucht.

Weekend: Was bieten Sie an?
Husky-Toni:
Ich habe im Brandnertal, im Hochplateau Tschengla auf 1.300 Meter eine Hütte gepachtet von der aus im Sommer wie Winter Einzel- und Gruppentermine mit unseren Huskys durchgeführt werden. Das sind z.B. Schneeschuhwanderungen, bei denen man an der eigenen Taille einen Husky als „Zughilfe“ auf dem Weg durch die Winterwanderwege vorspannt oder auch Schlittenfahrten. Dabei erleben Einzelpersonen oder Gruppen die unberührte Winterlandschaft mithilfe der Hunde. Wenn kein Schnee liegt, werden Huskytouren mit Rollwagen vorgenommen.

Weekend: Große Unternehmen sind dabei auf den Hund gekommen?
Husky-Toni:
Ja, allerdings in Form von Schlittenhunde-Events in ganz Europa. Eine Tour mit Huskys ist ein kurzweiliges, unvergessliches Erlebnis, man kann sehr viel von den Hunden lernen. Namhafte Unternehmen führen mit uns Teambuildingseminare oder Motivationstrainings durch. Ich veranstalte mit Klienten auch Schlittenfahrten, Schneemobilfahrten und Huskywanderungen in Nordschweden. An der norwegischen Grenze, dort wo die größte Braunbärdichte der Welt herrscht und Elche und Rentiere leben, wandern wir mit den Hunden oder spannen sie vor Quads. Die Tiere leben völlig im Hier und jetzt – sie helfen vielbeschäftigten Managern abzuschalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Weekend: Was kann man von Huskys lernen?
Husky-Toni:
Die Hierarchie und Rollenverteilung unter Huskys ist erstaunlich: Da gibt es den Bürgermeister, den Vize, den Clown oder die Onkel und Tanten die auf Welpen aufpassen. Das eignet sich nicht nur für Gruppenseminare, sondern auch für Therapieunterstützungen. Huskys werden seit Jahrtausenden gezüchtet, sie haben sich dennoch ein natürliches und ursprüngliches Naturell bewahrt. Sie sind gute Freunde, die Kinder faszinieren und zum Lachen bringen. Um kranke Kinder besser zu unterstützen, habe ich 2014 den Verein „Husky Tonis Kindertraum“ gegründet. Ursprünglich ging es um leukämiekranke Kinder, mittlerweile erhalten auch traumatisierte Kinder Unterstützung. Misshandelte Kinder suchen sich gerne große und starke Hunde aus. Die unbeschwerten Stunden mit den Huskys sind kostbare Momente. Schön, dass wir das internationalen Firmenchefs, jordanischen Prinzen oder kleinen Patienten gleichermaßen vermitteln können.

Husky Toni
Husky-Toni bietet im Brandertal Tier- und Naturlebnisse mit Huskys an. Foto: walser-image.com

Zur Person: ANTON KUTTNER
Husky-Camp-Betreiber

  • Geb. 1971
  • verheiratet, drei Kinder
  • Ausbildung: OP-Gehilfe, Wander- und Schlittenhundeführer, selbständig seit 1999
  • Hobbies: seine 22 Huskys, Wandern
  • www.husky-toni.at

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